Erfurter Studien zur Kulturgeschichte des Orthodoxen Christentums

Antiwestliche Diskurse in der serbischen und griechischen Orthodoxie (Band 17)

Julia Anna Lis

Antiwestliche Diskurse

Antiwestliche Diskurse und Stereotype begegnen uns bis heute in theologischen und kirchlichen Stellungnahmen und Publikationen von Orthodoxen in Griechenland und Serbien. Sie prägen vielfach den Diskurs über das eigene Verhältnis zu Europa. Ihre Wurzel, so eine These dieses Buches, haben diese Diskurse in einer Politischen Theologie, die den Westen als das Andere der eigenen Identität konstruiert. Sie bedingen zugleich eine religiös-nationale Identitätskonstruktion. Die theologischen und sozio-historischen Voraussetzungen, unter denen diese Selbst- und Fremdbilder entstehen, werden hier analysiert. Dabei wird deutlich, wie sich die Kritik am Westen in immer neue Paradoxien verstrickt, obwohl sie zur Stabilisierung der eigenen Identität beitragen soll.

Julia Anna Lis studierte Katholische Theologie, Deutsche Philologie und Osteuropäische Geschichte in Münster, Jerusalem und Krakau. Während ihrer Promotion forschte sie als Stipendiatin am Ökumenischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Derzeit ist sie als Geschäftsführerin am Institut für Theologie und Politik in Münster tätig.

 

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien Band 17 

Being and Belonging - A Comparative Examination of the Greek and Cypriot Orthodox Churches’ Attitudes to ‹Europeanisation› in Early 21st Century (Band 16)

Georgios Trantas

Being and Belonging

This book examines and compares, from an interdisciplinary perspective of Religious Studies and International Relations, the conduct and rhetoric of the Orthodox Churches of Greece and Cyprus vis-à-vis the ‹Europeanisation› process. This study focuses on the conditionality of their «sense of belonging» in the European Union (EU) as their predisposition is dependent, in part, on their sense of «being», as well as on their perception of an ideal type of Europeanness. In this context, this book offers insights on how the Greek and Cypriot Churches, as soft power actors of domestic and European capacity, perceive Europeanness and Otherness; thereby, the compatibility of the personified Greek and Cypriot states with the EU as a post-Westphalian political-cultural entity comes into view.

 

Georgios Trantas specialises in Religion, Politics and Cultural Diplomacy in Southeastern Europe. He has earned his Ph.D at the University of Erfurt where he has also been a pre-doctoral and post-doctoral Fellow. His academic interests also include migration and the formation of religioscapes.

  

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien - Band 16

Platonisches Erbe, Byzanz, Orthodoxie und die Modernisierung Griechenlands Schwerpunkte des kulturphilosophischen Werkes von Stelios Ramfos (Band 15)

Isabella Schwaderer

Platonisches Erbe

Diese Darstellung des bisherigen Werkes des Kulturphilosophen Stelios Ramfos stellt erstmalig einen prominenten zeitgenössischen griechischen Denker vor. In über vier Jahrzehnten produktiver Tätigkeit erstreckten sich seine Themen von einer neuen Lektüre Platons aus orthodoxer Sicht über byzantinische Spiritualität, christlich-orthodoxe Religionsphilosophie und neugriechische Literatur und Sprache bis hin zu einer zuweilen polemischen Auseinandersetzung mit dem Weg Griechenlands in die Moderne. Ramfosʼ Analysen der griechischen Gesellschaft erhellen die aktuelle Diskussion um die europäischen Integration. Das Buch bietet darum nicht nur einen Überblick über sein Werk und Denken, sondern auch einen Einblick in die Problematik der Modernisierung Griechenlands und seiner Positionierung in Europa.

Isabella Schwaderer hat Klassische Philologie und Philosophie in Würzburg, Thessaloniki, Padua und Jena studiert. Sie promovierte 2014 im Bereich Religionswissenschaft (Kulturgeschichte des Orthodoxen Christentums) an der Universität Erfurt. Zurzeit unterrichtet sie Religionswissenschaft in Erfurt und arbeitet im Überschneidungsbereich von Religion, Kunst und Körperlichkeit.

