MEd WiSe 2019/20 Vorlesung

Vom Umgang mit der Vergangenheit

Dozentin: Christiane Kuller
christiane.kuller@uni-erfurt.de

Veranstaltungstyp, Modul(e), Termin(e) und Ort(e)

Vorlesung: LP 3

Dienstag 16-18 Uhr | LG 4/D05

MEd R 2014 FDGe01#01 // V 3LP 
 

Kommentar

Geschichte hat Konjunktur. In der Öffentlichkeit sind historische Themen allgegenwärtig. In Kino und Fernsehen, in Ausstellungen, Gedenkstätten und Ehrenmälern, in Presse und Medien sind historische Themen nahezu omnipräsent. Als Ausdruck von Geschichtskultur sind sie wesentlicher Bestandteil der Geschichtsdidaktik. Denn Geschichtsunterricht kann sich nicht darauf beschränken, allein „Faktenwissen“ zu vermitteln. Es geht darum, ein kritisches Geschichtsbewusstsein zu entwickeln, das einen kompetenten Umgang mit der Vergangenheit ermöglicht - nicht nur im Klassenzimmer (oder im universitären Seminarraum), sondern in tagtäglichen Alltag.

Die Vorlesung diskutiert in einem ersten Teil, wie sich unsere Geschichtskultur gegenwärtige zeigt und von welchen Faktoren sie geprägt ist. In einem zweiten Teil werden fachdidaktische Prinzipien und Methoden vorgestellt. Zur Veranstaltung gehört schließlich auch ein Schwerpunkt zum Thema „Lernen am außerschulischen Lernort“. Dazu werden wir in Gedenkstätten, Museen und historische Orte gehen und mit den pädagogischen Referenten vor Ort über die didaktischen Konzeptionen sprechen.

MEd WiSe 2019/20 Seminare

Zeitzeugenbefragung. Zur Geschichte und Methodik einer unterschätzten Quellen-Gattung

Dozent: Patrice Poutrus
patrice.poutrus@uni-erfurt.de

Veranstaltungstyp, Modul(e), Termin(e) und Ort(e)

Seminar | LP: 3

Mittwoch 16-18 Uhr | LG 4/D07

MEd R 2014 FWGe#08 // S 3LP 
 

Kommentar

Dieser Lehrveranstaltung bietet einen Einblick in die große thematische, methodische und methodologische Breite und Tiefe der Biographieforschung und präsentiert einen Überblick über die verschiedenen Theorien, Ansätze und Forschungsfelder. Im Anschluss daran, werden praktische Übungen zur Interviewführung mit Zeitzeugen und zur Interviewauswertung angeboten. Diese Lehrveranstaltung kann somit als erster methodischer Schritt zur Entwicklung von Qualifikationsarbeiten auf dem Feld der Oral History genutzt werden, die im Rahmen des BMBF-Projektes „Diktaturerfahrung und Transformation - Partizipative Erinnerungsforschung“ angestrebt werden.

Literatur: Robert Perkins/ Alistair Thomson (Ed.) The oral history reader, London/New York 2015. Helma Lutz/ Martina Schiebel, Elisabeth Tuider (Hg.) Handbuch Biographieforschung, Wiesbaden 2018.


Dimensionen Historischen Lernens

Dozentin: Antje Schedel
antje.schedel@uni-erfurt.de

Veranstaltungstyp, Modul(e), Termin(e) und Ort(e)

Seminar | LP: 3

Montag 16-18 Uhr | LG 4/D06

MEd R 2014 FDGe01#02 // S 3LP 


Flucht, Exil, Rückkehr: Diktaturerfahrungen des 20. Jahrhunderts in regionaler und globaler Perspektive/Exile and Return of Political Refugees: Experiencing Dictatorship and War and its Aftermath in the Twentieth Century

Dozent: Florian Wagner
florian.wagner@uni-erfurt.de

Veranstaltungstyp, Modul(e), Termin(e) und Ort(e)

Seminar | LP: 3

Dienstag 16-18 Uhr | LG 1/104

B Ges 2012 E06#02 // S 3LP 
B Ges 2012 W06#02 // S 3LP 
MEd R 2014 FWGe#09 // V 3LP   
 

