Universität Erfurt

Glossar

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Arbeitsbibliographie, die

Geordnete Literaturliste; hilft, die Arbeit am Forschungsprojekt zu organisieren; in ihr weist Du die Literatur nach, die Du für Dein Seminarfachprojekt nutzen willst; wird dem Exposé als Anhang beigefügt.

Begriff, der

Begriffenes, Vorstellung, Bedeutung(sinhalt), Abstraktion, ausgedrückt durch ein Wort oder eine Wortkombination. Wenn Du etwas begreifst (verstehst), dann "taucht" das Begriffene in Dir auf und Du suchst für das "Aufgetauchte" das passende Wort oder eine passende Wortkombination, um es auszudrücken. Du drückst aus, was es ist. "Gedankliche [...] Darstellung einer 'Washeit'" (1). Vorstellung mit Merkmalszuschreibungen. Komplex wesentlicher Merkmale. Beispiel: Der Begriff "Musik" kann durch die Wörter "(die) Musik" (deutsch), "(the) music" (englisch), "(la) musique" (französisch), "(de) muziek" (niederländisch) transportiert werden.

(1) Vries, Josef de: Begriff, in: Brugger, Walter (Hrsg.): Philosophisches Wörterbuch, Sonderausgabe, 21., nach der neu bearbeiteten 14. durchgesehenen Aufl., Freiburg, Herder, 1992, S. 39 – 41, dort S. 39

Beurteilung, die

Kritik, Einschätzung, Überprüfung, Hinterfragen. Da Du selbst am besten weißt, was Du wissenschaftlich vorhast und meinst, solltest Du Dir und Deiner eigenen Arbeit der strengste Kritiker/die strengste Kritikerin sein. Du schätzt Deine Projektvorbereitung, -durchführung, die Arbeitsergebnisse, eben alles, was mit Deinem Projekt zu tun hat, kritisch ein. So könntest Du z. B. hinterfragen: Kann die Methode überhaupt das untersuchen, was ich mit ihr untersuchen will? Reicht die Literatur meiner Arbeitsbibliographie bereits aus oder brauche ich anderes oder mehr Material?

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Bibliographie, die

Hilfsmittel, in welchem Du nach Literatur und anderen Veröffentlichungen suchen kannst. Heute zumeist in elektronischer Form existierend, dann oft als Literaturnachweisdatenbank bezeichnet. Die Bibliographie bzw. Literaturnachweisdatenbank gibt an, dass das Material erschienen ist, nicht jedoch, welche Bibliothek das Material gesammelt hat. Bibliographien/Literaturnachweisdatenbanken werden erstellt, um festzuhalten, was überhaupt erschienen ist. (Bibliothekskataloge hingegen werden geführt, um nachzuweisen, was sich von den erschienenen Veröffentlichungen im Besitz einer Bibliothek oder mehrerer befindet.) Bibliographien gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, z. B. als Zeitschriftenaufsatzbibliographien (diese weisen Aufsätze aus wissenschaftlichen Zeitschriften nach), als Fachbibliographien (diese weisen alle wissenschaftlichen Veröffentlichungen einer Wissenschaft oder eines Wissenschaftsclusters nach), als Regionalbibliographien (diese weisen alle Veröffentlichungen aus einer und/oder über eine Region nach, z. B. die Thüringenbibliographie), als Spezialfall "Diskographie" (diese Verzeichnisse weisen Schallplatten und/oder Audio-CDs nach), als Spezialfall "Filmographie" (diese Verzeichnisse weisen Filme nach). Elektronische Bibliographien findest Du im Datenbankinformationssystem der UFB Erfurt/Gotha.

Bibliothekskatalog, der

Hilfsmittel, in welchem Du nach Literatur und anderen Veröffentlichungen suchen kannst, mit Bestellfunktion; verzeichnet die Exemplare von Publikationen (Büchern, Zeitschriften, Zeitungen, DVDs, E-Books, Musikdrucken usw.), die sich im Besitz einer Bibliothek oder mehrerer Bibliotheken befinden. Beispiele: Katalog der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/GothaKatalog der Bibliotheken des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes.