 

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien - Band 15

The Visible Religion The Russian Orthodox Church and her Relations with State and Society in Post-Soviet Canon Law (1992–2015) (Band 14)

Alexander Ponomariov

The Visible Religion

«The Visible Religion» is an antithesis to Thomas Luckmann’s concept. The Russian Orthodox Church in post-Soviet canon law suggests a comprehensive cultural program of modernity. Researched through the paradigms of multiple modernities and post-secularity, the ROC appears to be quite modern: she reflects on herself and the secular environment, employs secular language, appeals to public reason, the human rights discourse, and achievements of modern science. The fact that the ROC rejects some liberal Western developments should not be understood in the way that the ROC rejects modernity in general. As a legitimate player in the public sphere, the ROC puts forward her own – Russian Orthodox – model of modernity, which combines transcendence and immanence, theological and social reasoning, an afterlife strategy and cooperation with secular actors, whereby eschatology and the human rights discourse become two sides of the same coin.

Alexander Ponomariov researches religion (Orthodox Christianity) and politics in Russia and Eastern Europe. He studied Orthodox theology in Moscow and earned his Ph.D. degree at the University of Passau in Germany. His academic interests also include translingual Bible criticism and Semitic languages.

 

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien - Band 14

«Futura contingentia, necessitas per accidens» und Prädestination in Byzanz und in der Scholastik (Band 13)

Stamatios Gerogiorgakis

«Futura contingentia, necessitas per accidens» und Prädestination in Byzanz und in der Scholastik

Die Studie stellt einen direkten Vergleich zwischen der Scholastik und der byzantinischen Philosophie und Theologie dar. Sie stellt Lehren der Philosophie und Theologie des Hoch- und Spätmittelalters einander gegenüber und bespricht diese in kritischer, jedenfalls nicht in doxographischer Hinsicht. Die Zeitlogik hat ihren Ursprung in der Antike. In der Spätantike und insbesondere im Mittelalter erlangten ihre Resultate auch eine theologische und politische Brisanz. Das Studium der Semantik von Sätzen über Zukunftsereignisse, die eintreten oder auch ausbleiben können, sowie das Studium der Semantik von Sätzen über Vergangenheitsereignisse lehren uns Einiges über Zukunftserwartungen. Zusätzlich ist der Vergleich lateinischer und griechischer mittelalterlicher Quellen zur Zeitlogik bezeichnend für die Reichweite der philosophischen Reflektion in der mittelalterlichen Weltanschauung.

 

Stamatios Gerogiorgakis hat an der Universität Patras, der LMU München, der Universität Erfurt, außerdem an Waldorfschulen in Halle/Saale und Basel gelehrt. Als Philosoph publiziert er zu Logikgeschichte und «epistemology of religion». Als Religionswissenschaftler ist er an der Ideengeschichte des Christentums interessiert.

 

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien - Band 13

Der Europa-Diskurs der Russischen Orthodoxen Kirche (1996–2011) (Band 12)

Alena Alshanskaya

Der Europa-Diskurs der Russischen Orthodoxen Kirche (1996–2011)

Die zeitgeschichtliche Studie widmet sich dem Anspruch der Russischen Orthodoxen Kirche, der größten religiösen Institution Russlands, nicht nur im Inland, sondern auch außerhalb ihres Pastoralgebietes öffentlich-politisch wahrgenommen zu werden. Die Verfasserin analysiert unter dem Blickwinkel der kritischen Diskursanalyse das europäische Engagement der Kirche im Zeitraum von 1996 bis 2011. Dabei werden sowohl die außenpolitischen Aktivitäten der Kirchenleitung der Russischen Orthodoxen Kirche auf der europäischen Ebene systematisch erfasst als auch die inhaltliche Seite des Europa-Diskurses auf symptomatische Denk- und Argumentationsmuster untersucht. Die Studie bietet eine ernüchternde Analyse der antieuropäischen Haltung eines der größten Meinungsmacher Russlands.

