Universität Erfurt

MAX-WEBER-KOLLEG

Dr. Britta Müller-Schauenburg

ehemalige Post-Doktorandin am Max-Weber-Kolleg

Forschungsprojekt

Häresie und Recht in der Bibliothek Benedikts [XIII.]

Die Bibliothek des Avignoneser (Gegen-)Papstes Benedikt [XIII.] war eine der größten Bibliotheken im Raum des lateinischen Christentums am Beginn des 15. Jahrhunderts. Sie ist bekannt durch mehrere zeitgenössische, d.h. mittelalterliche, Buchverzeichnisse, und rund 500 Handschriften, die der Bibliothek zweifelsfrei zugeordnet werden können, obwohl sie sich heute in verschiedenen, über Europa verstreut befindlichen Beständen befinden. 

Das Habilitationsvorhaben untersucht die Verortung von Häresie und Recht in der Bibliothek, mit der Frage, ob und wie die Bibliothek als Spiegel und damit als Quelle zur Erforschung der Vorstellungswelt Benedikts [XIII.] gelesen werden kann.

Das Vorhaben wird seit 2009 bearbeitet an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt, 2009-2011 im Rahmen des SPP 1173 „Integration und Desintegration der Kulturen im europäischen Spätmittelalter“ und 2012-2015 im Rahmen eines Sachmittelprojekts, jeweils am Hugo von Sankt Viktor – Institut bis 03/2015 von der DFG finanziert. Die seit 2010 bestehende Assoziation in der Kolleg-Forschergruppe erweitert den institutionengeschichtlichen Fokus um die stete Kritik durch individualisierungs- und freiheitsgeschichtliche Anfragen, und trägt umgekehrt auch selbstkritische Aspekte und Funktionen der religiösen Institution in die Individualisierungshistoriographie zurück.

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