Bibliotheksklassifikation, die

System von über-, unter- und nebengeordneten Merkmalsklassen. Ordnungssystem. Dient der Bibliothek dazu, die erworbenen Veröffentlichungen nach Inhalt (z. B. Moderner Bühnentanz; Frankreichs Geschichte des Mittelalters) und evtl. Publikationsart (z. B. Lexikon; Lehrbuch) in die vorgegebenen Rubriken bzw. "Inhalts-/Formschubladen" einzuordnen. Somit ein Hilfsmittel, mit dem Du Literatur und andere Veröffentlichungen nach Inhalt und Publikationsart suchen kannst. Die UFB Erfurt/Gotha erschließt ihre Sammlung nach der Regensburger Verbundklassifikation (RVK). Schau in die RVK, wenn Du herausbekommen willst, ob für Dein Projekt eine "Inhalts-/Formschublade" existiert und welche Literatur in dieser liegt. Die UFB Erfurt/Gotha stellt in den frei zugänglichen Bereichen (z. B. Lesesaal, Lehrbuchsammlung, Mediothek) die Werke nach den Notationen der RVK auf, sodass Du die "Schubladen", die Dich interessieren, auch direkt am Regal auswählen und die dort befindlichen Werke sofort sichten kannst. Wenn Du im Katalog der UFB Erfurt/Gotha suchst, wirst Du entdecken, dass dort bei jedem verzeichneten Werk die auf die "Schubladen" verweisenden Notationen angezeigt werden. Da die Notationen auf die jeweiligen Klassen ("Schubladen") der Bibliotheksklassifikation verweisen, kannst Du sogar im Katalog nach den für Dich interessanten "Inhalts-/Formschubladen" suchen und diese öffnen.

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Bibliothekssystematik, die

Bibliotheksklassifikation

Definieren

Technik des wissenschaftlichen Arbeitens. Du legst fest, erklärst, vereinbarst Begriffe. Beim Definieren sagst Du aus, was Du unter "X" verstehst. Oder andere bitten Dich, um Deinen Gedanken folgen zu können, ihnen eine Definition zu geben. Sie fragen: Was verstehst Du unter "X"? Oder: Was meinst Du mit "X"? X steht hier für das zu Definierende. Beispiel: Wenn Du über Musik schreiben willst, ist es notwendig, mitzuteilen, was Du unter "Musik" verstehst. Meinst Du "Unterhaltungsmusik"? Oder "Rockmusik"? Oder "Musik, die Laien aufführen"? Oder "jede Art von Musik"? Oder "Hintergrundmusik in Kaufhäusern"? Und falls Du "Unterhaltungsmusik" meinen solltest, könntest Du ja auch gleich 'Unterhaltungsmusik' sagen – anstatt 'Musik'. Nun gilt es, "Unterhaltungsmusik" zu definieren. Was verstehst Du unter "Unterhaltungsmusik"? Wie haben andere bisher "Unterhaltungsmusik" definiert?

Definition, die

Ergebnis des Definierens. Verstehenshilfe, -festlegung. Begriffserklärung, Begriffsbestimmung. Festlegung der Bedeutung von Wörtern und Wortkombinationen und Erweiterung ihrer Bedeutungen zu vereinbarten Vorstellungen. Wenn Du an Deinem Seminarfachprojekt arbeitest, wirst Du – damit die anderen verstehen, was Du schreibst und sagst, und auch Du Dir selbst in Deinem Vorhaben klarer wirst – genau festlegen müssen, was Dein Untersuchungsgegenstand ist und was die Begriffe, die Dein Seminarfachthema in der Hauptsache ausmachen, meinen.

Dokumentation, die

Sammeln, Verzeichnen, Erschließen des durch Forschung gewonnenen Wissens, der Forschungsmethoden und der Quellen, auf denen dieses Wissen beruht, zum Zwecke der Forschung und Lehre. Erfolgt geplant, zielgerichtet und systematisch. Neben Forschung, Publizieren (Veröffentlichen) und Lehre Teil der Wissenschaft. Zu den dokumentierenden und damit Forschung, Publizieren (Veröffentlichen) und Lehre unterstützenden Einrichtungen gehören die wissenschaftlichen Bibliotheken, Museen, Archive und Dokumentationsstellen.

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Eidesstattliche Erklärung, die

Eigenhändig unterschriebene Aussage am Ende der Seminarfacharbeit (ebenso anderer wissenschaftlicher Prüfungsarbeiten [z. B. von Bachelorarbeiten], aber auch von Dissertationen und Habilitationsschriften). Du gibst zur Kenntnis, dass Du die Seminarfacharbeit selbst verfasst und nur die in der Seminarfacharbeit genannten Hilfsmittel (keine weiteren) verwendet hast. Welchen Wortlaut die eidesstattliche Erklärung exakt haben soll, kann die Prüfungskommission vorgeben. Wenn in Deiner Schule eine verbindliche Formulierung festgelegt wurde, müsstest Du diese für Deine Erklärung verwenden. Es könnte sein, dass in der Vorformulierung auch steht, dass Du Zitate den Regeln gemäß angefertigt, die gesamte Arbeit vor Abgabe Korrektur gelesen und alle orthographischen Fehler bereinigt hast (1). Wenn Du etwas an Eides statt erklärst, machst Du deutlich, dass das, was Du erklärst, genau so den Tatsachen entspricht. Sollte sich eventuell später herausstellen, dass das an Eides statt Erklärte nicht wahr ist, so könnten daraus rechtliche Schritte erwachsen. Bei Vorliegen eines Plagiats könnte z. B. die Prüfungsleistung nicht anerkannt oder wieder aberkannt werden. Wenn das Plagiat eine Dissertation betrifft, würde eventuell der Doktortitel nicht vergeben bzw. könnte bei bereits vergebenem Doktortitel dieser wieder aberkannt werden.

