Universität Erfurt

20 Jahre Kommunikationswissenschaft in Erfurt

Archiv - WS 2012/13

O-Phase: Übersicht der Lehrveranstaltungen Bachelor Kommunikationswissenschaft im Wintersemester 2012/2013 (Grundlagenmodule)

V: Einführung in die Kommunikationswissenschaft (Markus Seifert)

Ziel dieser Einführungsveranstaltung ist es, einen umfassenden Überblick über das Fach Kommunikationswissenschaft zu vermitteln und anhand von vielen Praxisbeispielen zu zeigen, mit welchen gesellschaftlichen Problemstellungen sich die Kommunikationswissenschaft beschäftigt und mit welchen Modellen und Theorien sie zur Lösung der Probleme beiträgt. Es deshalb zunächst beschrieben, wie sich das Fach Kommunikationswissenschaft entwickelt hat und welche Grundbegriffe im Kontext kommunikationswissenschaftlicher Forschung gebraucht werden. Im weiteren Verlauf werden dann zentrale Teildisziplinen der Kommunikationswissenschaft präsentiert: z.B. Kommunikations- und Mediengeschichte, Kommunikationspolitik, Publikumsforschung, Mediennutzungs- und Wirkungsforschung. Die Vorlesung bietet einen breiten Überblick über die einzelnen Forschungsfelder und ergänzt aktuelle und in der Öffentlichkeit diskutierte Beispiele. Im dazugehörigen Seminar werden einzelne Themen in Vorträgen der Studierenden und in Diskussionen vertieft.

V Propädeutikum: Einführung in die empirischen Methoden der Kommunikationsforschung (Klaus Kamps - Sven Jöckel)

Die Vorlesung bietet eine Einführung in die wichtigsten Methoden und Verfahren der empirischen Kommunikationsforschung. Behandelt werden die verschiedenen Formen von Befragung, Beobachtung und Inhaltsanalyse sowie Erhebungstechniken wie Querschnitt-, Längsschnitt- und Experimentaldesigns. Darüber hinaus werden grundsätzliche Fragen der Stichprobenziehung, Feldplanung und Auswertung von empirischen Daten angesprochen.

S-3 Propädeutikum: Einführung in das kommunikationswissenschaftliche Arbeiten (Sebastian Gerth - Jana Hofmann)

Wie arbeitet man wissenschaftlich? Und worauf muss ich bei wissenschaftlichen Arbeiten achten? Inwieweit unterscheidet sich alltägliches Vorgehen von wissenschaftlichem Vorgehen? Diese und mehr Fragen müssen sich alle Studierenden schon zu Beginn ihres Studiums stellen. Hinzu kommt, dass die jeweiligen Fachrichtungen ganz unterschiedlich „wissenschaftlich arbeiten“. Im Mittelpunkt dieses Seminars stehen daher speziell das kommunikationswissenschaftliche Arbeiten und entsprechende grundlegende Arbeitstechniken.

Q-Phase: Übersicht der Lehrveranstaltungen BA Kommunikationswissenschaft im Wintersemester 2012/2013 (Vertiefungsmodule)

Erinnerungsorte. Museen und Medien (Heiner Stahl)

Das Seminar „Museum machen. Das Museum als Medium und als potenzieller Arbeitsplatz“ leistet einen Einstieg in die Themen „Musealisierung“ und „Repräsentation“. Es ist als gemeinsame Veranstaltung mit dem Bereich Zeitgeschichte der Universität Erfurt angelegt. Die Lehrveranstaltung führt darin ein, welche medientheoretischen Überlegungen sich am Beispiel von Museen verankern lassen und verdeutlicht, was Erinnerungsorte (Nora 1992/2005, François/ Schulze 2001, Sabrow 2009) und deren musealisierte Darstellung zum Ausdruck bringen können. Das Seminar wird die theoretischen Fundierungen an Fällen immer wieder durchspielen und dann in einem dritten Schritt die konzeptionellen Weiterentwicklungen hinsichtlich des Ausstellungsmanagements, der Teilhabe von Besuchern/ Kunden, der öffentlichen Kommunikation und dem Einsatz verschiedener Darstellungstechnologien damit verknüpfen. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, den Studierenden einen breiten Überblick über mögliches Arbeits- und Geschäftsfeld zu bieten und Schnittpunkte zu qualifizieren, an denen Vergleichbarkeit möglich wird.