 

Alena Alshanskaya studierte orthodoxe Theologie, Religionswissenschaft, Philosophie und Kulturwissenschaften in Minsk. Als Mitglied des Graduiertenkollegs «Die christlichen Kirchen vor der Herausforderung Europa» wurde sie in osteuropäischer Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz promoviert.

 

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien - Band 12

Christentum und Menschenrechte in Europa - Perspektiven und Debatten in Ost und West (Band 11)

Vasilios N. Makrides / Jennifer Wasmuth / Stefan Kube (Hrsg.)

"Christentum und Menschenrechte in Europa - Perspektiven und Debatten in Ost und West"

Der Band geht auf eine internationale Konferenz in Erfurt zurück und ist den aktuellen Beziehungen zwischen Christentum und Menschenrechten in Europa gewidmet. Die Veröffentlichung der offiziellen Position der Russischen Orthodoxen Kirche zu den Menschenrechten im Jahre 2008 hat der Diskussion eine neue Dynamik verliehen und intensive Debatten in Ost- und Westeuropa ausgelöst.

Die verschiedenen Beiträge behandeln einerseits das russische orthodoxe Dokument zu den Menschenrechten in seinen diversen Dimensionen, sowohl im russischen und breiteren orthodoxen Kontext als auch in seinem Verhältnis zu den westlichen christlichen Kirchen und europäischen säkularen Akteuren und Institutionen.

Andererseits werden Positionen zu den Menschenrechten aus katholischer und evangelischer Sicht auf prägnante Weise präsentiert und die Ambivalenzen des modernen Menschenrechtsdiskurses zwischen Säkularismus und Religion thematisiert.

 

Jennifer Wasmuth ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.
Stefan Kube ist Chefredakteur der Monatszeitschrift «Religion & Gesellschaft in Ost und West», Zürich.

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien - Band 11

Neagoe Basarab – Princeps Christianus. Christianitas-Semantik im Vergleich mit Erasmus, Luther und Machiavelli (1513–1523) (Band 10)

Mihai-Dumitru Grigore

Neagoe Basarab – Princeps Christianus: Christianitas-Semantik im Vergleich mit Erasmus, Luther und Machiavelli (1513–1523)

Diese Studie wurde mit dem Preis der Gesellschaft zum Studium des Christlichen Ostens 2015 ausgezeichnet sowie mit dem Übersetzungsförderpreis »Geisteswissenschaften International« 2019.

Das Buch ist ein Vergleich von Fürstenspiegeln vom Beginn des 16. Jahrhunderts: Die Lehrworte des Neagoe Basarab an Sohn Theodosius (1520), Institutio Principis Christiani des Erasmus von Rotterdam (1516), Von weltlicher Obrigkeit Martin Luthers (1523) und Il Principe Machiavellis (1513).

Damit liefert der Autor einen Querschnitt der Geschichte christlicher Diskurse um das Syntagma Princeps Christianus in Europa. Diese sind deswegen repräsentativ, weil sie zum Vergleich besonders geeignete konfessionelle Konnotationen der Orthodoxie, des Katholizismus und des Luthertums aufweisen.

Das Hauptaugenmerk fällt auf Neagoe Basarab, Herr der Walachei zwischen 1512 und 1521. Dieser wichtige südosteuropäische Autor wird hier vorgestellt und mit seinen drei Zeitgenossen ins Gespräch gebracht.

 

Mihai-Dumitru Grigore studierte Historische Theologie an der Universität Bukarest. Seine Dissertation an der Universität Erlangen behandelte die symbolischen Medien im Gottesfrieden (10.-11. Jh.). Er war Postdoktorand am Max-Weber Kolleg und der Universität Erfurt sowie Stanley S. Seeger Fellow an der Princeton University. Der Autor habilitierte in Religionswissenschaft/Orthodoxes Christentum in Erfurt und ist Wissenschaftler am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz.

