Universität Erfurt

Max-Weber-Kolleg

Nördliches Heidentum. Eine Diskurs- und Verflechtungsgeschichte in der Frühen Neuzeit

Während meines Aufenthalts am Max-Weber-Kolleg möchte ich mich der Frage widmen, wie sich die Vorstellung von einem nördlichen, also nichtrömischen Heidentum bei nord- und mitteleuropäischen Gelehrten der Frühen Neuzeit herausgebildet hat. Hierbei wird zu verfolgen sein, wie aus zunächst lokalhistorischen, antiquarischen Forschungen auf der Grundlage antiker Autoren, mittelalterlicher Chronistik und der Interpretation von Gegenständen allmählich eine Art germanisches Pantheon entsteht, das in Mitteleuropa um etwa 1700 zusehends unter den Einfluss der starken skandinavischen Eddarezeption gerät. Die Wandlungen, die das Bild vom nördlichen Heidentum auf diese Weise erfährt, die Interessen, die seine Erforschung unmittelbar motivieren, die Methoden und Medien, die frühneuzeitlichen Gelehrten dazu verhelfen, eine Vorstellung der heidnischen Vorzeit zu entwickeln, aber auch die Frage nach institutionellen Zentren, praxeologischen Aspekten und übergeordneten Erkenntnishorizonten sollen der entstehenden Monographie ihre Kontur verleihen.

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