Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2020/21

Lehre in Zeiten von Corona/ COVID-19

Auf Grund der durch den Ausbruch des Corona-Virus bedingten Einschränkungen werden Kurse auf absehbare Zeit online stattfinden. Dies wird über Programme wie Webex oder direkt über die moodle-Plattform funktionieren. Um an einem Kurs teilzunehmen und weitere Informationen zu erhalten, schreiben Sie bitte dem jeweiligen Dozierenden eine E-Mail. [Stand: 16.10.2020]

B.A. Veranstaltungen

Geschichte des Kapitalismus in den USA

Seminar

Dozent/in: Felix Krämer

Modul(e): W04

Leistungspunkte: 3

Termin: Dienstag, 16-18 Uhr

Beschreibung: Das Seminar bietet einen Überblick zur Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika unter dem Blickwinkel, dass dies die Geschichte einer kapitalistischen Gesellschaft ist. Der Seminarplan führt uns von der Plantagenarbeit in den nordamerikanischen Kolonien über die wirtschaftlichen Zusammenhänge der Amerikanischen Revolution, von Sklaverei und Bürgerkrieg bis in die sozialen Verteilungskämpfe des 20. und 21. Jahrhunderts. Im Verlaufe des Seminars soll deutlich werden, dass die Betrachtung von Ökonomiegeschichte mehr ist als die Geschichte der produzierenden Wirtschaft und dass Wirtschafts- und Finanzgeschichte nicht erst mit dem Platzen der Immobilienblase 2008, einer geschrumpften Rentenvorsorge oder der Bildungsüberschuldung vieler US-Amerikaner/innen breite gesellschaftliche Kreise betrifft. Ein systematischer Blick auf die Geschichte des Kapitalismus in den USA zeigt vielmehr, dass ungleiche Eigentumsverhältnisse, Konsumpraktiken oder Schulden stets das Leben und die Handlungsspielräume vieler Menschen in den USA prägten – je nach sozialer Einbindung oder Klassenposition eben auf unterschiedliche Weise. Neben class spielen die Kategorien race und gender eine wichtige Rolle für die Betrachtung der Geschichte des Kapitalismus in den USA. Das werden wir an Sekundärtexten und ausgewählten Quellen erarbeiten. Wir werden einen an aktuellen geschichtstheoretischen Diskussionen orientierten Fokus auf die Geschichte der Vereinigten Staaten richten und unterschiedliche Zugänge auf Kapitalismusgeschichte kritisch zueinander in Bezug setzen.

Eigentums- und Geschichtspolitik. Der Einfluss der USA auf die deutsche Restitutions- und Reparationspraxis nach 1945

Seminar

Dozent/in: Anna Corsten

Modul(e): W9, W10, E8

Leistungspunkte: 9

Termin: Montag, 12-14 Uhr

Beschreibung: Nach Ende des Zweiten Weltkrieges stellte sich nicht nur die Frage, wie die Täter zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Debattiert wurde außerdem, wie die Opfer entschädigt werden konnten. Die Besatzungspolitik der Alliierten, besonders der USA, prägte die Restitutions- und Reparationspraxis im geteilten Deutschland maßgeblich. Auch nach Ende des Kalten Krieges übten die USA in diesem Bereich Einfluss auf das wiedervereinigte Deutschland aus. Dieses Seminar rückt die Restitutions- und Reparationspolitik in einen breiteren Kontext der amerikanischen Deutschlandpolitik. Es fragt zudem, wie gesellschaftliche Umbrüche, die Bedeutung von Eigentum und der Blick auf die NS-Vergangenheit zwischen 1945 und 1998 die Restitutions- und Reparationspolitik beeinflusst haben. 

US-Geschichte des 19. Jahrhunderts

Vorlesung

Dozent/in: Jürgen Martschukat

Modul(e): W04

Leistungspunkte: 3

Termin: Mittwoch, 10-12 Uhr

Beschreibung: Die Vorlesung verfolgt das Ziel, einen Überblick über die US-amerikanische Geschichte des langen 19. Jahrhunderts zu bieten. Themen werden sich erstrecken von der amerikanischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg aus US-amerikanischer Perspektive. Ein Akzent wird auf sozial- und kulturgeschichtlichen Fragen liegen. Ein Quellenreader wird ebenso auf Moodle bereitgestellt wie das wöchentliche Pensum in Form einer besprochenen Powerpoint. Für Rückfragen und Diskussion stehe ich jede Woche zur Vorlesungszeit für 30 Minuten zur Verfügung.

IPS - Erinnerungen

Seminar

Dozent/in: Franziska Rantzsch/ Lisa Patt

Modul(e): W01

Leistungspunkte: 9

Termin: Montag, 14-16 Uhr / Donnerstag, 16-18 Uhr

Beschreibung: Die Lehrveranstaltung widmet sich dem Thema der „Erinnerungen“, welches anhand ausgewählter Beispiele aus diversen historischen Kontexten behandelt wird. Ziel der Veranstaltung ist es, die grundlegenden Aspekte des wissenschaftlichen Arbeitens und unterschiedliche Teilbereiche der Geschichtswissenschaft sowie des historischen Arbeitens kennen zu lernen.   

Der erste Teil des Seminars wird von Franziska Rantzsch (Globalgeschichte des 19. Jahrhunderts) geführt, der zweite Teil von Lisa Patt (Nordamerikanische Geschichte).

