Universität Erfurt

Slawistische Literaturwissenschaft

Für Studieninteressierte

Slawistik in Erfurt

Schlüsselqualifikationen in einem aktuell gefragten Bereich

In einer Zeit, in der sich die Europäische Union ostwärts - bis an die Grenze der Russischen Föderation und bis auf den Balkan - ausbreitet und immer mehr Kontakte in allen Lebensbereichen geknüpft bzw. wieder aufgenommen werden, bietet sich ein Studium an, das Kulturkompetenzen in diesem Bereich entwickelt. Die slawischen Kulturen sind keine ‚Exoten' hinter einer unüberwindbaren Grenze, sondern Freunde, Partner und nächste Nachbarn.  So öffnet ein Studium über diese aufstrebenden Nachbarn im gewaltigen Gebiet von Cheb (Eger) in Westböhmen bis hin nach Vladivostok am japanischen Merr und von Danzig in Nordpolen bis nach Sofia in Bulgarien unmittelbare Berufsperspektiven. Heute sind Kenner dieser Kulturen in Deutschland in einer verschwindenden Minderheit und deshalb sehr gefragt. Erfurt bietet ein Studium, das nicht nur Fakten und Sprachkenntnisse über dieses Kulturgebiet vermittelt, sondern kritisch-analytische Ansätze zur Auseinandersetzung mit den entsprechenden Kulturen entwickelt und damit Schlüsselqualifikationen bietet. Auch für Studierende aus Ost- und Ostmitteleuropa bietet das Studium eine hohe methodische Reflexion durch eine transkulturelle und intermediale Ausrichtung der Universität Erfurt.

Ein breites fachliches Spektrum im Rahmen der Erfurter Kulturwissenschaft

Der besondere Fächerzuschnitt an der Universität Erfurt verleiht diesem Studium unikale Konturen. Das Konzept des Studiengangs Bachelor Slawistik an der Universität Erfurt steht im Einklang mit den kulturwissenschaftlichen Konzeptionen der Philosophischen Fakultät als Ganzes. Er schreibt sich damit in ein Feld ein, das nicht nur die slawistischen Bestandteile der Literatur- und Sprachwissenschaft, sondern auch die Beschäftigung mit dem ost- und ostmitteleuropäischen Raum in den Medien-, Religions- und Geschichtswissenschaften im Blickfeld hat. Im Rahmen des Moduls "Russisch: Sprache und Kultur" können beispielsweise Veranstaltungen aus dem russischsprachigen Gebiet einbezogen werden. Der Studiengang BA-Slawistik versteht sich also nicht als traditionell philologisch sondern als inter- und transdisziplinär. Dies wirkt auch qualitätssichernd: der Bachelor Slawistik bezieht die Veranstaltungen seiner jeweiligen Module aus den jeweiligen Fachwissenschaften, die sich auf dem Niveau der heutigen Wissenschaft befinden (vgl. die Profilbeschreibungen der entsprechenden Seminare). Sowohl dieser generelle Ansatz als auch der Zuschnitt der jeweils beitragenden Disziplinen machen das Spezifikum des Erfurter Modells aus.

Ein komparatistischer Ansatz

Der Bachelor Slawistik in Erfurt baut auf einer spezifischen komparatistischen Linie auf, nämlich diejenige zwischen russischsprachigem und tschechischsprachigem (literarisch-medialem, linguistischem, kulturellem) Material. Aus diesem komparatistischen Ansatz ergibt sich einen kulturanalytischen Schwerpunkt, der es ermöglicht, zwei der wichtigsten slawischen Kulturen, deren Sprachen aus zweier linguistischen Untergruppierungen (ostslawisch, westslawisch) stammen und deren jeweilige Entwicklung mit grundlegend unterschiedlichen kulturgeschichtlichen Konstellationen verknüpft ist. Durch spannungs- und leidvolle Etappen (tschechoslowakische Legionen in Sibirien nach dem ersten Weltkrieg, sowjetische Okkupation nach dem zweiten Weltkrieg), sind die beiden Kulturen aber auch durch gemeinsames Schicksal verbunden. Im gesamtslawistischen Blick soll dieses kulturelle Feld mit anderen positiven und negativen slawischen Schicksalsgemeinschaften wie z.B. die K.-u.-K.-Monarchie verglichen werden.

Sprache und Kultur

Der Spracherwerb  im Bereich Russisch findet im integrierten Modul "Russisch: Sprache und Kultur"  statt, in dem sprachliches und kulturelles Wissen verknüpft und grundlegende kulturelle Kenntnisse vermittelt werden. Das Erreichen von bestimmten Sprachstufen wird somit in einen größeren kulturellen Zusammenhang eingebettet. Darüber hinaus können in Kursen des Sprachenzentrums zwei weitere slawische Sprachen erlernt werden: Polnisch und Tschechisch. In literatur- und sprachwissenschaftlichen Seminaren werden diese Kenntnisse durch weitere sprach- und insbesondere kulturgeschichtliche Aspekte ergänzt.

Sprungbrett ins Ausland heute und morgen

Das Auslandssemester bzw. -jahr ist ein integraler Bestandteil des Studiums der Slawistik, insbesondere für diejenigen, die mit geringen Russischkenntnissen das Studium aufnehmen. Die Zusammenarbeit mit russischen Partneruniversitäten (und mit tschechischen Partnern für den bohemistischen Bestandteil) ermöglicht eine intensive Beschäftigung mit Sprache und Kultur vor Ort.

Navigation

Untermenü

Werkzeugkiste

Nutzermenü und Sprachwahl