Universität Erfurt

Max-Weber-Kolleg

Promotionsvorbereitung: Kultur- und Sozialwissenschaftliche Studien am Max-Weber-Kolleg

Für die Teilnahme an den einzelnen Modulen können Bescheinigungen ausgestellt werden, so dass die Teilnehmer/innen an der Promotionsvorbereitung entsprechende Nachweise erhalten. Das Aufnahmeverfahren in das Promotionsprogramm des Max-Weber-Kollegs bleibt davon unberührt.

Die Promotionsvorbereitung folgt einem modularisierten Aufbau und orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der jeweils Teilnehmenden. Es setzt sich zusammen aus den Modulen „Projektentwicklung“, „Literatur“, „Kolloquium“, „Seminar“ und „Kompetenzen“. Die ersten drei Module sind Pflichtmodule. Die anderen beiden sind Wahlmodule.

Im Modul Projektentwicklung werden gemeinsam mit dem/der Mentor/in Thema und Fragestellung erarbeitet und vertieft sowie die weiteren Arbeitsschritte und der Zeitplan festgelegt. In Absprache mit dem/der Mentor/in wird ein individualisierter Arbeitsplan erstellt, in dem die noch zu erwerbenden methodischen und inhaltlichen Elemente diagnostiziert und die ggf. zu besuchenden Seminar- und Kompetenz-Module festgelegt werden. Ebenso werden die zu besuchenden Kolloquientermine festgelegt. Im diesem Modul wird das Exposé des Promotionsvorhabens erstellt, das Grundlage für die Beurteilung des Promotionsvorhabens ist. Dieses Modul sieht 14-tägige Beratungstermine vor.

Das Modul Literatur dient der Erarbeitung eines Leseplans und der Auswertung der Lektüre zur Erarbeitung des Forschungsstandes für das Dissertationsvorhaben. In diesem Modul wird gemeinsam mit einem Fachbetreuer unter dem Aspekt der Einübung der Konzentration auf besonders relevante Literatur ein Leseplan erarbeitet und diese Literatur mit Bezug auf das zu erarbeitende Projekt diskutiert. Am Ende sollte als Ergebnis der Forschungsstand für das geplante Dissertationsvorhaben klar erhoben und die relevanten Forschungslücken beschrieben sein. Dieses Modul sieht Beratungstermine nach Absprache vor.

In Modul Kolloquium werden Projekte der Mitglieder des Max-Weber-Kollegs vorgestellt und aufgrund einer schriftlichen Vorlage, die eine Woche vor einem Kolloquiumstermin (max. 20 Seiten) zu versenden ist, kritisch diskutiert. Das Kolloquium dient der Präsentation, Diskussion und Überarbeitung eigener Arbeiten, besonders im Hinblick auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Teilnehmenden werden hier mit dem Weberschen Forschungsprogramm vertraut gemacht. Die Teilnehmenden an der Promotionsvorbereitung nehmen verpflichtend an 5-7 Kolloquien pro Semester teil. Sie lernen hier sich auf andere Projekte einzulassen und einen Perspektivenwechsel vorzunehmen sowie an einer interdisziplinären Diskussionskultur teilzunehmen.

Im Modul Seminar sollen die für das Promotionsvorhaben ggf. noch notwendigen methodischen Fähigkeiten sowie thematische Inhalte in Seminaren am Max-Weber-Kolleg oder der MA-Programme der Fakultäten der Universität Erfurt vermittelt werden. Es dient der Vermittlung und Vertiefung von relevanten Kenntnissen, Fähigkeiten und Schwerpunkten, insbesondere in Bereichen, die bislang nicht Teil des Studiums waren.

Im Modul Kompetenzen soll den Teilnehmer/innen die Möglichkeit geboten werden, notwendige Fähigkeiten zum konzentrierten und strukturierten Arbeiten in Hinblick auf die Erstellung einer umfangreichen Forschungsarbeit und ihre Verschriftlichung zu erwerben. Für das Modul können Weiterbildungsveranstaltungen der HIT oder für das Promotionsvorhaben relevante Sprachkurse belegt werden. Es ist ein Wahlmodul und kann auch für weitere Veranstaltungen aus dem Modul „Seminar“ genutzt werden. Im Rahmen dieses Moduls wird die Teilnahme an der Veranstaltung "Promovieren und Habilitieren am Max-Weber-Kolleg" dringend empfohlen.

Bewerbung: Einreichung der Bewerbungsunterlagen bis zum 31. August oder 28. Februar eines Jahres, Entscheidung durch den Kollegrat im September bzw. März eines Jahres, Start der Promotionsvorbereitung zum Vorlesungsbeginn (Anfang Oktober bzw. April) jedes Semesters.

Finanzierung: Finanzielle Unterstützung kann in Form von Hilfskraftverträgen oder Stipendien gewährt werden. Dabei ist zu beachten, daß in beiden Fällen die Zeit als Hilfskraft (bei mind. 10 Stunden Arbeitszeit pro Woche) oder Stipendienempfänger gemäß Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) auf die Promotionszeit angerechnet werden muß. Ein Arbeitsplatz wird nach Absprache am Max-Weber-Kolleg zur Verfügung gestellt.

Begleitung: Neben dem Mentor/der Mentorin können sich Teilnehmer/innen der Promotionsvorbereitung auch an die Kollegiatensprecher/innen wenden, wenn sie Fragen und Anregungen haben.

Hinweis: Die Aufnahme in das Programm zur Promotionsvorbereitung ist noch keine Annahme als Kollegiat/in des Kollegs. Die Teilnahme an Veranstaltungen des Kollegs ist daher nur in Rücksprache mit dem Mentor möglich.

Ansprechpartnerin für Bewerbungen: Dr. Elisabeth Begemann

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