(1) Vgl. dazu auch Samac, Klaus; Prenner, Monika; Schwetz, Herbert: Die Bachelorarbeit an Universität und Fachhochschule, ein Lehr- und Lernbuch zur Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten, 1. Aufl., Wien, Facultas.wuv, 2009, S. 66

Einzelwortsuche, die

Variante des Suchens, Gegenteil zur Phrasensuche. Wenn Du in elektronischen Bibliothekskatalogen und Bibliographien nach Literatur suchst, kannst Du in die Eingabezeile des Systems Einzelwörter oder Phrasen eintragen. Die Einzelwortsuche ist eine spezielle Art der Suche in elektronischen Recherchesystemen. Unter einem Einzelwort versteht man im Kontext des elektronischen Recherchierens eine Zeichenfolge, vor und hinter der sich ein Leerzeichen befindet. Die Zeichen der Einzelwörter stehen somit unmittelbar hintereinander. Zu den Einzelwörtern gehören die Wörter der verschiedenen Sprachen, Zahlen und weitere Zeichenfolgen. Beispiele für Einzelwörter: Hund, dog, Hand, musique, letter, Москва, Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom,  ADS, evtl., ASCII-Code, Kontrastfarbe, km/h, 5%ig, 2011, MMXI, 732/24, 12.07.2011, 2011-07-12, 978-3-411-04014-8, H2O, §, €, $. Die Einzelwörter kannst Du mit Verknüpfungsoperatoren zueinander in Beziehung setzen. Runde Klammern strukturieren die aus einzelnen Wörtern bestehende Anfrage. Beispiel 1: (Pinsel ODER Spachtel) UND Farbe. Beispiel 2: Pinsel ODER (Spachtel UND Farbe).

Erkenntnisziel, das

Dein wissenschaftliches Vorhaben, die Erkennensrichtung: Was willst Du über den Untersuchungsgegenstand herausbekommen? Was soll das Ergebnis Deiner Seminarfacharbeit sein? Auf welches Resultat richtest Du Deinen wissenschaftlichen Arbeitsprozess, den Erkennensvollzug aus? Oder ganz simpel formuliert: Was soll zum Schluss herauskommen?

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Exposé, das

Zusammenfassung, schriftlicher Entwurf; im Kontext des wissenschaftlichen Arbeitens kurz für Forschungsexposé.

Exzerpieren

Technik des wissenschaftlichen Arbeitens. Du richtest an einen Text eine Frage, die sich vermutlich mit Hilfe des Textes beantworten lässt. Die Antworten, die der Text auf die Frage gibt, entnimmst Du dem Text und notierst sie als wörtliche oder nicht wörtliche Zitate. Als Arbeitsergebnis entsteht ein Exzerpt. Ein Exzerpt oder mehrere können die Grundlage für eine anschließende Zusammenfassung sein.

Exzerpt, das

Ergebnis des Exzerpierens. Auszug aus einem Text aufgrund einer Frage.

Fernleihe, die

Art der Literatur-/Medienbeschaffung. Eine Möglichkeit für Dich, wenn das Material nicht in den Bibliotheken in Erfurt bzw. in Gotha (also am Ort) vorhanden ist, Dir das Gewünschte aus anderen Bibliotheken auszuleihen. Gebührenpflichtig (in der UFB Erfurt/Gotha Euro 1,50); Beschaffungsdauer 2 bis 3 Wochen. Per Fernleihe kannst Du jedoch nicht bestellen: Aufsätze aus elektronischen Zeitschriften; Präsenzexemplare wie z. B. Lexika; Zeitschriftenhefte. Die Fernleihbestellungen löst Du im Fernleihkatalog (Katalog der Bibliotheken des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes) aus. Die Voraussetzung ist: Du bist in der UFB Erfurt/Gotha angemeldet und hast Deinen Benutzungsausweis für die Fernleihe aktivieren lassen. Die Aktivierung erfolgt an der Ausleihtheke der UB Erfurt – direkt an der Kasse. (Werke, die die UFB Erfurt/Gotha besitzt werden in der Regel zwischen beiden Häusern, der UB Erfurt und der FB Gotha, hin- und hergeschickt. Dies ist für Dich kostenfrei und gilt nicht als Fernleihe!)

