Universität Erfurt

5. Erfurter Symposium für frühkindliche Entwicklungsförderung

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Der Teilnahmebeitrag (inkl. Verpflegung) des Symposiums beträgt 10€ und wird bei der Anmeldung vor Ort entrichtet.

Die Veranstaltung wird vom ThILLM als Fortbildungsveranstaltung anerkannt.

 

Hauptvorträge am Vormittag

Ort:

9:30 - 10:30 Uhr

Prof. Dr. Susanne Jurkowski (Erfurt)
„Diagnostische Perspektiven pädagogischen Handelns am Beispiel der Beziehungsgestaltung“

10:30 - 11:30 Uhr

Prof. Dr. Ernst Hany (Erfurt)
„Psychologische Perspektiven diagnostischen Handelns“

11:30 - 12:30 Uhr | Mittagspause

 


Workshops am Nachmittag

 

Alle Workshops werden zweimal angeboten. Die Teilnehmenden können zwei der 90-minütigen Workshops besuchen.

12:30 - 14:15 Uhr | Workshop-Panel 1

14:15 - 15:45 Uhr | Workshop-Panel 2

 

  • Dr. med. Andreas Lohr (Erfurt)
    „Möglichkeiten des Sozialpädiatrischen Zentrums für interdisziplinäre Diagnostik und Förderung/Therapie"

    Im Sozialpädiatrischen Zentrum werden behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder und Jugendliche im Alter von wenigen Wochen bis in das Erwachsenenalter interdisziplinär betreut. Dabei arbeiten Ärzte, Psychologen, Physiotherapeuten, Heilpädagogen, Logopäden und Ergotherapeuten sowohl diagnostisch als auch therapeutisch eng zusammen.

    In unserer Arbeit erleben wir ein sehr breites Spektrum an Wahrnehmungs- und Entwicklungsbeeinträchtigungen der Kinder, die Sinneswahrnehmungen, die körperliche, kognitive, sprachliche und sozial- emotionale Entwicklung betreffend. Der interdisziplinäre diagnostische Ansatz ermöglicht es, die individuellen Bedürfnisse der Kinder umfassend zu erkennen und differenzierte Förder- und Behandlungspläne zu erarbeiten.

    Im Workshop sollen anhand von Fallbeispielen diagnostische und therapeutische Möglichkeiten angesichts komplexer Wahrnehmungs- und Entwicklungsprobleme dargestellt und diskutiert werden.

 


 

  • Kleine Wege® (Nordhausen)
    „Wie zeigt sich Autismus? Symptome erkennen und verstehen"

    Im Seminar werden neuropsychologische Grundannahmen/ Erklärungsmodelle und Symptome von Menschen im Autismusspektrum aufgezeigt. Die besonderen Herausforderungen der Betroffenen im Lebens- und Lern-/Arbeitsalltag hinsichtlich ihrer Aktivitäten und Möglichkeiten der Teilhabe stehen im Mittelpunkt. Anhand von Fallbeispielen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und konkreten Alltagssituationen erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über didaktisch-methodische Ansätze in der Unterstützung von Menschen im Autismusspektrum.

 


 

  • Annika Ziegler (Erfurt)

    „Kinderyoga: wachsen-fühlen-sein“

    Entdecken Sie wie Sie mit Yoga auf vielfältige Art und Weise positiv auf die körperliche wie auch die geistig-emotionale gesunde Entwicklung der Kinder einwirken können. Auf Sie warten theoretischer Input, Methoden, praktische Übungen und Selbsterfahrung.

 


 

  • Katrin Kley (Erfurt)
    “Ist das Kunst oder kann das weg? - Kunstpädagogische Ansätze in der Frühförderung“

    Kleiner Kompass für unterwegs: Warum es wichtig ist, Kunstpädagogik und Kunsttherapie zu unterscheiden. Wer kann Kunst machen? Und wieso? Warum Frühförderung genau der richtige Kontext ist.

    Ist das Kunst oder kann das weg? Warum Bilder mehr sagen als Worte.

    Einfach mal machen lassen. Von der Kunst der Gelassenheit im kreativen Schaffensprozess. Mit Kindern.

    low budget - high efficiency… Die Welt besteht aus Kunst. Und Kunst ist das, was du draus machst.