Theorie und Praxis sozialer Onlinenetzwerke in der kommunikationswissenschaftlichen Forschung (Juliane Kirchner)

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Zahl von Angeboten im Social Web will sich das Seminar speziell mit onlinebasierten Netzwerken, den sogenannten Social Network Sites beschäftigen. Deren Nutzerzahlen verzeichnen laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2011 auch weiterhin einen positiven Trend, was Anlass dazu gibt, dem Konzept dieser Angebote aus theoretischer Sicht nachzugehen. In einem zweiten Schritt sollen die Studierenden hieraus eigenständig eine empirische Untersuchung ableiten und dies in Form eines Forschungsexposé festhalten.

Whatever works – Wie Musik die Stimmungen steuert (Markus Seifert)

Musik begleitet uns im Alltag, wir nehmen sie mehr oder weniger bewusst wahr. Welche Wirkungen Musik auf unser Alltags(er)leben, Emotionen, Affekte und unser Handeln in verschiedenen Lebenskontexten hat, wird das Seminar klären. Nachdem zunächst zusammengefasst wird, inwieweit sich Kommunikationswissenschaft mit den Effekten der Musikrezeption beschäftigt, werden die zentralen Begriffe aus Musikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Psychologie dekonstruiert. Im Anschluss werden theoretische Modelle und entsprechende empirische Studien der Musikrezeption analysiert. Im Mittelpunkt steht dabei zunächst ein zentrales Motiv für das Musikhören: die Stimmungsregulierung. Im letzten Schritt sollen eigene Proposals (Forschungsskizzen) erarbeitet werden, die dann im Plenum vorgestellt werden.

Illustrierte Magazine der 20er Jahre – Eine Einführung in die Methoden und Theorien der Kommunikationsgeschichte (Susann Trabert)

Die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren eine Epoche der kulturellen Umbrüche: das Rollenbild der Frau und die Einstellungen zu Körperlichkeit und Sexualität änderte sich, Sport wurde zu einem Massenphänomen, Kunst, Literatur und Unterhaltung hatten eine Blütezeit. Die illustrierten Magazine der 20er Jahren dokumentierten nicht nur diese kulturellen Veränderungen sondern waren auch Ausdruck jener. Damit stellen die Magazine nachfolgenden Generationen einen wertvollen Fundus an Bild- und Textmaterial zur Verfügung. Ziel des Seminars soll es deshalb sein, eben an diesen Zeitschriften Theorien und Methoden der Kommunikationsgeschichte zu erproben und dadurch in die Kultur- und Medienlandschaft der 20er Jahre einzudringen.

Heimatfilm. Theorien und Praxis der Film- und Fernsehanalyse (Judith Kretzschmar)

Die Jahre ab 1950 wurden zum triumphalen Siegeszug einer Heimatfilmwelle in den bundesdeutschen Kinos. Maßgeschneidert auf die emotionalen Bedürfnisse der Zuschauer befriedigten diese Filme passgenau Wünsche und Phantasien. Obwohl der Heimatfilm in den 1950er Jahren eine nie wieder erreichte Blüte erlebte und sich auch sein gesellschaftlicher Entstehungshintergrund in den folgenden Jahrzehnten änderte, verschwand er nie gänzlich von der Leinwand. In zahllosen Modifikationen überlebte das Genre bis zum heutigen Tag. In diesem Seminar wird die Genese des Heimatfilms als theoretisches Fundament erarbeitet, um anschließend anhand des Genres die methodischen und medienspezifischen Grundlagen für die Filmanalyse in Theorie und Praxis herauszufiltern. Dabei wird ein Überblick über relevante Analysemethoden gegeben, die gleichzeitig an konkreten Beispielen zum Heimatfilm überprüft und angewendet werden. Ziel des Seminars ist die Vermittlung von Begriffen aus der Filmwissenschaft und das Erlernen einer selbstständigen Analyse durch die Untersuchung des einzig originären deutschen Filmgenres, des Heimatfilms.

