Universität Erfurt

UB-Einstieg für LitWisser

Trunkieren, Phrasensuche

Zwei Techniken zur Recherche in elektronischen Systemen (Datenbanken, Web-Suchmaschinen u.a.)

Trunkieren

lateinisch: truncare = abschneiden, englisch: truncation
Das Trunkieren ist eine Technik, mit der ein Wort an einer beliebigen Stelle "abgeschnitten" werden kann. Der Schnitt wird durch ein Trunkierungszeichen, oft ein * oder ein ? realisiert, das dem Computer sagt, er solle alle Zeichenfolgen suchen, die vor dem * oder dem ? stehen, und die nach diesem Trunkierungszeichen beliebig viele weitere Zeichen enthalten können. Diese Technik wird dann eingesetzt, wenn Begriffe offen gehalten werden sollen, z.B. weil man auch grammatische Formen (z.B. Plural oder Genitiv) oder Ableitungen des Wortes erfassen möchte.

Beispiel: die Eingabe der Zeichenfolge "arbeitslos?" findet folgende Zeichenfolgen/Wörter: arbeitslose, Arbeitsloser, Arbeitslosen, Arbeitslosigkeit, Arbeitslosenhilfe, Arbeitslosengeld, Arbeitslosenunterstützung, Arbeitslosenversicherung u.a.

Manche Datenbanken haben eine automatische Rechtstrunkierung eingestellt, in anderen wiederum kann man eine Rechtstrunkierung einstellen, z.B. im Online-Katalog der UB. Dort kann man in der (einfachen) Suche im Suchmenue die Option "Unscharfe Suche" mittels Anhaken aktivieren.

Technisch ist auch ein Trunkieren nach Links möglich, es ist aber weniger gebräuchlich.

Phrasensuche

Eine Phrase meint hier, dass dem Computer vorgegeben wird, welche Zeichenfolge er exakt zu suchen hat. Diese Vorgabe wird durch Anführungszeichen realisiert.

Beispiel: Die Eingabe der Zeichen "goethe in weimar" findet exakt diese Wortfolge im Titel. Ausgeschlossen werden damit beispielsweise folgende Titel "Goethe und Weimar" oder "goethe und Schiller in Weimar"

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