    Malen, malen, malen. Und jetzt? Was Kinderkunst alles kann.

    Einfach mal selber machen. On top gibt’s ein bisschen Raum für kreative Entfaltung und Impulse für die Frage, warum Emotionen Antriebskräfte des Gestaltens sind.

 


 

  • Anke Mamat (Jena)
    „Kinder mit einer Behinderung in der Kita - Optionen für ein pädagogische Vorgehen"

    Pädagogische Fachkräfte sehen sich vor herausfordernden Aufgaben in der Gestaltung eines Alltags, der jedem Kind die gleichberechtigte Teilhabe bietet. Dabei haben sie, aufbauend auf ihren Beobachtungsergebnissen, eine Vielzahl von Optionen. Ein strukturiertes Vorgehen kann helfen, diese Möglichkeiten in den Blick zu nehmen und im Team umzusetzen. Anhand von Beispielen aus dem Alltag werden Lösungsmöglichkeiten entsprechend diskutiert und erarbeitet. 


 

  • Gabriele Kuehn (Erfurt)
    „Pädagogisches Handeln im Förderschwerpunkt Hören“

    Kurze Vorstellung des Frühförder-und Beratungszentrums Hören und Unterstützte Kommunikation

    Sinnesspezifische Frühförderung für Kinder mit einer Hörbehinderung (Prinzip der Ganzheitlichkeit)

    Förderung der Sprachentwicklung (Sprachverständnis, Wortschatzerweiterung, Begriffsbildung, Absehen, Artikulation)

    Vorstellung der auditiv-verbalen Methode

    Hörerziehung und Hörrestförderung (Gebrauch apparativer Hilfen)

    Einblick in die Deutsche Gebärdensprache  (DGS) und gebärdensprachlich orientierte Angebote

 

  • Katja Gibson (Erfurt)
    Geschichten aus der Kiste

Geschichten gehören zur Kindheit dazu. Aber wie können Geschichten gestaltet werden, damit sie ALLE Kinder erreichen?
Es werden anhand beliebter Bücher Möglichkeiten aufgezeigt, wie aus jeder Geschichte eine „Mehr-Sinn-Geschichte“ werden kann. Profitieren sollen -im Sinne der Teilhabe- davon alle Kinder, egal ob mit oder ohne Behinderungen. An praktischen Beispielen wird aufgezeigt, wie das Mehr-Sinne-Prinzip auch auf andere Themen übertragbar ist, damit motivierende Materialien entstehen, die zum gemeinsamen Erleben und Lernen anregen. 


 

  • Prof. Dr. Susanne Jurkowski (Erfurt)
    „Multiprofessionelle Teams: Wie durch gemeinsame Reflexion Zusammenarbeit entwickelt werden kann“


 

  • Prof. Dr. Andrea Schmid (Erfurt)
    „Beratung als Kernkompetenz heil- und sonderpädagogischen Handelns“

    Besonders im Hinblick auf die Aufgabe, ein inklusives Schulsystem zu entwickeln, stellt neben Diagnostizieren und Fördern v.a. die Beratung ein wesentlicher Beitrag von Heil- und Sonderpädagog*innen dar. Hierbei gehört es zum professionellen Handeln dazu, zum einen Beratung anzubieten und zum anderen Beratung auch selbst in Anspruch zu nehmen. Leitgedanke sollte bei aller Herausforderung die Gestaltung einer wertschätzenden, gesund haltenden und Sinn gebenden Arbeitsatmosphäre sein.


 

  • Prof. Dr. Sandra Neumann (Erfurt)
    „Erhebung der kommunikativen Partizipation von Kindern (1;6-5;11 Jahre) mit dem FOCUS-G“

