Universität Erfurt

Johann-Gottfried-Herder-Forschungsstelle

Projekte

J. G. Herders frühe Predigten. Königsberg und Riga (1762-1769)

Das Predigtamt bildet eine der stärksten Konstanten in Herders Schaffen. Es strukturiert seine Biographie, indem die öffentliche Kanzelrede an allen Lebensstationen zu seinen zentralen Aufgaben als Pfarrer und geistlicher Lehrer zählte. Zugleich und paradoxerweise ist die Predigt diejenige Textgattung in Herders Werk, die – gemessen an der Fülle des Materials – am wenigsten bekannt ist. Lediglich etwa ein Drittel von Herders ausgearbeiteten Predigten ist bis heute überhaupt ediert. An dieser Stelle setzt das von der Staatsministerin für Kultur und Medien und der Fritz Thyssen Stiftung gemeinschaftlich finanzierte Projekt an. Zum ersten Mal sollen Herders Predigten gesamthaft nach heutigen philologischen Standards aus den Handschriften ediert werden. Gegenstand des Vorhabens ist hierbei zunächst Herders frühes Predigtschaffen in den Jahren von 1762-1769. Damit ist im Wesentlichen der Zeitabschnitt abgedeckt, den Herder in verschiedenen geistlichen Funktionen in Riga zubrachte. Aus diesen Jahren sind ca. 70 ausformulierte Manuskripte erhalten, die jeweils eine Redezeit von etwa einer Stunde füllten. Neben der editorischen Darbietung des Materials soll eine Einführung erarbeitet werden, die Hilfestellungen zur Einordnung und Auswertung von Herders Predigtschaffen gibt.

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