Kommentar

Exilerfahrungen sind in der Geschichtsschreibung, in Memoiren, in der Philosophie und in der Kunst in großem Stile thematisiert worden. Für Menschen, die vor Diktaturen oder Kriegen flohen, war der Einschnitt so groß, dass sich aus ihren Erfahrungsberichten ein neues Genre der Exilliteratur bildete. Während die Auseinandersetzung mit der erzwungene Fremdheit darin viel Platz einnahm, ist die Rückkehr nach dem Ende der Diktaturen und Kriege seltener zur Sprache gebracht worden. Dieses Seminar beschäftigt sich mit Menschen, welche durch Diktaturen und Kriege zur Flucht gezwungen wurden, aber nach deren Ende kurzzeitig oder für immer zurückkehrten. Beispiele, die uns Nahe liegen, sind die Rückkehrer nach 1945, die Rückführung von so genannten Displaced Persons in den 1950er Jahren, und das Zurückkommen von „Republikflüchtlingen“ nach dem Ende der DDR. Das Seminar behandelt aber auch in globaler Perspektive Remigration in Postkonfliktzonen in Lateinamerika, Afrika, und Asien von den 1960er bis in die 1990er Jahre. Von den Seminarteilnehmern wird erwartet, dass Sie die wöchentliche Lektüre auf Deutsch oder Englisch bewältigen. Sie sollten auch bereit sein, selbst Zeitzeugen zu befragen und Informationen über die Situation von Rückkehrern zu sammeln. Unter Vorbehalt finanzieller Unterstützung sind Kooperationen mit den KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Bergen-Belsen geplant, die die Rückkehr ehemaliger Insassen teilweise dokumentiert haben.

English Version: As a consequence of dictatorships, wars, and expulsions, many people lived through the experience of exile in the twentieth century. Those who were forced to leave their countries frequently wrote about their experience in exile. The topic is omnipresent in historiography, literature, philosophy, and art. Those who returned after the end of authoritarian regimes and wars, however have been rather silent. This seminar choses a historical perspective to look at return processes after the fall of dictatorships and wars. We will particularly focus on more familiar cases, such as the returnees after 1945, the repatriation of Displaced Persons in the 1950s, and the return of those who fled the GDR after 1990. But we will spend an equal amount of time to analyze the return into post-conflict zones in Africa, Asia, and Latin America between the 1960s and the 1990s. To achieve this goal we will use methods of global and comparative history. If you want to participate in the seminar, you should be willing to engage with the weekly reading (which is in English and German). You might also be asked to make interviews with those who have lived through processes of return. If funding is available, we will go on study trips to former concentration and displaced persons camps in Buchenwald and Bergen-Belsen. Being memorials today, their employees often documented the reactions of former inmates who returned to the camps. English-speakers are highly welcome to join the seminar and are free to make any contribution in English.

Literatur: Irmela von der Lühe/Axel Schildt/Stefanie Schüler-Springorum (Hrsg.). "Auch in Deutschland waren wir nicht wirklich zu Hause." Jüdische Remigration nach 1945, Göttingen 2008; Marita Krauss, Heimkehr in ein fremdes Land. Geschichte der Remigration nach 1945, München 2001; Exilforschung. Ein internationales Jahrbuch, Bd. 9: Exil und Remigration, München 1991; Fuchs-Schündeln, N. und M. Schündeln(2009): Who Stays, Who Goes, Who Returns? East-West Migration within Germany since Reunification, Economics of Transition, 17(4), S. 703–738; Thomas C. Wright and Rody Oñate Zúñiga, Chilean Political Exile Perspectives 34, 4, Exile and the Politics of Exclusion in Latin America (Jul., 2007), 31-49; Fran Markowitz, Anders H. Stefansson (Hrsg.), Homecomings: Unsettling Paths of Return (Oxford 2004).

Fachdidaktisches Schulpraktikum

Dozentin: Antje Schedel
antje.schedel@uni-erfurt.de

Veranstaltungstyp, Modul(e), Termin(e) und Ort(e)

Berufsorientiertes Praktikum | LP: 3

nach Vereinbarung

MEd R 2014 FDGe01#03 // Pr 3LP