Universität Erfurt

Kommunikationswissenschaft

Projektstudienphase

Die Besonderheit des Erfurter Bachelor-Konzepts

Ein Unikat in der deutschen kommunikationswissenschaftlichen Lehre stellt die Projektstudienphase (PSP) für Studierende in der Hauptstudienrichtung "Kommunikationswissenschaft" im letzten Studienjahr dar. In Kleingruppen von sieben bis acht Personen wenden die Studierenden ihr bis dahin gelerntes Wissen auf die Lösung realer oder realitätsnaher Problemstellungen an. Über zwei Semester hinweg ist dies ihre einzige „Lehrveranstaltung”, die von einem Professor individuell betreut wird. Gemeinsam mit externen Projektpartnern (z.B. Einrichtungen der öffentlichen Hand, öffentliche Institutionen und Organisationen, freie Unternehmen) werden die Themen und Fragestellungen entwickelt. In der Vergangenheit konnten u.a. das ZDF, MTV, Premiere und die Pro-Sieben-SAT.1-Gruppe, T-Online, die Deutsche Post und das Bundespresseamt oder die Hubert Burda Media AG als Projektpartner gewonnen werden.

Dem zentralen Stellenwert dieser Studienleistung entsprechend werden anspruchsvolle Ziele formuliert, bei denen die Studierenden ausreichend Gelegenheit haben, ihre Kenntnisse zu erweitern, gruppendynamische Prozesse zu koordinieren und zu reflektieren sowie Kontakte zur Berufswelt aufzubauen. Die Ergebnisse der PSP werden u.a. im Rahmen des jährlichen Projektforums der interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

In Kooperation mit T-Online untersuchte beispielsweise eine von Prof. Dr. Joachim R. Höflich betreute Projektgruppe die Bedeutung des „Instant Messaging” aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive. Zum Einsatz kam ein Mehrmethoden-Design aus Leitfadengesprächen, Gruppendiskussionen, Instant-Messaging-Interviews und einer standardisierten Online-Befragung. Diese bundesweit erste Studie zu der neuen Kommunikationsform wurde im Anschluss als Buch veröffentlicht (Schneider et al., München 2004).

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