Universität Erfurt

Lehrstuhl für Pastoraltheologie und Religionspädagogik

Lehrveranstaltungen des Sommersemesters 2019

Materialien zu den Lehrveranstaltungen

Die Materialien zu den laufenden Lehrveranstaltungen finden Sie auf der Lernplattform

Moodle

der Universität Erfurt in passwortgeschützten Kursräumen.


Die Anmeldung geschieht mithilfe der Uni-Logindaten. Das Passwort wurde in den Lehrveranstaltungen bekannt gegeben oder Sie werden in Moodle vom jeweiligen Dozenten bestätigt.

Sollten Fragen oder Problemen auftreten, wenden Sie sich bitte per E-Mail an Lukas Hennecke.

Vorlesungen

Religiöses Lernen

Dozentin:            Prof. Dr. Maria Widl mit Florian Ulbrich

Wann:                 Dienstag 10 - 12 Uhr

Wo:                     SR 1

Beschreibung:     Religionspädagogik und Katechese basieren auf zwei grundlegenden Themenkreisen: erstens dem Verständnis und der Bedeutung von Religion in unserer Kultur und zweitens den verschiedenen Aspekten des Lehrens und Lernens. Diese zwei Themenkreise werden als Einführung in die Religionspädagogik ausführlich entfaltet.

Zur Vorlesung wird wöchentlich ein Lektürekurs angeboten: Donnerstag 14-16 Uhr, Seminarraum 4 (Domstraße 9).

 

Diakonische Pastoral

Dozentin:            Prof. Dr. Maria Widl mit Johannes Döring

Wann:                 Montag 10 - 12 Uhr

Wo:                     SR 1

Beschreibung:     Das Diakonische ist jener Grundvollzug von Kirche, der heute gesellschaftlich am meisten wahrgenommen wird und zugleich von hoher Dringlichkeit ist. Er umfasst die beiden Pole der Caritas einerseits, der Seelsorge andererseits. Die Vorlesung behandelt u.a. folgende Themen:

(1) Konzepte des Diakonischen, (2) Zu einer Theologie des Diakonischen, (3) Pastoral als diakonisches Handeln, (4) Sünde und Versöhnung, (5) Wohlbefinden und Sucht, (6) Armut und Elend.

Zur Vorlesung wird wöchentlich ein Lektürekurs angeboten: Donnerstag 14 - 16 Uhr, Seminarraum 3 (Domstraße 9).

Seminare

Transversalität

Dozentin:            Prof. Dr. Maria Widl

Wann:                 Dienstag 16 - 18 Uhr

Wo:                     SR 1

Beschreibung:    Religion kann man nicht lernen, wie ein anderes Schulfach. Daher ist ihre Didaktik von Besonderheiten geprägt im Spannungsfeld zwischen Kirche und Schule, zwischen Wissen und Bekennen, zwischen Reflektieren und Erspüren. Angesichts der gesellschaftlichen Säkularität zielt religiöse Bildung zudem darauf ab, gläubige Schüler dazu zu befähigen, ihren Glauben im Kontext kultureller Normalität zu begreifen, sowie nicht Getauften zu erschließen, was Glauben bedeutet.

 

Hauptseminar: „In welcher Gesellschaft leben wir? Einführung in Schlüsseltexte der Religionssoziologie und der soziologischen Deutung der Gegenwartsgesellschaft“

Dozentin:            Br. Dr. Michael Hainz SJ, Leipzig

Wann:                 Montag 14 - 18 Uhr, am 15.4./29.4./13.5./27.5./17.6./1.7.

Wo:                     [noch offen]

Beschreibung:    Die spezifische kulturelle, ökonomische, politische und religiöse Prägung der Gegenwart gut zu kennen ist für Theolog*innen aus zweierlei Gründen unerlässlich und hilfreich: Zum einen bildet erst ein reflektiertes Verständnis der geistigen und sozialen Gestalt der Jetzt-Zeit eine solide Grundlage dafür, die aus „fremden“ Zeiten stammenden Texte der Heiligen Schrift und der Tradition der Kirche für heutige Hörerinnen und Hörer der Frohbotschaft angemessen und fruchtbar zu „übersetzen“. Zum anderen wird der menschliche und pastorale Zugang zu den Menschen von heute erheblich erleichtert, wenn hinreichend verstanden wird, wie sie „ticken“.

Um Hilfestellungen für ein derartiges Verstehen der Zeitgenoss*innen und ihrer Prägungen zu bieten, werden zunächst grundlegende Kategorien der sozialen Analyse entfaltet, einschließlich der religiösen Dimension als besonderer Teil der Sozio-Kultur. Dann wird die wechselseitige Relation zwischen Gesellschaft und Religion als Gegenstand der Religionssoziologie und als Strukturgerüst dieses Seminars vorgestellt. Denn die dann folgenden Schlüsseltexte der klassischen und zeitgenössischen Religionssoziologie und der soziologischen Deutung der Gegenwartsgesellschaft wollen von diesen beiden „Enden“, Religion und Gesellschaft, her Horizonte zum besseren Verstehen der Gegenwart erschließen.