    Die Implementierung der ICF-CY in die (sonder)pädagogische Forschung und Praxis erfordert die Entwicklung von neuen Diagnostikmaterialien und Förderkonzepten. Es stellt sich zudem die Frage, welchen Einfluss eine Sprachstörung auf die kommunikative Partizipation von Kindern hat. Publizierte Daten liegen für sprachauffällige Kinder im Vorschulalter bisher nur ungenügend vor. Der neu ins Deutsche übersetzte 'Fokus auf den Erfolg der Kommunikation für Kinder unter 6 Jahren (FOCUS©-G)' ist ein Fragebogen für Eltern und ErzieherInnen/Therapeuten, der die sprachliche Aktivität und Partizipation von Kindern mit kommunikativen Beeinträchtigungen im Alter von 1;6 bis 5;11 Jahren einzuschätzen vermag. In unserem Workshop lernen Sie den FOCUS-G kennen und probieren bzw. werten diesen selber exemplarisch aus. Des Weiteren erhalten Sie Einblick in erste Daten zu der kommunikativen Partizipation von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen (SES).


 

  • Prof. Dr. Harald Goll (Erfurt)
    „Musik in der pädagogischen Praxis“

     Ich erzähle etwas über Musik, ihre Wirkungen und ihre Einsatzmöglichkeiten in Pädagogik und Therapie. Sie erzählen etwas über ihre Kinder. Gemeinsam erproben wir musikalische Möglichkeiten, die dazu passen. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.


 

  • Katja Bieritz (Erfurt)
    „Grafomotorische Förderung im Kindergarten und Schule“

     Unter dem Begriff Grafomotorik lassen sich alle Prozesse einordnen, die zu einer Produktion von grafischen Zeichen mittels der Hand und einem Schreibgerät auf einem Untergrund führen.." (Rix, Achim 2006, S.6). Doch wie kann die Schreibfähigkeit von Kindern unterstützt und gefördert werden?  Im Workshop wird auf die grafomotorische Entwicklung geschaut, Beobachtungskriterien aufgezeigt und gemeinsam Möglichkeiten zur Förderung der Grafomotorik entwickelt.


 

  • Dr. Svenja Obry (Erfurt)
    „Alltagsintegrierte Sprachförderung in der Kita durch Optimierung des sprachlichen Input“

     In diesem Workshop soll am Beispiel von Projektarbeit im Kindergarten thematisiert werden, wie der sprachliche Input für Kinder so aufbereitet werden kann, dass auch sprachlich schwächere Kinder ihren Wortschatz erweitern können und in ihrer grammatischen Entwicklung angeregt werden. Die Prinzipien, wie Pädagoginnen und Pädagogen Ihren sprachlichen Input anpassen können, lassen sich ebenfalls auf offene Konzepte ohne feste Projektarbeit übertragen. Der Workshop ist praxisnah gestaltet, die vermittelten Prinzipien und Methoden werden in praktischen Übungen erprobt.


 

  • Christoph Schaffarzyk (Weimar)
    „Traumasensible Interventionen für die Alltagsgestaltung“

     Das Trauma als Folge eines oder mehrer einschneidender Erlebnisse bedingt vielfältige Veränderungen für die Betroffenen. Wahrnehmungen, Gefühle, Denken und körperliches Befinden werden dauerhaft so verändert, dass die Lebensqualität stark eingeschränkt wird. In diesem Workshop sollen basale Möglichkeiten zur Arbeit mit betroffenen Kindern aufgezeigt werden, die unkompliziert auch im Gruppensetting angewandt werden können. Besonderer Wert wird dabei auf die behutsame Integration traumatischen Erlebens gelegt.


 

  • Christine Kirschner (Erfurt)
    „Auf geht's ins Takatukaland: Spielerische Diagnostik im Vorschulalter und 1./2.Klasse“

    Regelmäßige Einschätzungen zur Entwicklung von Kindern werden vom pädagogischen Fachpersonal verlangt. Oftmals stehen Kinder bei diagnostischen Verfahren unter einem Leistungsdruck, den sie als unangenehm empfinden und mit Unsicherheiten reagieren. Im Fokus dieses Workshops stehen nicht nur theoretische Grundlagen, sondern auch die praktische Erprobung von Parcours, die durch anregende spielerische Aufgabenstellungen Aufschluss auf wichtige Entwicklungsbereiche geben können.


