Willkommen auf den Seiten der Professur für Mittelalterliche Geschichte

Der Epochenbegriff Mittelalter kennzeichnet ein Jahrtausend Geschichte in den Ländern und Regionen Europas zwischen etwa dem 6. und dem 16. Jahrhundert. Ihre Erforschung ist ein Gegenstand der Mediävistik, deren interdisziplinärer Impuls unserer wissenschaftlichen Arbeit und Lehre zugrunde liegt.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Konfigurationen und dem Wandel politischer und sozialer Ordnungen, dem Verhältnis von Religionen und sozialen Gruppen, der Geschichte von Geschlechterkonzeptionen und den raumzeitlichen Dimensionen mittelalterlicher Vorstellungswelten. Theoretisch-methodisch sind diese Forschungsfelder an neueren kultur- und sozialwissenschaftlichen sowie historisch-anthropologischen Ansätzen orientiert.

Wenzel
Zwei Abbildungen aus der sog. Wenzelsbibel (Codices vindobonenses Nr. 2759–2764, Österreichische Nationalbibliothek)

Aktuelles

Kolloquium im Sommersemester 2020

Workshop "Jenseits des Zeitstrahls" / "Beyond the timeline"

Call for Papers

Im September veranstaltet die Professur für Mittelalterliche Geschichte gemeinsam mit Prof. Markus Vinzent (Max-Weber-Kolleg Erfurt/King’s College London), Marie-Anne Vannier (Université Metz), Prof. Dr. Dietmar Mieth und der Meister-Eckhart-Forschungsstelle Erfurt einen Workshop zum Thema "Jenseits des Zeitstrahls". Den Aufruf finden Sie hier in deutscher und englischer Sprache. Wir freuen uns auf Ihren Beitrag!

Tagung: Das Frontend als 'Flaschenhals'? Mediävistische Ressourcen im World Wide Web und ihre Nutzungspotentiale für eine Digitale Prosopographie

Aufzeichnungen zahlreicher Vorträge der Tagung finden Sie auf der Website der Digitalen Bibliothek Thüringen, sowie einen Tagungsbericht auf der Website der Arbeitsgruppe Mephisto.

Die Digitalisierung stellt die heutigen Geisteswissenschaften in vielfältiger Hinsicht vor neuartige Herausforderungen. Als Medienwandel eröffnet sie völlig neue Möglichkeiten, das Wissen über Menschen, menschliche Gesellschaften und ihre Kultur effektiv und allgemein verfügbar zu machen und den wissenschaftlichen Austausch zu intensivieren. Als Methodenwandel ändert sie die Praxis wissenschaftlichen Arbeitens selbst, indem sie den Methodenkanon der Geisteswissenschaften um eine informatisch-mathematische Komponente erweitert, was große Innovationspotentiale verheißt. Dieser Transformationsprozess erfordert aktive Anpassungs- und Lernprozesse der Forscher, Bereitschaft zu interdisziplinär-kooperativem Arbeiten und nicht zuletzt eine aufmerksame Rezeption, Diskussion und Steuerung der sich vollziehenden Veränderungen in den geisteswissenschaftlichen Disziplinen.

Damit verbunden ist die Notwendigkeit, Diskussionsforen zu schaffen, in denen die mit der digitalen Transformation verbundenen Fragen diskutiert werden. Als ein solches Angebot versteht sich die geplante Tagung: Sie soll „Anbieter“ und „Nutzer“ fachspezifischer digitaler Ressourcen zusammenbringen, damit diese ihre Angebote und Bedürfnisse optimal aufeinander abstimmen und gemeinsam über innovative Weiterentwicklungen bestehender Ressourcen und Workflows nachdenken können.

In der ersten Sektion sollen Online-Quellenrepositorien, die eine Grundlage für eine mediävistische Digitale Prosopographie darstellen, vorgestellt werden. Neben einer Vorstellung ihrer Inhalte ist insbesondere die Frage nach Schnittstellen und Exportmöglichkeiten der Daten zu stellen sowie nach Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit Nutzern, etwa hinsichtlich des Nutzungsverhaltens und der Möglichkeit des Feedbacks.

Die zweite Sektion nimmt sich der Nutzerperspektive an, indem laufende mediävistisch-prosopographische Forschungsprojekte vorgestellt werden, welche in größerem Umfang auf digital verfügbarem Material aufbauen. Der Fokus richtet sich auf die Darstellung des eigenen Forschungsinteresses, des Workflows mit seinen analogen wie digitalen Komponenten sowie der praktischen Erfahrungen im Umgang mit den genannten (und anderen) digitalen Ressourcen.

Die dritte Sektion thematisiert die Weiterentwicklung der Online-Repositorien bzw. die Vertiefung ihrer Kooperation sowie das sich ändernde Verhältnis zwischen Anbietern und Nutzern digitaler Angebote. So sollen etwa am Beispiel mediävistischer Wikipedia-Angebote die Potentiale der Citizen Science diskutiert und der kollaborative Arbeitsprozess von Institutionen, Experten und interessierten Laien analysiert werden.

Geplant ist weiterhin eine Round-Table-Diskussion, die sich mit wissenschaftssoziologischen, -politischen und -kulturellen Aspekten des digitalen Transformationsprozesses in der Geschichtswissenschaft befassen soll; ein Abendvortrag über Erkenntnispotentiale digital gestützter mediävistischer Forschung (am Beispiel der Historischen Netzwerkanalyse) rundet die Tagung ab.

Organisatoren:

Clemens Beck, M. A., Institut für Informatik Jena,

PD Dr. Robert Gramsch-Stehfest, Historisches Institut Jena,

Dr. Christian Knüpfer, Institut für Informatik Jena,

Dr. Christian Oertel, Historisches Seminar Erfurt

Förderer:

Fritz Thyssen Stiftung
Michael-Stifel-Centre Jena
Universität Erfurt
Netzwerk für digitale Geisteswissenschaften und Citizen Science Erfurt

Das Programm der Tagungfinden Sie hier.

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(Historisches Seminar)
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(Historisches Seminar)
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