Doktorandin an der Professur für Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik (Historisches Seminar)

Besucheranschrift

Campus
Nordhäuser Str. 63
99089 Erfurt

Postanschrift

Universität Erfurt
Historisches Seminar
Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik
Postfach 90 02 21
99105 Erfurt

Karen Bähr

Zur Person

PROFIL UND PUBLIKATIONEN

  • seit 2019 in der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung zuständig für Ausstellungen und Öffentlichkeitsarbeit
  • 2016-2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik
  • 2014-2016 wissenschaftliche Volontärin in der Gedenkstätte Bergen-Belsen
  • 2007-2014 Studium Geschichte, Germanistik und Public History an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Freien Universität Berlin

Forschungsschwerpunkte

  • Erfahrungs- und Erinnerungsgeschichte des Ersten Weltkriegs
  • Public History
  • Geschichte des Nationalsozialismus

Aktuelle Forschungsprojekte

Promotionsprojekt: "Zusammenbruch und Neuanfang - Heimkehr in Deutschland und Österreich 1918-1938" / "To return or to come home? World War I veterans and their way back, Germany and Austria 1918-1938"

Gegenstand dieses Projektes ist die Rückkehr von Soldaten und anderen Kriegsbeteiligten nach Deutschland und Österreich am Ende des Ersten Weltkriegs und der Prozess der Wiederaufnahme eines zivilen Lebens. Die Heimkehr der Soldaten, Krankenschwestern und Etappenhelferinnen betraf alle gesellschaftlichen Gruppen und Lebensbereiche: Zwischen 6 und 8 Millionen Soldaten kehrten von ihren Einsatzorten in- und außerhalb der deutschen Grenzen zurück, auf das Gebiet Österreich-Ungarns um die 2 Millionen Soldaten. Diese Arbeit beschäftigt sich einerseits mit den Erfahrungen, die Heimkehrer und Aufnahmegesellschaft bei der Rückkehr machten, und andererseits mit den gesellschaftlichen Narrativen und Darstellungen von Heimkehrern. Diese Arbeit betont die Erfahrungsperspektive der historischen Subjekte, welche weit mehr waren als Objekte eines historischen Umbruches und staatlicher Planungen. In einer Arbeit an der Schnittstelle zwischen Sozial- und Kulturgeschichte sollen sowohl die Erfahrungen, die Soldaten, Krankenschwestern und Etappenhelferinnen bei der Heimkehr machen, als auch die der Aufnahmegesellschaft anhand der Lebensbereiche Familie, Wohnen und Arbeit untersucht werden. Die Gemeinsamkeit der Ereignisstruktur von Kriegsende, Heimkehr und Revolution in Deutschland und Österreich führte dazu, dass beide Nationen eine Erzählgemeinschaft zur Erfahrung von Heimkehr und Neuordnung bilden konnten. Ein Beispiel dafür sind die Romane, die österreichische Autoren wie Leo Perutz oder Joseph Roth über Heimkehr der Soldaten in Deutschland publizierten. Sie wurden zu Bestsellern.