 

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien - Band 10

Weiße Bruderschaft und Delphische Idee - Esoterische Religiosität in Bulgarien und Griechenland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Band 9)

Thomas Heinzel

Weiße Bruderschaft und Delphische Idee - Esoterische Religiosität in Bulgarien und Griechenland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Diese religionswissenschaftliche Studie untersucht in vergleichender Perspektive zwei Manifestationen der sogenannten Esoterik in Südosteuropa: die religiöse Bewegung Weiße Bruderschaft des Bulgaren Petăr Dănov (1864-1944) und das utopische Erlösungsprojekt Delphische Idee des Griechen Angelos Sikelianos (1884-1951).

Der Verfasser analysiert zum einen, auf welche Weise die beiden Protagonisten soziale Anerkennung für ihre religiösen Wahrheitsansprüche zu gewinnen und eine Anhängerschaft zu mobilisieren versuchen. Zum anderen beleuchtet er das gegenseitige Verhältnis von esoterischer Religiosität und offizieller Kirche im regionalen und historischen Kontext des orthodoxen Südosteuropa. Eine weitere Betrachtung gilt den rituellen und inszenatorischen Aspekten von Weißer Bruderschaft und Delphischer Idee.

 

Thomas Heinzel studierte Religionswissenschaft in Erfurt und forschte am Lehrstuhl für Religionswissenschaft (Orthodoxes Christentum) der Philosophischen Fakultät der Universität Erfurt.

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien - Band 9

Turns of Faith, Search for Meaning - Orthodox Christianity and Post-Soviet Experience (Band 8)

Alexander Agadjanian

Turns of Faith, Search for Meaning - Orthodox Christianity and Post-Soviet Experience

The book examines deep shifts in the religious life of Russia and the post-Soviet world as a whole.

The author uses combined methods of history, sociology and anthropology to grasp transformations in various aspects of the religious field, such as changes in ritual practices, the emergence of a hierarchical pluralism of religions, and a new prominence of religion in national identity discourse. He deals with the Russian Church’s new internal diversity in reinventing its ancient tradition and Eastern Orthodoxy’s dense and tense negotiation with the State, secular society and Western liberal globalism. The volume contains academic papers, some of them co-authored with other scholars, published by the author elsewhere within the last fifteen years.

 

Alexander Agadjanian, Prof. Dr., graduated from Moscow State University and worked at the Institute of Oriental Studies of the Russian Academy of Sciences and at the Department of Religious Studies of Arizona State University. He currently teaches at the Center for the Study of Religions of the Russian State University for the Humanities in Moscow. He has published extensively on religions in the modern world, including Buddhism and Orthodox Christianity.

 

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien - Band 8

Modernisierung im orthodox-christlichen Kontext. Der Heilige Berg Athos und die Herausforderungen der Modernisierungsprozesse seit 1988 (Band 7)

Łukasz Fajfer

Modernisierung im orthodox-christlichen Kontext. Der Heilige Berg Athos und die Herausforderungen der Modernisierungsprozesse seit 1988 (Band 7)

In dieser Studie werden die umfassenden Veränderungen im Leben der Mönchsgemeinschaft auf dem Heiligen Berg Athos analysiert.

Ein Fokus liegt dabei auf den Modernisierungsprozessen, die seit der Eintragung des Heiligen Berges Athos in die UNESCO-Welterbeliste im Jahr 1988 erfolgten. Zu diesen Prozessen gehören sowohl die Einführung von technischen Neuerungen wie Strom, Autos und Computer als auch die Intensivierung der politischen Kontakte und der demographische Wandel. Das Material für diese Untersuchung wurde im Laufe von Forschungsaufenthalten in zahlreichen Interviews mit den Mönchen auf dem Berg Athos gesammelt. Die Studie wirft daher einen einzigartigen Blick auf das gegenwärtige Mönchsleben auf dem Athos.

Łukasz Fajfer, Masterstudium der Europäischen Gesellschaftskommunikation in Gniezno (Polen) und Greifswald; Promotion 2012 am Lehrstuhl für Religionswissenschaft (Orthodoxes Christentum) der Philosophischen Fakultät der Universität Erfurt.

