Projektbeschreibung

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Was haben wir konkret vor?

Anhand von qualitativen Interviews mit sozial benachteiligten Ehrenamtlichen in verschiedenen Kontexten, sollen deren Zugänge zum Ehrenamt, deren Erfahrungen im Ehrenamt, ihre Motive und auch ihre Perspektiven, Wünsche und Vorschläge zur Gestaltung des Ehrenamts beleuchtet werden.

Aus diesen Erfahrungen sollen verallgemeinerbare Erkenntnisse ermittelt werden, die dazu beitragen können, Personen in sozial prekären Situationen eine Teilhabe am Engagement zu eröffnen. Wichtig ist, dass hier die Perspektive der Betroffenen in das Zentrum gerückt wird, dass sozial benachteiligte Personen zu Wort kommen und deren Erfahrungen und Sichtweisen ernst genommen werden.

Im Rahmen eines Citizen Science-Ansatzes sollen Gelingensbedingungen von Engagement von Personen, die in besonderer Weise von sozialer Ungleichheit betroffen sind, entwickelt werden. Hierzu gehören Rahmenbedingungen, Institutionalisierungsformen, Kommunikationsweisen, Organisation, Anerkennungskultur etc. Dabei werden diese Gelingensbedingungen nicht abstrakt entwickelt, sondern aus den konkreten Erfahrungen der Engagierten ermittelt und in Workshops mit Betroffenen validiert. Neben Workshops sollen auch Handreichungen für Organisationen, die mit Ehrenamtlichen arbeiten, und eine wissenschaftliche Publikation für den Wissenstransfer erarbeitet werden.

Welche Ergebnisse erwarten wir?

Es sollen Handreichungen für Organisationen, hier speziell für Mütterzentren und Caritas, für die Förderung der Beteiligung sozial benachteiligter Menschen erarbeitet werden, die auf die jeweiligen Zielgruppen hin angepasst werden.

Neben dem Transfer der Ergebnisse in die Zivilgesellschaft ist auch eine wissenschaftliche Publikation der Forschungsergebnisse in geeigneten Organen vo-gesehen, die einen Transfer auch in die Wissenschaft ermöglicht, insbesondere sollen hier auch selbstreflexiv die Bedingungen der Forschung auf Augenhöhe mit sozial benachteiligten Menschen thematisiert werden.

Warum ist unser Forschungsvorhaben relevant?

Ehrenamtliches Engagement ist eine wichtige Möglichkeit, um unterschiedlichen Vorstellungen des guten Lebens in einer Gesellschaft einen konkreten Ausdruck zu verleihen. Im Ehrenamt vergewissern sich Menschen dieser Vorstellungen, sie erfahren Anerkennung, bilden Netzwerke, üben sich in demokratische Prozesse ein und schaffen Beziehungen in der Zivilgesellschaft. Dies sozial benachteiligten Menschen zu ermöglichen, ist Ziel des Projekts.

# Beteiligung # Soziale Benachteiligung # Selbstwirksamkeit

Fragen zum Forschungsvorhaben oder zur Vernetzung?

Geschäftsführerin
(Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien)
Max-Weber-Kolleg (Steinplatz 2) / Raum 712 (6. OG)
Sprechzeiten
nach Vereinbarung
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