Universität Erfurt

Literaturwissenschaft

Promotion: im Forum: Texte. Zeichen. Medien.

Promotionsförderung und -struktur

Das Programm verbindet die Begleitung eines zeitlich und inhaltlich überschaubaren Dissertationsvorhabens mit der weiteren Perspektivierung der Promotion und der Ausbildung aller akademischen Qualifikationen. Die wissen-schaftliche Zusammenarbeit wird durch die Bündelung von thematisch verwandten Promotionsprojekten ermöglicht, die Abhängigkeit vom einzelnen Betreuer wird verringert bei gleichzeitig verläßlicher Verbindlichkeit der Betreuung.

Der Kontext des Forum: Texte. Zeichen. Medien. bildet sein Profil weniger durch die thematische Ausrichtung aus als durch die Art des wissenschaftlichen Zugriffs auf die Gegenstände. Die Profilbildung des Forschungszusammen-hanges wird durch zwei Bezüge angezeigt: einerseits das Projekt der Forschergruppe „Das Wissen der Philologie“, und andererseits die verschiedenen Anschlüsse, in die die Literaturwissenschaft ihre spezifischen Analyse-kompetenzen hinsichtlich der Darstellungs-Formen und -Medien einbringt. Dazu gehören insbesondere das DFG Graduiertenkolleg Mediale Historiographien (Weimar, Erfurt, Jena), wie auch das Forschungszentrum Gotha und das Interdisziplinäre Forum Religion.

Das Forum: Texte. Zeichen. Medien. hat den Fokus seiner Nachwuchsförderung im interphilologischen Kolloquium „Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft“, das Promovierende, Habilitierende und Professor/innen zusammenführt. Promovierende haben die Möglichkeit sich in der Graduiertengruppe des Forum: Texte. Zeichen. Medien. zu assoziieren.

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Studienprogramm

Das Studienprogramm für die Promotion im Forschungszusammenhang Literaturwissenschaft: Texte. Zeichen. Medien.
(1.)  das in jedem Semester verpflichtende Kolloquium der Literaturwissenschaft, das jedes Semester besucht wird. Um den interphilologischen Ansatz zu sichern, wird es von mindestens zwei Kollegen aus verschiedenen literaturwiss. Disziplinen veranstaltet.
Und darüber hinaus die folgenden Elemente, die jeweils  wissenschaftliche Qualifikation in spezifischer Weise ermöglichen sollen:
(2.) das Grundlagenseminar (das jeweils einmal im Studienjahr angeboten und besucht wird),  in dem Grundbegriffe und –Konzepte für Promovierende erarbeitet werden: zentrale Themen und grundsätzliche Begriffe, Paradigmen, die für besonders problematisch und für die jeweiligen Arbeiten besonders relevant sind, werden vorrangig in Blöcken erarbeitet. Über die Themenstellungen entscheiden die Promovierenden des Programms zusammen mit den das Programm tragenden Wissenschaftler/Innen.
(3.) die Schreibwerkstatt ((mindestens) 1 mal im Studienjahr): unterstützt, die Abfassung der Dissertationsschrift selbst,  durch die fachwissenschaftlich gestützte Arbeit an Begriffen, methodischen Fragen, theoriegeschichtlichen Implikationen, Theoriedesigns, hilft konkrete Strategien anhand von Teilstücken der entstehenden Dissertationen in gemeinsamer Besprechung zu erarbeiten.
Weitere Elemente sind:
* workshops, die von den Promovierenden selbst organisiert werden. Dafür stehen Mittel zur Verfügung. (mindestens 1 solcher workshop findet im Studienjahr statt, jede/r Promovierende nimmt an mindestens 2 solcher workshops teil.)
* Teilnahmen an nationalen und internationalen Fach-Tagungen (Reisekosten-Zuschüsse können gewährt werden).
* Erste Schritte im Bereich der universitären Lehre (im BA) werden unter wiss. Begleitung und Beratung getan. Im Verlauf des strukturierten Promotionsstudiums sollte dies einmal (und nicht öfter als 1mal pro Studienjahr) geschehen.
* Auslandsaufenthalte (alle Studierenden sollten in ihrer Studienzeit, vor allem aber innerhalb der gedachten Einheit: MA-PhD zumindest einmal im Ausland gewesen sein). Die Studierenden werden bei der Planung von Auslandsaufenthalten beraten und bei der Einwerbung von Stipendien unterstützt.

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Rahmenbedingungen

Betreuer: jede/r aufgenommene Nachwuchswiss./In wählt einen Betreuer unter den beteiligten Hochschullehrer/Innen , bzw. habilitierten Wissenschaftler/Innen. Mit der/m Betreuer/In findet mindestens einmal pro Semester ein persönliches Beratungsgespräch statt.

Diese Studienordnung basiert auf der Promotionsordnung für die Philosophische Fakultät
der Universität Erfurt in der Fassung vom 10. Januar 2007 (Pr-O-PhF), veröffentlicht am 28. Februar 2007 und ergänzt diese durch darüber hinausgehende Inhalte und Verfahren für das Promotionsstudium Literaturwissenschaft.

Die strukturierte Promotionsbetreuung im Forum: Texte. Zeichen. Medien geht von einer Promotion innerhalb von drei Jahren aus. Drei Jahre beträgt die Förderhöchstdauer durch eines der Stipendien im Forum.

Möglich ist es, ein Vorsemester vorzuschalten, in dem ein Exposé ausgearbeitet oder gegebenenfalls überarbeitet wird, das nach einem halben Jahr vorgelegt und diskutiert wird. Derart soll der Übergang nach dem Abschluß eines MA-Programms in eine Promotion strukturiert begleitet werden. Die zugelassenen Teilnehmer sollen nach dem „Vorsemester“ ein  ausgereiftes Konzept der jeweiligen Arbeit in Form eines Exposés vorlegen und vor dem Forschungsteam Forum: Texte. Zeichen. Medien. zur Diskussion stellen. Danach wird über die (endgültige) Aufnahme in das Programm der Forschungsgruppe entschieden.
Derart wird die fachlich intensive und extensive Unterstützung bei der Erarbeitung eines tragfähigen Konzepts der Dissertation gewährleistet und die Einwerbung von Stipendien unterstützt.

Ausschreibung: die Plätze im Programm, insbesondere die Stipendien innerhalb des Programms werden ausgeschrieben. Dabei handelt es sich um Promotionsstipendien (+ Mittel für Reisen und Tagungen).

Aufnahme-Modalitäten: über die Aufnahme entscheidet das Gremium aller beteiligten Hochschullehrer/Innen und Wissenschaftler/Innen, sowie 2 Promovierende aus dem Programm. Einzureichen ist: ein kleines Exposé des Vorhabens (Fragestellung, Forschungsstand, Vorgehen, theoretische Rahmung, Arbeitsplan), Zeugnisse, Gutachten eines Hochschullehrers. Nach einer Vorentscheidung aufgrund der schriftlichen Unterlagen findet die Entscheidung über die Aufnahme aufgrund eines Gespräches statt.

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