Universität Erfurt

Prof. Dr. Bernhard Kleeberg

Profil

Die Erfurter Wissenschaftsgeschichte begreift Wissenschaften als Kulturen, mit ihren je eigenen Normen und Gewohnheiten, Idealen und Leidenschaften, ihren je eigenen Praktiken, Medien und Kommunikationen. Sie versteht sich als historische Wissensforschung, die dem Programm einer historisch-politischen Epistemologie und Praxeologie folgt, wenn sie Konstellationen untersucht, in denen Wissen selbst thematisch wird: seine Entstehung und Stabilisierung, seine Transformationen und Dekonstruktionen, seine Normal- und Ausnahmezustände, seine Qualifikationen als objektiv, perspektivisch oder wahr. Während in der Lehre auch der Bereich der Geschichte der Naturwissenschaften (vornehmlich der Biologie und Anthropologie) abgedeckt wird, konzentriert sich die Forschung auf die Geschichte der Sozial-, Geistes- und Humanwissenschaften des 18. bis 21. Jahrhunderts. Aktuell im Zentrum stehen die Wissensgeschichte Osteuropas, die Geschichte der Sozialpsychologie und eine historische Praxeologie der Wahrheit.

Angesiedelt am Max-Weber-Kolleg, ist die Wissenschaftsgeschichte eng mit dem Historischen Seminar der Universität Erfurt und dem Forschungszentrum Gotha verbunden, unter anderem über den Studiengang SWK und das EPPP Wissensgeschichte der Neuzeit. Die inhaltliche und methodische Ausrichtung der Professur spiegelt sich auch in der Schriftenreihe Historische Wissensforschung (HWF).

 

Navigation

Untermenü

Werkzeugkiste

Nutzermenü und Sprachwahl