Grenzgänger und Grenzobjekte: Karten und wissenschaftliche Sammlungen der deutschen Palästinaforschung 1877-1929

Das Forschungsprojekt untersucht Karten sowie botanische und ethnologische Sammlungen der deutschen Palästinaforschung als Grenzobjekte (Star,Griesemer, 1989) die Wissensbestände zwischen Theologen, Naturwissenschaftlern und frühen Zionisten vermittelten. Auch die Rolle palästinischer Forscher wird durch die Arbeit einer neuen Bewertung unterzogen.

Der Betrachtungszeitraum der Arbeit liegt zwischen 1877, dem Gründungsjahr des Deutschen Vereins zur Erforschung Palästinas und dem Jahr 1929, das eine Vorstufe zum Nahostkonflikt markiert. Ausgangspunkt der Überlegung ist das Palästina sowohl als Land der Bibel als auch als potenzieller kolonialer Raum durch deutsche Forscher untersucht wurde. Anhand der Wissensdinge, die als Referenzen für Palästina dienten, eröffnet sich eine Verflechtungsgeschichte, die unerwartete Kooperationen und gemeinsame Wahrnehmungen des Landes offenlegt.

Bearbeiter: Tobias Möricke M. A.

Bild: Karl v. Raumer, Friedrich v. Stülpnagel: Palästina, 3. Aufl., Gotha 1853–1862 © Sammlung Perthes.