Universität Erfurt

Kommunikationswissenschaft

Master Globale Kommunikation: Politik und Gesellschaft

"The wider world is a click away, but whether we mean to or not, we’re usually filtering it out."

Ethan Zuckerman, MIT, Cambridge, MA

 

Das Master-Programm "Globale Kommunikation: Politik und Gesellschaft" ist ein vorwiegend englischsprachiger konsekutiver Studiengang. Er beschäftigt sich mit Mediensystemen und Kommunikationskulturen im internationalen Vergleich. Dabei werden vielfältige politische, gesellschaftliche, kulturelle und historische Zugänge gewählt.

Welche Rolle spielen Medien in Demokratien, in politischen Umbruchsituationen oder in Kriegen und Konflikten in unterschiedlichen Weltregionen? Ist die heutige Mediengesellschaft global orientiert oder reproduzieren moderne Medien uralte Stereotype und heizen durch Hate Speech den Rassismus an? Und teilt die Menschheit von Amerika und Europa bis nach Asien, Afrika, Lateinamerika und Nahost eine gemeinsame Vision einer „Informationsgesellschaft“, in der Wissen wie auch menschliche Beziehungen zunehmend „mediatisiert“ werden? Auch Fragen der individuellen psychologischen Verarbeitung von Medieneinflüssen, Wirkweisen von Medieninhalten und aktuelle Veränderungen der Medienproduktion und -nutzung werden behandelt.

Im Master "Globale Kommunikation: Politik und Gesellschaft" gehen Studierende also insgesamt der Frage nach, wie die Wechselwirkungen zwischen Medien, Politik und Gesellschaft beschaffen sind und was sich dabei aus dem internationalen Vergleich lernen lässt. Sowohl Massenmedien, Social Media als auch interpersonale Kommunikation werden erforscht.

Wir stehen heute weltweit vor ähnlichen kommunikativen Herausforderungen! Der Studiengang ist innovativ insofern, als er kommunikationswissenschaftliche Fragen nicht als isolierte nationale Prozesse behandelt, sondern sich gezielt mit „globaler Kommunikation“ im Sinne internationaler Vergleiche beschäftigt. Darüber hinaus werden Prozesse der internationalen Kommunikation, der Auslandsberichterstattung und der Globalisierung von Lebenswelten thematisiert.

Der Studiengang ist primär sozialwissenschaftlich ausgerichtet, berücksichtigt aber auch kulturwissenschaftliche Theorien, Methoden und Inhalte. Neben der wissenschaftlichen Analyse und einer fundierten Ausbildung in qualitativen und quantitativen Methoden wird in eigenen Lerneinheiten wissenschaftliche Kommunikationsberatung erlernt.

Die Besonderheiten des Studiengangs auf einen Blick:

1. Schwerpunkt internationale und komparative Kommunikationsforschung

Unser Master-Angebot ist innovativ, da "Globale Kommunikation" zum Hauptgegenstand medien- und kommunikationswissenschaftlicher Lehre und Forschung wird. Vergleichende Zugänge auf kommunikationswissenschaftliche Fragestellungen werden dabei gezielt gefördert, sowohl in als auch zwischen Europa, Amerika, Asien, Afrika und Nahost.

2. Individuelle Vertiefungsmöglichkeiten in den Bereichen Medien, Politik und Gesellschaft

Nachdem die Grundlagen global vergleichender Kommunikationsforschung erlernt wurden, werden die Kenntnisse unserer Studierende an unterschiedlichen Gegenständen im Wahlpflichtbereich des Studiums vertieft. Erörtert werden politische sowie soziale und kulturelle Effekte und Nutzungsweisen der Mediatisierung im Bereich Politik und Gesellschaft; im Schwerpunkt Medien stehen medienbedingte Wandlungsprozesse im Vordergrund. Sie können frei aus dem Angebot der Vertiefungsmodule wählen und eigene Schwerpunkte setzen. 

3. Forschungsorientiertes Masterprogramm 

Unsere Studierende erhalten eine fundierte Ausbildung in standardisierten und nicht-standardisierten Erhebungs- und Auswertungsverfahren und entwickeln eigene Forschungsprojekte. Es besteht außerdem die Möglichkeit, an Forschungsprojekten am Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft mitzuarbeiten. Das selbstständige Forschen wird bei uns gefördert. Bei entsprechenden Voraussetzungen ist auch ein Fast Track zur Promotion möglich.

4. Wissenstransfer: akademische Beratungskompetenz und Berufsorientierung

Wir legen großen Wert auf eine enge Verzahnung von Grundlagenforschung und Anwendungsorientierung. Unsere Studierenden werden daher mit wissenschaftlich gestützter Kommunikationsberatung von Politik und Gesellschaft, in Ministerien, Stiftungen und NGOs vertraut. In einem Pflichtpraktikum kann die Beratung in einem international tätigen Unternehmen im In- oder Ausland erprobt werden. Für Studierende, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, fördern wir darüber hinaus die frühe Teilnahme am wissenschaftlichen Austausch, z. B. durch die Bewerbung um Vorträge auf den Fachtagungen von ICA, IAMCR, DGPuK, ECREA o.ä. und die Einreichung von Beiträgen für wissenschaftliche Zeitschriften. 

5. Interkulturelle Lernatmosphäre: Englisch als bevorzugte Lehrsprache, globales Wissen und internationale Kontakte

Der Master "Globale Kommunikation: Politik und Gesellschaft" steht nicht nur für die Internationalisierung der kommunikationswissenschaftlichen Forschung. Internationalisierung gilt ebenso für den Studienalltag. Dazu zählt, dass Englisch die bevorzugte Lehrsprache ist und die Pflichtveranstaltungen mindestens auf Englisch angeboten werden. Gleichzeitig integrieren wir nach wie vor ergänzende deutschsprachige Angebote. Wir fördern Auslandsaufenthalte im Rahmen des Auslandsstudiums und/oder eines Auslandspraktikums. Deutsche und internationale Studierende arbeiten hier eng zusammen. 

6. Optimale Betreuung 

Das Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft fördert die enge Kooperation zwischen Studierenden und Lehrenden. Kurze Wege auf dem Campus, eine gute Erreichbarkeit und vor allem kleine Seminargruppen von in der Regel ca. 15 Studierenden sorgen für eine positive Lernatmosphäre, in der ein reger Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden möglich wird. 

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