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien - Band 7

The Challenges of Modernity to the Orthodox Church in Estonia and Latvia (1917–1940) (Band 6)

Sebastian Rimestad

The Challenges of Modernity to the Orthodox Church in Estonia and Latvia (1917–1940)

After the collapse of the Russian Empire in 1917, Orthodox Christians in Estonia and Latvia had to rethink their place in society and reorganise the local Orthodox Church. The Church was challenged both by the new political circumstances and by societal antagonism. In both cases, the local ecclesiastic authorities considered themselves independent from the Patriarchate of Moscow, although in very different fashions.

This study uses primarily periodicals and other published sources from the period between 1917 and 1940 to shed light on the internal discussions in the respective Orthodox Churches on issues of authority, identity, and history. This includes creating adequate structures for the Church, reforming liturgical elements and emphasising the positive role of Orthodox Christianity in Estonian and Latvian history.


Sebastian Rimestad studied Political Science and International Relations in Aberdeen (United Kingdom) and Tartu (Estonia) as well as Religious Studies in Erfurt (Germany). He finished his PhD in Religious Studies at the University of Erfurt in 2011. His research interests include religion and modernity, Orthodox Christianity in minority contexts and the modern history of Northeast Europe.

 

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien - Band 6

Rumänische Kultur, Orthodoxie und der Westen. Der Diskurs um die nationale Identität in Rumänien aus der Zwischenkriegszeit (Band 5)

Nicolai Staab

Rumänische Kultur, Orthodoxie und der Westen. Der Diskurs um die nationale Identität in Rumänien aus der Zwischenkriegszeit

Die Untersuchung befasst sich mit der Funktion von Religion und Konfession im Prozess der Konstruktion nationaler Identitäten, die als nationale Selbstbilder verstanden werden.

Anhand von Texten aus rumänischen Periodika und Buchpublikationen der 20er und 30er Jahre geht der Verfasser der Frage nach, welche Rolle die Autoren der Orthodoxie in Bezug auf die nationale Identität der Rumänen zuschrieben. Ein besonderer Fokus liegt auf den Fremdbildern von östlichen und westlichen Nationen, speziell von den Deutschen und den Franzosen, deren Verhältnis zu ihrer eigenen Nation die behandelten Autoren zu definieren versuchten.

Die Ergebnisse der Untersuchung werden zur Deutung aktueller Ereignisse und Diskussionen um Religion, nationale Geschichte und Identität in Europa herangezogen.

Nicolai Staab, geboren 1977 in St. Ingbert;Magisterstudium der Religionswissenschaft und Soziologie in Tübingen; Promotion 2010 am Lehrstuhl für Religionswissenschaft (Orthodoxes Christentum),Philosophische Fakultät der Universität Erfurt; Mitglied in der Südosteuropa-Gesellschaft und im Vorstand des Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdienstes.

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien - Band 5

Community after Totalitarianism. The Russian Orthodox Intellectual Tradition and the Philosophical Discourse of Political Modernity (Band 4)

Kristina Stoeckl

Community after Totalitarianism: The Russian Orthodox Intellectual Tradition and the Philosophical Discourse of Political Modernity

Starting with a definition of political modernity from the perspective of its greatest trial “totalitarianism“ this study asks the question how community is conceptualized in the contemporary Western philosophical discourse and in the Russian Orthodox intellectual tradition.

Contemporary philosophical and theological approaches in Russia develop alternative perspectives on community and on the human subject. This study analyzes them historically and philosophically and compares them with liberal, postmodern and communitarian philosophies of community in the West.

Kristina Stoeckl was born in Austria in 1977. She has studied comparative literature, Russian studies, international relations and political theory in Innsbruck, Bochum, Budapest and Florence. Currently she is a post-doctoral researcher at the University of Innsbruck.

