Aktuell laufende und kürzlich abgeschlossene Projekte an der Professur für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Soziale Kommunikationen

Forschungsprofil der Professur

Coronavirus-related Crisis Communication, Information Seeking and Media Effects (CoreCrisis)

Im Rahmen des Projekts „Coronavirus-related Crisis Communication, Information Seeking and Media Effects (CoreCrisis)” beschäftigt sich unsere Professur derzeit mit dem Zusammenspiel zwischen behördlicher, medialer und Social Media-Kommunikation und dem Informationsverhalten von Ärztinnen und Ärzten und der Bevölkerung im Rahmen der Coronavirus-Pandemie. Es liegen bereits erste Ergebnisse der ersten Befragungswelle der Bevölkerung vor. Geplant ist außerdem eine zweite Befragungswelle. Diese Online-Panelbefragung ist ein Baustein des Gesamtprojekts CoreCrisis. Weiterführend werden derzeit eine Inhaltsanalyse von Medienberichterstattung, sozialen Medien und behördlicher Kommunikation sowie weitere Befragungen (Bevölkerung, Ärztinnen und Ärzte) vorbereitet, anhand derer das Zusammenspiel von Krisenkommunikation, Informationsverhalten und Medienwirkungen genauer und integriert betrachtet werden kann.

Mobile Health im gesundheitlichen Verbraucherschutz (MogeV)

In einem vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) geförderten Projekt beschäftigen wir uns damit, wie Betreuungspersonen am besten über die Prävention von Kinderunfällen und Notfallmaßnahmen informiert werden können. Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf das Potenzial mobiler Medien. Projektleiterinnen sind Prof. Dr. Constanze Rossmann und Dr. Doreen Reifegerste. Paula Stehr ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt.

Entwicklung von ergänzenden Informations­materialien für Ärzt*innen im Krisenfall (ERIM)

ERIM ist ein vom Bundesministerium für Gesundheit gefördertes und vom Robert Koch-Institut (RKI) geleitetes Projekt zur Entwicklung ergänzender Informationsmaterialien, die niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in außergewöhnlichen biologischen Gefahrenlagen unterstützen sollen, um ein gutes Krisenmanagement zu fördern. Das Projekt umfasst die Durchführung von qualitativen Interviews und Fokusgruppen mit medizinischen Expertinnen und Experten (Leitung: RKI) sowie Experimentalstudien zur Evaluation von Informationsmaterialien (Leitung Universität Erfurt, Projektmitarbeiterin Winja Weber).

Tagungsband zu evidenzbasierter Gesundheitskommunikation (Open Access)

Im November 2017 fand die Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation an der Universität Erfurt statt. Der Tagungsband ist nun erschienen (Herausgeberinnen Paula Stehr, Dorothee Heinemeier und Constanze Rossmann). Alle Beiträge des Bandes "Evidenzbasierte | evidenzinformierte Gesundheitskommunikation" sind auch online frei verfügbar.

DFG-Projekt "Responsibility Frames"

Das DFG-Projekt unter Leitung von Dr. Doreen Reifegerste untersucht die „Darstellung und Wirkung von Responsibility Frames zu Gesundheitsthemen“. Dabei werden die Einflussebene des Individuums, des sozialen Netzwerks und der Gesellschaft mittels Inhaltsanalysen und Experimenten untersucht. Das Projekt wird in Kooperation mit Dr. Sebastian Scherr durchgeführt. (Projektmitarbeiterinnen Linn Julia Temmann und Annemarie Wiedicke)

TWG Health Communication der ECREA

Dr. Doreen Reifegerste ist Chair der Temporary Working Group Health Communication der ECREA. Das erste Treffen fand Ende Oktober 2018 auf der ECREA in Lugano statt. Eine gemeinsame Tagung der TWG und der Fachgruppe Gesundheitskommunikation der DGPuK fand im November 2019 in Zürich als European Conference on Health Communication (ECHC) statt. Dort wurde auch die Gründung des European Journal of Health Communication (EJHC) bekannt gegeben.

Gain/Loss-Framing, Emotional Flow und Sonnenschutzverhalten

In einem Kooperationsprojekt mit der Université de Fribourg (Andreas Fahr, Alexander Ort und Perina Siegenthaler) forschen Constanze Rossmann, Laura Koch, Anne Reinhardt und Winja Weber zur Wirkung von gemischten Gain/Loss-Frames auf das Sonnenschutzverhalten. Dabei wird auch der Einfluss von Emotionen und körperlichem Arousal berücksichtigt, die mit physiologischen Messverfahren im Erfurt Laboratory for Empirical Research erfasst wurden.

Älter werden in Balance (BZgA)

Von April 2018 bis Mai 2019 förderte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Projekt "Entwicklung einer evidenzbasierten Kommunikationsstrategie zur Förderung körperlicher Aktivität bei älteren und hochaltrigen Menschen in Deutschland" im Rahmen des Programms Älter werden in Balance. Der Abschlussbericht wird als Buch in der Nomos-Reihe “Gesundheitskommunikation | Health Communication” erscheinen.

Gesundheitsinformationsverhalten (Bertelsmann Stiftung)

Im Rahmen einer Auftragsstudie erarbeiteten Paula Stehr und Constanze Rossmann zusammen mit Claudia Lampert und Michael Grimm (Hans-Bredow-Institut) einen Forschungsüberblick zum Gesundheitsinformationsverhalten. Der Bericht ist im Januar 2018 online erschienen und kann hier heruntergeladen werden.

Forschungsprojekt in Sierra Leone

Im Rahmen ihrer Promotion zu intendierter und nicht-intendierter Gesundheitskommunikation während der westafrikanischen Ebola-Epidemie führt Hanna Lütke Lanfer eine Querschnittsstudie in Sierra Leone durch. Darin befragt sie Bürgerinnen und Bürger zu ihrer Risikowahrnehmung, Nutzung verschiedener Medienkanäle und ihrem Gesundheitsinformationsverhalten. 

Forschungsgruppe Gesundheit und Gesellschaft

Seit 2017 wird die von Constanze Rossmann zusammen mit Cornelia Betsch gegründete und geleitete interdisziplinäre Forschungsgruppe Gesundheit & Gesellschaft universitätsintern gefördert.

Promotionsvorhaben im Bereich Gesundheitskommunikation

Die Doktorandinnen der Professur arbeiten an unterschiedlichen Themen im Bereich der Gesundheitskommunikation. Eine Übersicht zu den Dissertationsvorhaben findet sich hier