Universität Erfurt

20 Jahre Kommunikationswissenschaft in Erfurt

Alumni berichten

An dieser Stelle berichten Alumni über ihren Weg nach dem Master in der Wissenschaft und/oder im wissen-schaftsnahen Bereich, wie z. B. in der Marktforschung und geben einen Eindruck davon, wie das im Master erlangte Wissen und die Kompetenzen dann im weiteren Berufsweg nützlich sein können.

Weitere Erfahrungsberichte auch von Bachelor-Alumni gibt es hier.

Florian Buhl, M.A. (MA 2012, WiMi Westfälischen Wilhelms-Universität Münster)

Als Bachelor-Absolvent des Erfurter Seminars für Medien- und Kommunikationswissenschaft mit dem Berufswunsch einer wissenschaftlichen oder wissenschaftsnahen Laufbahn waren für mich zwei Faktoren ausschlaggebend, mein Studium mit einem Master an der Universität Erfurt fortzusetzen: Einerseits fand hier schwerpunktmäßig eine am wissenschaftlichen Forschungsprozess orientierte Ausbildung in kommunikationswissenschaftlicher Theoriebildung und empirischer Forschung statt. Dabei empfand ich die Vermittlung sowohl quantitativer als auch quantitativer Verfahren der Kommunikationsforschung in praxisnahen Forschungsseminaren als besonders bereichernd, da der doppelte Einblick das Verständnis für die Argumente hinter mancher wissenschafts- und erkenntnistheoretischer Debatte schärfte. Andererseits war in Erfurt die Möglichkeit gegeben, das Master-Studium um einen längerfristigen, individuell organisierten Studienaufenthalt im Ausland flexibel zu ergänzen – bei mir um einen einjährigen Aufenthalt an der Washington State University (USA) als Graduate Student. Nach Abschluss meines Master-Studiums in Erfurt wechselte ich zur Promotion ans Institut für Kommunikationswissenschaft (IfK) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Dort bin ich seit Oktober 2012 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Online-Kommunikation von Professor Dr. Thorsten Quandt tätig und beschäftige mich mit ereignis- und themenbezogenen Dynamiken medialer Aufmerksamkeit.

Regina Cazzamatta, M.A. (MA 2014, Doktorandin bei Kai Hafez)

Im Rückblick: Welchen Bereich im MA-Studium in Erfurt empfandst du als besonders spannend? Und welchen als besonders ertragreich?
Die politischen Lehrveranstaltungen und die Methoden-Seminare haben mir sehr gut gefallen. Das war eine tolle Vorbereitung auf die weitere Forschung.

Master und dann in die Wissenschaft – was hat Dich daran gereizt?
Ich habe in der Masterarbeit angefangen, das Brasilien-Image in der deutschen Presse zu untersuchen und dann habe ich gemerkt, dass das Thema sehr breit ist und die Theorie der Auslandsberichterstattung auch in Bezug auf Lateinamerika empirisch untersucht werden kann. Dann habe ich ein Projektantrag geschrieben, ein Stipendium bekommen und wieder mit der Forschung angefangen.... Seit dem Studium habe ich immer die Thematik der Auslandsberichterstattung und internationale Mediensysteme geliebt. Aber in Deutschland, insbesondere an der Uni Erfurt habe ich gelernt, die Forschung systematisch zu operationalisieren.

Genaueres zum Dissertationsvorhaben lesen Sie hier.

Lilie Basel, M.A. (MA 2013, add2 GmbH, Project Manager Digital)

Wie hat dich das MA-Studium in Erfurt auf deine heutige berufliche Situation vorbereitet?
Das Studium in Erfurt hat mir vor allem einen vertieften Blick auf Methoden und Vorgehensweisen der Kommunikationswissenschaft ermoeglicht. Was heisst das zum Beispiel? In Gruppen werden quantitative (Online-Fragebögen, Sortierstudien) und qualitative Methoden (Interview bspw.) angewandt und Forschungsprojekte eigenständig durchgeführt. Dadurch, dass wir von den Hypothesen bishin zur Auswertung die Projekte eigenverantwortlich auf die Beine gestellt haben, entwickelten wir wesentliche Kompetenzen im Umgang mit Themen wie Zeitmanagement, Teamarbeit, Datenmanagement sowie Online-Methoden.

Was ist der Mehrwert eines MA-Studiums in Erfurt?
Der Master in Erfurt bietet meiner Meinung nach durch seine hervorragende Gruppengröße von Seminaren und Veranstaltungen eine sehr gute Betreuung. Jegliches Engagement wird von der KW gewürdigt. Forschungsprojekte für Konferenzen und Tagungen können zusammen mit Dozenten entwickelt und eingereicht werden. Sehr positiv ist auch die enge Anbindung an den Master Kinder- und Jugendmedien. Veranstaltungen werden gemeinsam besucht. Eine „letzte Bank“, auf der Studierende sich verstecken können, gibt es allerdings nicht, sodass jeder bereit sein sollte, auch mündliche Beiträge zu leisten und eigene Ideen einzubringen.

Im Rückblick: Welchen Bereich im Studium empfandst du als besonders spannend? Und welchen als besonders ertragreich?
Ganz besonders hat mich der Master in Erfurt durch sein Modul „Angewandtes Lehren und Forschen“ überzeugt. Hier konnten wir Themen fuer die B.A.-Studierenden aufbereiten und Tutorien leiten. Daneben entwickelten wir Klausurfragen, haben den Lehrprozess durchleuchtet und Beiträge für eine Publikation geschrieben. Die Kombi mit Politik oder pädagogischen Themen ist besonders reizvoll.

Wenn du dich noch einmal für einen MA entscheiden müsstest - würdest du wieder Erfurt wählen? Und wenn ja, warum?
Auch, wenn die Uni Erfurt als relativ neue Uni ihren Ruf noch aufbaut (man denke nur an den interdisziplinaeren Studiengang „Staatswissenschaften“ oder den einzigartigen Master „Kinder- und Jugendmedien“), hat die Stadt und die Uni Einiges zu bieten. Im Heidelberg des Ostens lohnt es sich, zu leben und zu lernen. Die Dozenten sind freundlich, Jena und Weimar sind nicht weit und die „Willy Brandt School of Public Policy“ bietet hervorragende Veranstaltungen zu diversen internationalen Themen. Auch die Fachschaften sind sehr aktiv und das Konfuziusinstitut an der FH Erfurt bietet sogar kostenlose Chinesischkurse und weitere Veranstaltungen. Für alle Aufgeschlossenen und Neugierigen, die nicht nur den Mainstream lieben, ist Erfurt eine tolle Wahl. Das nächste Mal würde ich mich mehr für das Unimarketing einsetzen und der Initiative „Impuls. Für eine Neue Wirtschaft“ (http://impuls-wirtschaft.jimdo.com/) beitreten. Und ins Ausland gehen!

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