Kinder- und Jugendmedien (Daniel Hajok)

Im Seminar erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblick in die spezifischen Medienumgangsweisen von Kindern und Jugendlichen. Auf der Grundlage theoretischer Konzepte zur Mediensozialisation und aktueller Mediennutzungsdaten werden die populären Kinder- und Jugendmedien benannt, alters-, milieu- und geschlechtsspezifische Nutzungsweisen thematisiert und die sozialisatorische Bedeutung der 'alten' Medien und neuen Kommunikations- und Partizipationsmöglichkeiten herausgestellt. Anhand konkreter Beispiele werden 'prekäre' Medienumgangsweisen und mögliche negative Auswirkungen der Nutzung bestimmter Medieninhalte diskutiert.

Auslandsberichterstattung – Weltbildvermittlung im Medienzeitalter (Kai Hafez)

Auslandsberichterstattung ist „vermittelnde Kommunikation“. Anders als im Fall des Internets oder des Satellitenrundfunks vermitteln Auslandsjournalisten „Weltbilder“, die für viele Verbraucher die Grundlagen ihres Weltwissens darstellen. Im Rahmen des Seminars sollen Inhaltsstrukturen des Auslandsdiskurses untersucht werden. Neben der klassischen Nachrichtenwertlehre soll vor allem die Framing-Analyse als Instrument zur Analyse der Auslandsberichterstattung, ihrer Inhalte, Diskurse, thematischen Schwerpunkte und Defizite erörtert werden. Welche individuellen und professionellen Sozialisationseinflüsse des Auslandsjournalismus werden dabei wirksam? Wie ist seine Stellung der Medien im internationalen Nachrichtenfluss geartet und welche Wechselwirkungen bestehen schließlich zwischen Medien und anderen Gesellschaftssystemen (z.B. Politik)? Ziel der Veranstaltung ist es, anhand theoretischer wie fallorientierter Studien (z.B. Afrika, Islam/Nahost, China) einen systematischen Wissensbestand zur Auslandsberichterstattung zu entwickeln, der es erlaubt, Leistung und Leistungsfähigkeit des vermittelnden Journalismus im Prozess der Globalisierung abzuschätzen. Können wir bereits von einem kommunikativen Weltsystem sprechen, das globale Multiperspektivität generiert? Oder erzeugen fragmentarische Weltbilder der Medien einen „Ethnologen auf der Couch“?

Mediensysteme in Lateinamerika (Liriam Sponholz)

2004 veröffentlichten Daniel Hallin und Paolo Mancini ihr Standardwerk „Comparing Media Systems“. Darin verglichen die Autoren die Mediensysteme diverser europäischer und nordamerikanischer Länder und leiteten daraus drei Medienmodelle ab: das Mittelmeer-Model, das demokratisch-korporative Modell und das liberale Modell. Inwiefern können diese Modelle und das ihnen zugrunde liegende Instrumentarium für das Verstehen und Erklären der Mediensysteme in Lateinamerika hilfreich sein? Das Ziel dieses Seminars ist es, diese Fragen anhand aktueller wissenschaftlicher Studien und Mediadaten, die sich auf die gegenwärtige lateinamerikanische Medienwirklichkeit beziehen, zu diskutieren.