 

  • Dr. Birgit Jäpelt (Erfurt)
    „Probleme systemisch verstehen“

    „Lösungsversuche, die das Problem nicht lösen, sind Teil des Problems“

    • Jedes Verhalten macht Sinn, wenn man den Kontext kennt.
    • Jedes Verhalten hat eine sinnvolle Bedeutung für die Kohärenz des Gesamtsystems.
    • Probleme ergeben sich manchmal daraus, dass Kontext und Verhalten nicht optimal zueinander passen.
    • Jeder scheinbare Nachteil in einem Teil des Systems zeigt sich an anderer Stelle als möglicher Vorteil.

     

    Im Workshop lade ich die Teilnehmer*innen dazu ein, die scheinbar allgemein gültigen Sichtweisen auf so genannte Probleme zu ergänzen. Dabei soll die Art und Weise von Beobachtung besondere Aufmerksamkeit erhalten. Vor allem geht es um die Erarbeitung von kontextbezogenen Beobachtungen, Erklärungen und Bewertungen, die den Raum von pädagogischen Handlungsmöglichkeiten erweitern können.


 

  • Dr. Heike Rosenberger & Rene Porschen (Erfurt)
    „Barrierefreie Belletristik? – Formuntersuchungen und Übung anhand einer Übersetzung von Die große Wörterfabrik"

    Die Methoden, Empfehlungen und Richtlinien der barrierefreien Sprachen eröffnen Personen mit Förderbedarf die Möglichkeit, sich in einer Vielzahl von alltagsbezogenen Textgattungen (websites, Handbücher, Hausordnungen etc.) zu orientieren. Dabei gilt der Fokus der ExpertInnen, PrüferInnen und ÜbersetzerInnen zumeist inhaltlichen Verständnisproblemen, die den formalen Bedingungen der skopierten Personengruppe angepasst wurden; Einfache Sprache sollte einen Text vor allem einfach machen, um souveräne Teilnahme an alltäglichen Prozessen und Phänomenen zu ermöglichen.
    Da Teilnahme jedoch auch die Teilhabe an kulturellen Phänomenen bedeutet, die das ästhetisch-pädagogische Erleben der Belletristik nicht ausklammern kann, gilt es auch hier, mögliche Berührungsängste abzubauen. In der barrierefreien Verhandlung und Vermittlung belletristischer Inhalte eröffnet sich jedoch insofern eine komplexere Problemlage, als dass das unmittelbar textbezogene Erleben im Lesen sich zumeist über eine formale Textgestaltung artikuliert, die mit bestimmten Textphänomenen verbunden ist, die eher Barrieren aufbauen. Anhand einer kritisch reflektierten Übersetzung des 2012 erschienenen Werkes Die große Wörterfabrik von Agné de Lestrade (Text) und Valeria Docampo (Illustration) möchten wir die Schwierigkeiten beim Erstellen barrierefreier Belletristik vorstellen und diskutieren. Als Ergebnis ist die Übersetzung von Ausschnitten aus dem Werk geplant.

     


 

Das Vorhaben QUALITEACH der Universität Erfurt wird im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. Mit dem Kompetenz- und Entwicklungszentrum für Inklusion in der Lehrerbildung wird das im Fachbereich Sonderpädagogik der Universität Erfurt vorhandene Spezialwissen zum Lernen von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf mit besonderen Lernausgangslagen sowie zu sonderpädagogischen inklusionsspezifischen Inhalten und Fragestellungen (z.B. Differenzierung, Förderdiagnostik, Beratung, Kooperation, Supervision, Schulentwicklung) für die Nutzung in allen lehramtsbezogenen Studiengängen verfügbar gemacht und in diesen grundlegend verankert. Ein weiters Ziel ist der Austausch und Dialog zwischen den Fachgebieten. Dies geschieht über zwei methodische Zugangsweisen, Team-Planning / Team-Teaching und videobasierte Lerneinheiten. Darüber hinaus werden durch das Zentrum Workshops, Kolloquien und Diskussionsrunden zum Thema „Inklusion in der Lehrerbildung“ organisiert. Die Angebote des Kompetenzzentrums Inklusion richten sich aktuell an die erste Phase der Lehrerbildung. Für die kommenden Jahre ist der Ausbau der Angebote für die zweite Phase der Lehrerbildung (Referendariat) sowie für die Aus- und Weiterbildung von Lehrern (dritte Phase der Lehrerbildung) geplant.

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