Universität Erfurt

Max-Weber-Kolleg

Sarah Fischer: Junior Fellow

Universität Erfurt

Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien

Postfach 900 221

99105 Erfurt

Vita

  • 04/2018–10/2018 Junior Fellowship am Research Centre "Dynamics of Jewish Ritual Practices in Pluralistic Contexts from Antiquity to the Present", Max-Weber-Kolleg, Universität Erfurt
  • 08/2016–02/2018 Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Gymnasien, Edith-Stein-Schule Erfurt
  • 11/2015–08/2016 Wissenschaftliche Koordinatorin, Theologisches Forschungskolleg an der Universität Erfurt
  • seit 10/2012 Christoph-Martin-Wieland-Stipendiatin am Theologischen Forschungskolleg, Universität Erfurt
  • seit 10/2012 Doktorandin, Universität Erfurt, Katholisch-Theologische Fakultät, unter der Betreuung von Prof. Dr. Norbert Clemens Baumgart: „‘Raum schaffen und Grenzen überwinden‘ – Eine vergleichende Untersuchung von Spr 7; 8 und Hld 2; 3; 5; 8 sowie ihrer Verweisen auf Gen 1-3 unter besonderer Berücksichtigung der Konstruktion der Kategorie Raum“
  • 08/2011–05/2015 Studentische und wissenschaftliche Hilfskraft, Lehrstuhl für Exegese und Theologie des Alten Testaments an der Universität Erfurt, bei Prof. Dr. Norbert Clemens Baumgart und Professur/Bereich „Lektorat Biblisches Hebräisch“, bei Prof. Dr. Peter Stein
  • 09/2012 Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien
  • 10/2007–09/2012 Studium der Katholischen Theologie, Universität Erfurt
  • 10/2007–09/2012 Studium der Germanistik, Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • 10/2007–09/2012 Studium der Erziehungswissenschaften, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Forschungsprojekt

„Raum schaffen und Grenzen überwinden“ – Kanonisch-intertextuelle Analysen zum Hohelied unter besonderer Berücksichtigung der raum-anthropologischen Aspekte

Liebe im Kontext der Heiligen Schrift? Nicht im platonischen Sinne oder im Sinne von Nächstenliebe, sondern erotische Liebe, die Liebe zwischen Mann und Frau – genau dies hat das Lied der Lieder, das Hohelied, zum Thema. Ein Text der hebräischen Bibel, der das Thema Liebe in höchster sprachlicher und literarischer Schönheit zum Ausdruck bringt. Die Beziehung zwischen beiden Liebenden ist dabei geprägt von einem Suchen und Finden, von Sehnsucht und Verlangen, Vereinigung und Abgrenzung und widerspiegelt sich maßgeblich in der Raumkonzeption des Textes. Zur Analyse der Raumkonzeption wird in diesem Promotionsprojekt ein neues dreiperspektivisches Raummodell entwickelt, das die aktuelle Diskussion um den Spatial Turn reflektiert und schließlich als Analyseinstrument fungiert, um neuartige Auslegungsperspektiven auf den Text zu eröffnen. Räumliche und anthropologische Aspekte werden in diesem Modell zusammengedacht, sodass auch der Körper als eigener Raum reflektiert wird.

Während hermeneutisch Raum und Anthropologie im Vordergrund stehen, wird methodisch mit dem Konzept der Intertextualität gearbeitet, wobei besonderes Augenmerk auf die intertextuellen Beziehungen des Hoheliedes zum Rahmen des Buches der Sprichwörter (Spr 1–10; 31) gelegt wird. Dieser weisheitliche Text gibt Handlungsanweisungen für das konkrete gelingende Leben und als einen wichtigen Teilbereich des Lebens auch in Sachen Liebe. Der Kanon als Möglichkeitsraum eröffnet somit wiederum Beziehungsräume zwischen den Texten, die neue Sinnkonstruktionen aufzeigen. Welche Rollen die Frauenfiguren in beiden Texten spielen, sei es die Ehebrecherin, die fremde Frau in Spr 7, die Raum und Geschlecht vereint, oder sei es die fähige Frau in Spr 31, wird dabei im Fokus der Untersuchung stehen.

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