Muslime und andere Minderheiten in den USA - Mediendiskurse, Selbstwahrnehmung, Anerkennung (Sabrina Schmidt)

Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen zur gesellschaftlichen Wahrnehmung, medialen Repräsentation sowie transnationalen Kommunikation von Minderheiten in den USA, insbesondere der muslimischen Minderheit. Der Kurs setzt dabei zwei Schwerpunkte: Zum Einen wird nach der öffentlichen Wahrnehmung und sozialen Verortung der Minderheit(en) durch Massenmedien und Politik gefragt. Hier gilt es, Fragen zur Sicht auf Immigranten, insbesondere zur historischen Entwicklung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu klären (Stichworte: Rassentrennung, White Supremacy, Civil Rights Movement). Neben der Analyse von Medientexten und politischen Reden, die sich an ein gesamt-US-amerikanisches Publikum wenden, wird auch Einblick in streng konservative bis offen rassistische Teilöffentlichkeiten genommen. Den theoretischen Hintergrund für Analyse und Diskussionen liefern einschlägige Texte zu Konzepten wie „Race“, „Ethnicity“ sowie „Multiculturalism“. Der zweite Schwerpunkt beschreibt die mediale Selbstwahrnehmung und transnationale bzw. -kulturelle Vernetzung der (muslimischen) Minderheit. Erarbeitet werden theoretische Konzepte wie „kulturelle Identität“, „Diaspora“ und „Multi-Ethnic Public Sphere“, um diese anhand ausgewählter Fallbeispiele zu diskutieren. Ziel des Seminars ist ein fundierter Einblick in die mediale Fremd- und Selbstwahrnehmung US-amerikanischer Minderheiten, insbesondere von American Muslims

Hybride Kulturen in Film und Fernsehen (Anne Grüne)

Das Seminar verortet medienvermittelte Unterhaltungskommunikation im Kontext kultureller Globalisierungsprozesse und fragt, wie sich in weltweit verfügbaren Film- und Fernsehangeboten kulturelle Verschränkungen nachzeichnen und theoretisieren lassen. Es werden zentrale Begrifflichkeiten wie die der Repräsentation, der kulturellen Identität und der (Populären) Kultur besprochen, wobei die Auseinandersetzung mit Ansätzen der Cultural Studies einen Schwerpunkt darstellt. Grundlagen über Rahmenbedingungen der kreativen Produktion und der Rezeption im transkulturellen Kontext ergänzen die Diskussion. Die wesentliche theoretische Kontextualisierung des Seminars will die Auseinandersetzung mit (mitunter widerspenstigen) dynamischen Kulturkonzepten (Stichworte: Hybridität, Dritte Räume, transkulturelle Formationen) forcieren und Wechselwirkungen lokaler und globaler Prozesse (Stichwort: Glokalisierung) in medialer Unterhaltungskommunikation diskutieren. Ausgewählte Film- und Fernsehbeispiele („Slumdog Millionaire“, „Afghan Star“ o.ä.) sollen schließlich helfen, komplexe Theoreme zu veranschaulichen. In kleinen Projektgruppenarbeiten sollen etwa Narrationen, Darstellungsmittel und -strategien oder spezifische Diskurse mithilfe film- und fernsehanalytischer Instrumentarien untersucht werden.

Global Communications Teil I (Volker Stoltz)

Internationales Projekt GlobCom: Studenten vom 3. Semester an bilden zusammen mit PR Studenten von 10 Universitäten in 10 Ländern und 5 Erdteilen internationale "virtuelle" Teams. Sie erhalten einen PR Fall und erarbeiten zusammen im Team eine Lösung, die sie im ppt Format präsentieren. Die Studenten lernen, international über Kulturen und Grenzen hinaus zusammenzuarbeiten und gemeinsam internationale PR Probleme zu lösen.

Social Media Management in Organizations (Nonni Athari)

This course is primarily aimed at equipping students with essential knowledge and skills in managing social media activities in organizations. It covers strategy development, strategy implementation, monitoring, and performance appraisal. Students will also learn about various social media related-resources, social media policies and guidelines, social media platforms/tools for organizations, some legal and security aspects surrounding social media practices, as well as ways to overcome barriers in social media adoption process. Discussing various case studies of social media practices in organizations will be an integral part of the course as well. This course will be approached from a strategic management and an integrated communication’s perspectives.

