Universität Erfurt

Professur Orthodoxes Christentum

Band 13 / 2017

Stamatios Gerogiorgakis

«Futura contingentia, necessitas per accidens» und Prädestination in Byzanz und in der Scholastik

Die Studie stellt einen direkten Vergleich zwischen der Scholastik und der byzantinischen Philosophie und Theologie dar. Sie stellt Lehren der Philosophie und Theologie des Hoch- und Spätmittelalters einander gegenüber und bespricht diese in kritischer, jedenfalls nicht in doxographischer Hinsicht. Die Zeitlogik hat ihren Ursprung in der Antike. In der Spätantike und insbesondere im Mittelalter erlangten ihre Resultate auch eine theologische und politische Brisanz. Das Studium der Semantik von Sätzen über Zukunftsereignisse, die eintreten oder auch ausbleiben können, sowie das Studium der Semantik von Sätzen über Vergangenheitsereignisse lehren uns Einiges über Zukunftserwartungen. Zusätzlich ist der Vergleich lateinischer und griechischer mittelalterlicher Quellen zur Zeitlogik bezeichnend für die Reichweite der philosophischen Reflektion in der mittelalterlichen Weltanschauung.

 

Inhalt: Vorwort - Einleitung - Erster Teil: Überblick über die Vorgeschichte: Spätantike und frühes Mittelalter - Zweiter Teil: Hoch- und Spätmittelalter - Dritter Teil: Hoch- und spätmittelalterliche Lehren über die Zukunft - Literatur

  

Stamatios Gerogiorgakis hat an der Universität Patras, der LMU München, der Universität Erfurt, außerdem an Waldorfschulen in Halle/Saale und Basel gelehrt. Als Philosoph publiziert er zu Logikgeschichte und «epistemology of religion». Als Religionswissenschaftler ist er an der Ideengeschichte des Christentums interessiert.

 

Verlag Peter Lang / Erfurter Studien - Band 13

Letzte Änderung: 15.11.2017

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