 

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien - Band 4

Tradition und Moderne in Griechenland. Konfliktfelder in Religion, Politik und Kultur (Band 3)

Angelos Giannakopoulos

Tradition und Moderne in Griechenland. Konfliktfelder in Religion, Politik und Kultur

Der Nationsbildungsprozess und die nationale Konsolidierung im Griechenland des 19. und 20. Jahrhunderts stellen den analytischen Rahmen dieses Buches dar. Dieser Prozess lässt sich insbesondere bei der Bestimmung einer nationalen Identität gut beobachten und ist Überdies als ein diachrones Phänomen soziokultureller Entwicklung in der griechischen Gesellschaft nach der Gründung des neugriechischen Staates bis zu unseren Tagen zu verstehen.

Gegenstand dieser Studie sind die damit einhergehenden Konflikte in Religion, Politik, und Kultur. Es werden folgende Felder untersucht: Beziehungen zwischen Kirche und Staat, religiöse Erweckungsbewegungen, Sprachstreit und die Demotizismus-Bewegung, Minderheitenproblematik (Judentum), Außenbeziehungen Türkei), Klientelismus, die Frage einer Europäischen Identität. 

Angelos Giannakopoulos ist Gastprofessor an der Universität Zypern sowie Leiter des Projektbüros des Projekts «Crime and Culture», Sechstes Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Kommission der Universität Konstanz. Er war ferner Gastprofessor an den Universitäten Budapest (2004) und Galatasaray, Istanbul (2007), Research Affiliate an der Universität Yale, USA (2004) und Visiting Scholar an der Waseda Universität, Tokio (2007).

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien - Band 3

Kämpfende Kirchen. Jugoslawiens religiöse Hypothek (Band 2)

Klaus Buchenau

Kämpfende Kirchen. Jugoslawiens religiöse Hypothek

Mehr als in anderen Teilen Europas haben sich die großen christlichen Kirchen Jugoslawiens eng mit dem Nationalismus verbunden.Der jugoslawische Staat litt unter diesem Bündnis, für das er gleichzeitig mit verantwortlich war.

Der Autor verfolgt die Entwicklung des religiösen Nationalismus bei Serben und Kroaten von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Dabei kommt er auch auf Themen, die bislang wenig beachtet worden sind: den russischen Einfluss auf die serbische Orthodoxie, die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und der kroatischen Diaspora und das Verhältnis des Klerus zu Globalisierung und Menschenrechten.

Klaus Buchenau, geboren 1967, studierte Slawistik sowie Ost- und Südosteuropäische Geschichte in Berlin, Warschau und Moskau. Er veröffentlichte unter anderem zur Soziolinguistik und zur Religionsgeschichte in Südosteuropa. Zur Zeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin.

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien - Band 2

Religion, Staat und Konfliktkonstellationen im orthodoxen Ost- und Südosteuropa. Vergleichende Perspektiven (Band 1)

Vasilios N. Makrides (Hrsg.)

Religion, Staat und Konfliktkonstellationen im orthodoxen Ost- und Südosteuropa. Vergleichende Perspektiven

Dieser Sammelband ist dem religiösen Konfliktpotential in ausgewählten Ländern Ost- und Südosteuropas (Russland, Rumänien, Jugoslawien/Serbien, Bulgarien und Griechenland) gewidmet.

Es handelt sich um eine Region mit überwiegend orthodoxer Bevölkerung, die aufgrund verschiedener Konfliktsituationen in den letzten Jahren in den Mittelpunkt der internationalen Aufmerksamkeit gerückt ist. Das Augenmerk liegt besonders auf gegenwärtigen Konflikten, die vor dem Hintergrund der für sie relevanten Geschichte beleuchtet und gedeutet werden. Das Ziel dabei ist, einerseits diese Konfliktsituationen vergleichend darzustellen und ihre komplexen Dimensionen zu analysieren und andererseits nach ihrer Bedeutung für die gesamte Region, in der das Orthodoxe Christentum eine Vormachstellung genießt, zu fragen.

Die Aufätze sollen nicht nur zum Verständnis dieser Konflikte beitragen, sondern auch weitere Diskussionen anregen und Grundsteine für komparatistische Perspektiven mit Blick auf eine "transnationale Orthodoxie" und ihre kulturelle Eigenart legen.

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien - Band 1