Mobile Medien im öffentlichen Raum (Joachim R. Höflich)

Mobile Medien bestimmen unseren Alltag. Im Rahmen des Seminars soll nun der aktuelle Stand der Forschung zur Nutzung mobiler Medien im öffentlichen Raum am Beispiel ausgewählter Forschungen dargestellt werden. Dabei wird aber auch die Frage gestellt, was denn eigentlichen den öffentlichen Raum respektive eine Kommunikation im öffentlichen Raum ausmacht, wie dadurch ein Mediengebrauch geprägt wird und wie sich durch den Mediengebrauch eine Kommunikation im öffentlichen Raum verändert.

Online-Journalismus in der öffentlich-rechtlichen Praxis. ARD Online-Redaktion in Mainz (Heiner Stahl - Joëlle Ullrich)

Das Seminar bietet eine Einführung in die institutionelle Wirklichkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Bundesrepublik Deutschland. Es wird danach gefragt, was Online-Journalismus innerhalb der Rahmenbedingungen und medienpolitischen Regularien sein kann, wie diese journalistische Form praktiziert und welche Aspekte eine wissenschaftliche Herangehensweise an diese Themen zu berücksichtigen hat. Der Praxisteil der Veranstaltung enthält das Verfassen von Beiträgen, eine Auseinandersetzung mit den Abstimmungsweisen in Bezug auf Online-Inhalte zwischen den einzelnen Anstalten und die Strategien und Kniffe, mit den Forderungen nach Depublikation in geeigneter Weise umzugehen.

Beziehungen mit Medien - Beziehungen zu Medien (Joachim R. Höflich)

Menschen nutzen Medien, um mit anderen in Kontakt zu treten respektive um Beziehungen aufrecht zu erhalten. Indem Menschen Medien für ihre Zwecke nutzbar machen, gehen sie aber auch Beziehungen ‚mit den Medien‘ ein. Im Rahmen des Seminars sollen nun diese Aspekte der Medienkommunikation näher betrachtet werden. Dies soll insbesondere anhand exemplarischer Studien erfolgen. Dazu gehören auch Studien zur Mensch-Roboter-Interaktion, mit der gleichsam eine Beziehung zwischen Menschen und Medien ihren derzeitigen Höhepunkt erreicht.

Radio 2012 - Produktion, Marketing und Vermarktung am Beispiel von LandesWelle Thüringen (Thomas Klingelschmitt - Bastian Bender)

Musik und Moderationen - das ist Radio für den Hörer. Aber was steckt dahinter? Wie wird ein privates Formatradio produziert, vermarktet und finanziert? Mit welchen Methoden reagieren Macher auf die Veränderungen im Markt, die Digitalisierung oder fluktuierende Hörerzahlen? Der Programmchef von LandesWelle Thüringen gibt, unterstützt von Moderator Bastian Bender, Einblicke in die Grundlagen von Produktion, Marketing und Vermarktung - und lädt zum Mitmachen ein. Nach einem Basisworkshop im Funkhaus Erfurt, in dem LandesWelle Thüringen produziert wird, entwickeln die Studierenden selbständig Strategien für einen fiktiven Radiosender (Musik, Format, Moderationen, Aktionen) anhand zur Verfügung gestellter Hörerzahlen und präsentieren diese.

Unternehmenskommunikation (Axel Breme)

Die Veranstaltung richtet sich an alle Studierenden, die an der Kommunikation, von Unternehmen/Organisationen, ihren Gesetzmäßigkeiten und Besonderheiten interessiert sind. Im Mittelpunkt aller Betrachtungen stehen aktuelle praktische Fallstudien, die aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive gespiegelt werden. Vor diesem Hintergrund werden grundlegende und systematischer Kenntnisse über die interne und externe Kommunikation von Unternehmen/Organisationen erläutert, die den Anspruch erfüllen, in der Praxis erfolgreich eingesetzt zu werden und gleichzeitig genügend Raum für theoretische, systematische Weiterentwicklungen geben. Die Darstellung von Unternehmen/Organisationen als soziale Gebilde und ihre kommunikativen Funktionen dienen als Basis der Veranstaltungsreihe. Nach den allgemeinem Begriffserläuterungen „Information“ und „Kommunikation“ werden diese in der modernen Betriebswirtschaftslehre verortet. Insbesondere werden Begriffe der Individual- und Massenkommunikation in ihrer Bedeutung für Unternehmen/Organisationen sowie deren kommerziellen Kommunikationsformen behandelt. Die Feststellung und Analyse der Kommunikationslage in verschiedenen Industrien sowie möglicher Veränderungsoptionen werden an Hand konkreter Beispiele aus der betrieblichen Praxis vertieft und in ihrer grundsätzlichen Bedeutung analysiert.