Behandelt werden u.a. neben Klassikern wie Émile Durkheim und Max Weber Konzepte des „sozialen Feldes“ (Pierre Bourdieu), der „Privatisierung“ und „Individualisierung“ (Thomas Luckmann und Ulrich Beck), der „Säkularisierung“ (Bryan Wilson, José Casanova) und der religiösen Pfadabhängigkeit von Gesellschaften (David Martin, Michael Hainz), der „Globalisierung“ und des „Populismus“, des „Informationszeitalters“ (Manuel Castells), der „Finanzialisierung“, der „Externalisierungsgesellschaft“ (Stefan Lessenich) und des „Terrestrischen“.

 

Ausgewählte Fragen der Pastoraltheologie und Religionspädagogik. Oberseminar im Kontext wissenschaftlicher Qualifikationsarbeiten: Geistlicher Missbrauch

Dozentin:            Prof. Dr. Maria Widl

Wann:                 Freitag 13-18 Uhr,

  15.03., 12.04., 10.05., 14.06., 12.07., 20.09.

Wo:                     SR 4

Beschreibung:    Teilnahme nach persönlicher Anmeldung bei Prof. Maria Widl!

Dieses Seminar ist speziell für Dissertanden, Magister Theologen, Staatsexamenskandidaten und alle jene gedacht, die an einer wissenschaftlichen Qualifikationsarbeit arbeiten. Es beinhaltet die wissenschaftliche Arbeit an einem Rahmenthema, die Diskussion der Konzepte der eigenen Arbeit, sowie die Erschließung wissenschaftlicher Arbeitsmethoden.

Der sexuelle Missbrauch hat die Kirche maßgeblich erschüttert. Im Zuge seiner Aufarbeitung ist klar geworden, dass es sich um einen Machtmissbrauch handelt, der nicht auf den sexuellen Bereich beschränkt ist. Es gibt auch einen geistigen Missbrauch: eine Übergriffigkeit auf Seele und Geist eines Menschen, der sich dagegen nicht ausreichend wehren kann. Zuerst kommt dies im Bereich mancher fundamentalistischer Bewegungen in den Blick, dann wird er auch als Problem von zumeist Frauenorden sichtbar. Er kann sich aber auch in Beichte und geistlicher Begleitung zeigen, sowie in Formen sozialer Kontrolle.
Dieses Seminar ist speziell für Dissertanden und Studierende gedacht, die an einer wissenschaftlichen Qualifikationsarbeit arbeiten. Es beinhaltet die wissenschaftliche Arbeit an einem Rahmenthema, die Diskussion der Konzepte der eigenen Arbeit, sowie die Erschließung wissenschaftlicher Arbeitsmethoden. Interessierte Studierende, die in anderen Fächern arbeiten, sind explizit herzlich willkommen! Wegen der Brisanz des Themas ist das Oberseminar in diesem Semester für alle Interessierten geöffnet.

Übungen und Praktika

Homiletische Übungen

Dozentin:            Prof. Dr. Maria Widl

Wann:                 Montag, 16- 18 Uhr

Wo:                    SR 2

Beschreibung:    Die Homiletischen Übungen sind als Hinführung und Ersterfahrung des eigenen Predigens auf der Basis einer vierfachen wissenschaftlich-spirituellen Erarbeitung konzipiert. Wiewohl die Homilie im Gottesdienst mit Eucharistiefeier dem Weiheamt vorbehalten ist, gibt es auch für Laien viele Gelegenheiten und Notwendigkeiten zur Predigt oder einem geistlichen Wort: bei Wortgottesfeiern in Schule, Ökumene und in priesterlosen Gemeinden, als Statio oder Hinführung zu den Lesungen im Gottesdienst, bei Andachten, Tagzeitliturgien, Gebets- und Meditationstreffen, im Rundfunk und im Internet.

 

Schulpraktische Übungen Grundlage

Dozentin:            Rudi Haase

Wann:                Freitag, 14- 16 Uhr

Wo:                    SR 3

Beschreibung:        Die Schulpraktischen Übungen bereiten auf ein Schulpraktikum samt eigenem Unterrichtsversuch vor. Dabei soll in einem ersten Schritt über die Rolle des Religionslehrers / der Religionslehrerin nachgedacht werden, aber auch über das Personengeflecht "Schule" mit Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen und Eltern. Es werden sowohl Konzepte vorgestellt, Unterricht zu beobachten und zu dokumentieren als auch Grundzüge der Planung von Unterrichtsstunden eingeübt. Es geht im Weiteren vor allem um Fragen der Ziele und Methodiken des Religionsunterrichtes, der Lehrpläne und Lehrbücher, der relevanten Medien und anderer didaktischer Fragestellungen. Zu den Schulpraktischen Übungen gehören die Durchführung des Praktikums und die Erstellung eines Praktikumsberichtes.

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