Evaluation des Projektes „Geteilte Geschichte, lebendige Gegenwart"

Kommunale Dialoge zur kollektiven Auseinandersetzung mit der Transformations- und Vereinigungsgeschichte in Südthüringen und Partnerstädten (Projektträger Mehr Demokratie e.V.) 

Projektbeschreibung

Auch nach 35 Jahren Vereinigung bestehen weiter Sprachlosigkeiten, Missverständnisse, Wissenslücken und Konfliktpotenziale zwischen Menschen aus „Ost“ und „West“. Der Verein Mehr Demokratie e.V. (Berlin) möchte Räume für Kommunikation öffnen, in denen Ost- und Westdeutsche sowohl für sich als auch gemeinsam neue Perspektiven auf die deutsche Geschichte entwickeln.

Dazu werden auf kommunaler Ebene Dialogveranstaltungen realisiert, in deren Mittelpunkt der Austausch persönlicher Aussagen, Beobachtungen und Erinnerungen stehen. Das von Mehr Demokratie entwickelte Dialogformat Sprechen & Zuhören bietet hierfür einen geschützten Rahmen. Dieses niedrigschwellige Format schafft Räume, in denen sich Bürgerinnen und Bürger begegnen und zu kontroversen Themen austauschen. Die kommunalen Dialoge fokussieren sich thematisch auf verschiedene Aspekte der Teilung Deutschlands, der Geschichte der DDR, der Vereinigung und der nachfolgenden Transformation.

Das Projekt möchte dabei auf bestehende städtepartnerschaftliche Beziehungen und Strukturen zwischen den Städten Meiningen und Neu-Ulm sowie Hildburghausen und Würselen aufbauen. Die Begegnungsräume zielen darauf ab, die Beziehungen zwischen den Bürgerinnen und Bürgern der Partnerstädte zu vertiefen.

Das Format und dessen Realisierung im konkreten Projekt werden begleitend von einem Wissenschaftler:innen-Team der Hochschule Zittau/Görlitz (TRAWOS-Institut, Prof. Raj Kollmorgen, Renke Scholz) und der Universität Erfurt (Oral-History-Forschungsstelle, Dr. Agnès Arp, Anna-Lisa Antz und Fulko Meyer) evaluiert.

Team

Projektleitung:

Dr. Agnès Arp (Oral-History-Forschungsstelle)

Prof. Dr. phil. habil. Raj Kollmorgen (TRAWOS, Hochschule Zittau/Görlitz)

 

Mitarbeiter*innen an der Oral-History-Forschungsstelle:

Anna-Lisa Antz, Fulko Meyer (Werkvertragsbasis)

Zuwendungsgeber

Bundesstiftung Aufarbeitung