M.A. Veranstaltungen

Risikogeschichte: Gefahren, Bevölkerungspolitik und Seuchen vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart

Seminar

Dozent(in): Felix Krämer

Modul(e): M12, M14, M15, M16

Leistungspunkte: 6/9

Termin: Mittwoch, 12-14 Uhr

Beschreibung: Risiken bedrohen nicht nur jede Zukunft, sie haben auch eine Geschichte. Genau genommen haben unterschiedliche Risiken sogar verschiedene Geschichten, die wir in diesem Seminar aus dem Blickwinkel des relativ jungen Feldes der Risikogeschichte betrachten und in diese einordnen werden. Seuchengefahren, wie gegenwärtig in aller Munde, sind dabei lediglich ein Betrachtungsgegenstand, dem wir uns historisch vom 17. Jahrhundert annähern. Armut, Kriminalität, Kriege, Verkehrschaos, Umweltkatastrophen, Krankheit oder Kreditrisiken sind weitere Bereiche, die wir im Verlaufe der Veranstaltung betrachten, um sie anhand ausgewählter Primärquellen und Sekundärtexte als geschichtlich entstandene Diskurse zu entziffern. Das Seminar bietet solche Einblicke anhand transkultureller sowie regional entstandener Phänomene. Wir werden das Thema mithilfe unterschiedlicher theoretischer und methodischer Werkzeuge bearbeiten und am Ende nach Möglichkeit Perspektiven für weiterführende Arbeiten im Forschungsfeld gefunden haben.

Antisemitismus und Rassismus

Seminar

Dozent/in: Vera Kallenberg

Modul(e): M12, M14, M15, M16

Leistungspunkte: 6/9

Termin: Dienstag, 14-16 Uhr

Beschreibung: Ist Antisemitismus lediglich eine Variante von Rassismus? Wie können wir die Spezifik von modernem und anderer Formen von Antisemitismus sowie die Besonderheiten unterschiedlicher Formen von Rassismus analytisch fassen, ohne die Gemeinsamkeiten außer Acht zu lassen? Und wie können wir diese Phänomene in Geschichte und Gegenwart adäquat diskutieren, ohne sie gegeneinander aufzurechnen und eine Leidens- und Opferkonkurrenz fortzuschreiben?

Das interdisziplinär angelegte Hauptseminar widmet sich theoretisch-konzeptionellen und historisch-empirischen Erkundungen von Antisemitismus und Rassismus. Dabei konzentrieren wir uns schwerpunktmäßig auf modernen Antisemitismus und Anti-Schwarzen Rassismus in Zentraleuropa und den USA im 20. Jahrhundert. Im ersten Teil diskutieren wir ausgewählte Erklärungsansätze für die Ursachen und Funktionsweisen von Rassismus. Im zweiten Teil behandeln wir exemplarische historische und sozialwissenschaftliche Theorien zum Antisemitismus. Im dritten Teil untersuchen wir exemplarische Fallstudien zu Verschränkungen und komplexen Zusammenhängen von Rassismus und Antisemitismus im 20. Jahrhundert.

Das Seminar richtet sich an Studierende der Geschichts-, Kultur- und Sozialwissenschaften. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft, theoretisch anspruchsvolle Texte zu lesen, einen Vortrag im Seminar zu halten sowie diesen als Hausarbeit auszuarbeiten. Bitte melden Sie sich vorab per Email an unter vera.kallenberg@uni-erfurt.de und machen Sie Angaben zu Ihrem Studiengang, Fachsemester und Vorerfahrungen.

Kolloquium zur nordamerikanischen Geschichte

Kolloquium

Dozent(in): Jürgen Martschukat

Modul(e): M12, M13, M14, M15, M16 

Leistungspunkte: 6/9

Termin: Mittwoch, 18-20 Uhr, 14-tägig oder Block im Dezember 2020

Beschreibung: Das Kolloquium dient der Diskussion von MA-Arbeiten und anderen Projekten. Je nach Anzahl der Teilnehmer*innen und Corona-Situation werden uns entweder in einer mehrtägigen Blockveranstaltung im Dezember 2020 zusammenfinden oder jeden Freitag Vormittag von 10.15 Uhr bis 11.45 Uhr online treffen. Eingeladen sind Sie wird außerdem zum Besuch des Kolloquiums des Historischen Seminars an jedem zweiten Mittwoch im Semester jeweils von 18-20 Uhr. MA-Studierende sind ganz besonders eingeladen, dabei zu sein und mitzudiskutieren.

Anmeldung bitte bis spätestens zum 30. Oktober 2020 per Email bei juergen.martschukat@uni-erfurt.de, dann werde ich auch schon mehr zum Modus sagen können.

Promotionsstudiengang

Kolloquium zum Nordamerikanischen Geschichte

Kolloquium

Dozent(in): Jürgen Martschukat

Modul(e): -

Leistungspunkte: -

Termin: Mittwoch, 18-20 Uhr, 14-tägig oder Block im Dezember 2020

Beschreibung: Das Kolloquium dient der Diskussion von MA-Arbeiten und anderen Projekten. Je nach Anzahl der Teilnehmer*innen und Corona-Situation werden uns entweder in einer mehrtägigen Blockveranstaltung im Dezember 2020 zusammenfinden oder jeden Freitag Vormittag von 10.15 Uhr bis 11.45 Uhr online treffen. Eingeladen sind Sie wird außerdem zum Besuch des Kolloquiums des Historischen Seminars an jedem zweiten Mittwoch im Semester jeweils von 18-20 Uhr. MA-Studierende sind ganz besonders eingeladen, dabei zu sein und mitzudiskutieren.

Anmeldung bitte bis spätestens zum 30. Oktober 2020 per Email bei juergen.martschukat@uni-erfurt.de, dann werde ich auch schon mehr zum Modus sagen können.

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