11. Nov 2020 - 13. Nov 2020 | Max-Weber-Kolleg

Co-spatiality: Changing rules of double use, excluding, inviting, imagining

Veranstaltungsort
Dorint Hotel
Veranstalter
Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien
Referent(en)
verschiedene
Veranstaltungsart
Tagung/Kongress

Eine Veranstaltung der Kolleg-Forschungsgruppe (KFG): "Religion and Urbanity: Reciprocal Formations" (FOR 2779) am Max-Weber-Kolleg

Was passiert, wenn derselbe Raum von unterschiedlichen Personen für unterschiedliche, ja entgegengesetzte Zwecke genutzt wird? Von Muslims und Buddhisten, von Protestantinnen und Katholiken, von Sterbenden und Gebärenden, von Wäscherinnen und Pilgerinnen? Wie ist das, wenn man davon weiß oder es gar gleichzeitig stattfindet? Solche Praktiken und Vorstellungen, aber auch die Regelungen oder wenigstens Überlegungen, mit einer solchen Überlappung und Multifunktionalität von Räumen umzugehen, werden in der Sozialgeographie unter dem Stichwort „Ko-Spatialität“ diskutiert. Genau das ist das Thema einer Tagung der Kolleg-Forschergruppe (KFG) „Religion und Urbanität: Wechselseitige Formierungen“ vom 11. bis 13. November 2020. Unter den gegebenen Bedingungen findet sie mit den am Max-Weber-Kolleg in Erfurt anwesenden internationalen Fellows und weiteren per Videokonferenz zugeschalteten Expertinnen und Experten aus Indien wie den USA, Italien und Frankreich, in den Räumen des Dorint-Hotels statt.

In rund fünfzehn Diskussionsrunden werden Orte aus der gesamten Stadt- und Religionsgeschichte näher untersucht. Wie verhalten sich jüdische und christliche Umgangsformen und Vorstellungen des Jerusalemer Tempelberges zueinander? Wie nutzten die Bewohner Barikats im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan buddhistische Klöster im Umland – und wie deren Mönche die Stadt? Wie wurden und werden die Stufenanlagen an städtischen Flussufern in Indien genutzt, wie ihre Nutzung geregelt? Wie konnten Badeseen zu Heiligtümern werden? Und wer drängte mit welchen Zielen in frühneuzeitliche Schlafzimmer? Der wichtigste Theoretiker der „cospatialité“, Jacques Lévy, wird einen Eröffnungsvortrag halten.

„Ko-Spatialität“, so Dr. Elisa Iori, Organisatorin der Tagung, und Susanne Rau und Jörg Rüpke als Sprecher(in) der KFG, „ist ein zentraler Bestandteil der Arbeit der Forschungsgruppe. Wir freuen uns, dass es auch unter den gegenwärtigen Bedingungen gelungen ist, eine Tagung zu organisieren, deren Format der Auslotung eines ganz neuen Zugangs zu den historischen Veränderungsprozessen gibt.“

Organisatoren:
Dr. Elisa Iori, Prof. Dr. Susanne Rau und Prof. Dr. Jörg Rüpke

Anmeldung und Kontakt:
Um sich für die Online-Teilnahme anzumelden, wenden Sie sich bitte an Verona Schwarz:
urbrel-conf@uni-erfurt.de