International Public Relations Teil I (Volker Stoltz)

Die Veranstaltung ist sehr praktisch angelegt. Anhand von Fallbeispielen werden die Begriffe und Formen moderner internationaler Public Relations Arbeit erklärt.Im zweiten Teil der Veranstaltung präsentieren Gäste - PR Chefs von Agenturen und Unternehmen - Probleme aus ihrer Arbeit. Die Studierenden erkennen PR Probleme und erarbeiten erste Lösungsansätze.

Journalistische Darstellungsformen in der regionalen Tageszeitung (Elisa Sowieja)

Wie schreibe ich einen Artikel für eine regionale Tageszeitung? Diese Kernfrage wird das Blockseminar an den drei Wochenenden bestimmen. Zunächst erhalten die Teilnehmer einen Überblick darüber, welche journalistischen Darstellungsformen es gibt und welche von ihnen im Lokaljournalismus besonders gefragt sind. Referenzmedium ist hierbei die Magdeburger Volksstimme, eine regionale Tageszeitung in Sachsen-Anhalt. Anschließend beginnt der Praxisteil. Die Studierenden lernen, wie man etwa eine Meldung schreibt oder auch das „Guten Morgen“ - die tägliche Kurz-Kolumne, welche sich direkt an den Leser richtet und in den Lokalteilen vieler Tageszeitungen zu finden ist. Voraussetzung für die Teilnahme ist es, bei jedem der Termine einen Laptop dabei zu haben.

Stereotypenforschung in der politischen Kommunikation – Perspektive I: Theorie (Stephanie Geise)

Dieses Seminar zielt darauf ab, die Studierenden näher mit Techniken, Problemen und Lösungswegen in der Theorie der empirischen Kommunikationsforschung vertraut zu machen. Hierzu werden verschiedene Theorien zur (visuellen) Stereotypisierung, auch in ihren konkreten Forschungszusammenhängen, betrachtet, synthetisiert und kritisch reflektiert. Gegenständlicher Hintergrund ist die Stereotypenforschung, die in der Kommunikationswissenschaft zwar traditionell verankert ist, im konkreten Kontext der politischen Kommunikation aber eher marginal eine Rolle spielt. Die Studierenden werden dazu ausgehend von realen Forschungsproblemen arbeiten; diese sollen im ersten Schritt allerdings von ihnen selbst in Kleingruppen (je nach Größe der Klasse) auf Basis des bisherigen Forschungsstands identifiziert werden. Im zweiten Schritt geht es um die theoretische Fundierung der grundlegenden Implikationen, nicht zuletzt, um eine Basis für die empirische Prüfung der Forschungsfrage zu schaffen.

Stereotypenforschung in der politischen Kommunikation – Perspektive II: Empirie (Klaus Kamps)

Dieses Seminar zielt darauf ab, die Studierenden näher mit Techniken, Problemen und Lösungswegen in der Praxis der empirischen Kommunikationsforschung vertraut zu machen. Hierzu werden verschiedene Methoden in konkreten Forschungszusammenhängen betrachtet und angewendet. Gegenständlicher Hintergrund ist die Stereotypenforschung, die in der Kommunikationswissenschaft zwar traditionell verankert ist, im konkreten Kontext der politischen Kommunikation aber eher marginal eine Rolle spielt. Die Studierenden werden dazu ausgehend von realen Forschungsproblemen (je nach Größe der Klasse) mehrere Analysen unter Anleitung vornehmen, das heißt sowohl Daten erheben als auch (gemeinsam) auswerten und interpretieren.

Einführung in die Datenanalyse mit SPSS (Julia Niemann)

Ziel des Seminars ist es, den Studierenden erste Einblicke in die quantitative Datenanalyse und das praktische Arbeiten mit SPSS zu geben. Die Teilnehmer werden in die Lage versetzt, eigene Forschungsprojekte (z. B. Bachelorarbeiten) datenanalytisch zu planen und auszuwerten. Zu Beginn widmen wir uns der Programmoberfläche von SPSS und dem Erstellen und Bereinigen von Datensätzen. Dann werden Verfahren der deskriptiven Datenanalyse wie Häufigkeitsverteilungen, zentrale Tendenzen und Streuungsmaße besprochen und geübt. Am zweiten Wochenende behandeln wir die Formulierung von Forschungsfragen und Hypothesen. Die Auswertung erfolgt mit einfachen inferenzstatistischen Verfahren (Mittelwertvergleiche, Korrelationen). Während des ganzen Seminars wechseln sich Kurzvorträge und Demonstrationen mit Übungen, die die Studierenden selbstständig durchführen, ab.

Datenanalyse mit SPSS für Fortgeschrittene (Hannah Früh)

Dieser Kurs soll interessierten Bachelor- und Masterstudierenden die Möglichkeit geben, ihren Kenntnisstand auf dem Feld der Datenanalyse zu überprüfen, zu erweitern und zu vertiefen. In praktischen Übungen geht es darum, wie man Operationalisierungen beschreibt, Daten transformiert sowie univariate und multivariate Verfahren der Datenanalyse anwendet und interpretiert. Ergebnis sollen "publikationsreife" Tabellen und Abbildungen sein, wie sie in empirischen Seminar- sowie in Abschlussarbeiten gefordert werden.

Sozialer Vergleich mit Mediencharakteren und realen Personen qualitative Datenerhebung; Andreas Fahr)

Selbstpräsentation, Fremdbeobachtungen, soziale Vergleiche und soziale Interaktionen mit Mediencharakteren stellen ein bedeutendes Forschungsfeld medienvermittelter sozialer Kommunikation dar. Insbesondere in Zeiten mit ausgeprägtem Orientierungsbedarf werden Medien als Signal- und Beobachtungswerkzeuge sozialer Realität genutzt. Das Seminar soll die Frage beantworten, welche Bedeutung, welche Formen und und welche Wirkungen diese Prozesse im Rahmen der Mediennutzung haben und wie sie sich infolge neuer Medienumgebungen verändern. Hierbei soll insbesondere der Frage nachgegangen werden, ob und wann Medien zur Kompensation individueller oder sozialer Defizite dienen oder als persönliche Wachstumsimpulse genutzt werden. Im Seminar werden vor der Folie dieses Forschungsfeldes zunächst die wissenschaftstheoretischen Begründungen und die Besonderheiten qualitativer Herangehensweisen herausgearbeitet. Verschiedene qualitative Forschungsansätze - insbesondere qualitative Interviews, Gruppendiskussionen und Beobachtungen - werden darauf aufbauend in Teams konzipiert und empirisch umgesetzt. Anschließend werden die spezifischen Methoden der Datenerhebung kritisch reflektiert.

Sozialer Vergleich mit Mediencharakteren und realen Personen qualitative Datenauswertung; Andreas Fahr)

In dieser Veranstaltung werden die im ersten Teil (siehe „Theorien und Konzepte qualitativer Sozialforschung“) erhobenen Daten aufbereitet und analysiert sowie die datenbezogene Konstruktion von Theorien behandelt. In diesem Rahmen wird auch entsprechende Software zur Analyse qualitativer Daten vorgestellt und verwendet. Arbeitsgruppen halten Kurzpräsentationen über Auswertungsverfahren, Methoden der Auswertungsschritte sowie Softwareoptionen, analysieren anschließend ihre Daten und stellen zum Abschluss des Seminars ihre zentralen Befunde vor.

Navigation

Werkzeugkiste

Nutzermenü und Sprachwahl