Fernleihkatalog, der

Hilfsmittel zur Recherche nach Literatur und anderen von Bibliotheken gesammelten Veröffentlichungen. Mit diesem kannst Du benötigtes Forschungsmaterial bestellen, wenn sich dieses nicht in der UFB Erfurt/Gotha und in den Bibliotheken in Erfurt bzw. in Gotha (also am Ort) befindet. Beispiel: Katalog der Bibliotheken des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes.

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Forschung, die

Suche nach neuen Erkenntnissen und Erarbeitung von begründetem und überprüfbarem Wissen, das als gesichert und irrtumsfrei gilt. Erfolgt geplant, zielgerichtet und systematisch. Umfasst Erkenntnis-/Wissensproduktion, -überprüfung, -bestätigung und -korrektur. Neben Publizieren (Veröffentlichen), Dokumentation und Lehre Teil der Wissenschaft.

Forschungsexposé, das

Zusammenfassung, Plan des wissenschaftlichen Vorhabens, nennt und skizziert zumindest: Untersuchungsgegenstand, Erkenntnisziel und Forschungsmethode(n) des wissenschaftlichen Projekts. Wenn Du nach einer sehr langen Phase des Überlegens, Verwerfens, Suchens und Veränderns genau weißt, wie Dein Seminarfachprojekt ausschauen soll, schreibst Du das Forschungsexposé. Das Exposé hilft Dir, bei der späteren Umsetzung/Durchführung den Überblick zu behalten. Länge: maximal eine DIN-A4-Seite. Keine Stichpunkte, sondern stets in vollständigen Sätzen. Hat zwei Anhänge: die Arbeitsbibliographie und einen Entwurf des Inhaltsverzeichnisses der zu schreibenden Forschungsarbeit (in Deinem Falle: der Seminarfacharbeit).

Forschungsmethode, die

Herangehensweise; Vorgehen; Verfahrensweise, um das für das Forschungsprojekt gewählte Erkenntnisziel zu erreichen. Geplant und zielgerichtet. Weg, um zu Forschungsergebnissen zu gelangen. Auch Du musst entscheiden, wie Du vorgehen willst, damit Du über den von Dir gewählten Untersuchungsgegenstand zu gesicherten, irrtumsfreien Erkenntnissen gelangst.

Glossar, das

Verzeichnis von Wörtern, mit Worterklärungen.

Hyperonym, das

Wort oder Wortkombination, deren Inhalt sich zu einem anderen Wort bzw. einer anderen Wortkombination oberbegrifflich verhält. Bedeutungsübergeordnetes Wort bzw. bedeutungsübergeordnete Wortkombination. Beispiele: "Gegenstand" steht in oberbegrifflicher Relation zu "Möbel", "Möbel" steht in oberbegrifflicher Relation zu "Schrank".

Hyponym, das

Wort oder Wortkombination, deren Inhalt sich zu einem anderen Wort bzw. einer anderen Wortkombination unterbegrifflich verhält. Bedeutungsuntergeordnetes Wort bzw. bedeutungsuntergeordnete Wortkombination. Beispiele: "Schrank" steht in unterbegrifflicher Relation zu "Möbel", "Möbel" steht in unterbegrifflicher Relation zu "Gegenstand".

Hypothese, die

Vermutung, Annahme, noch unbestätigt, bedarf somit der Überprüfung, der Verifikation.

Index, der

Register

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Katalog, der

Verzeichnis der Gegenstände, die sich im Besitz oder in zeitweiliger Verwaltung/Obhut einer Person oder Körperschaft befinden. Kann unterschiedliche Zwecke erfüllen, z. B. Auswählen und Ausleihen von Gegenständen (Ausleihkatalog); Auswählen und Kaufen von Gegenständen (Verkaufskatalog); Prüfen und Auswählen von Gegenständen (Angebotskatalog); Auswählen und Ersteigern von Gegenständen (Auktionskatalog). Im Kontext des Bibliothekswesens kurz für Bibliothekskatalog oder Ausleihkatalog.

Klassifikation, die

System von einander über-, unter- und nebengeordneten Merkmalsklassen. Im Kontext des Bibliothekswesens kurz für Bibliotheksklassifikation.

Konspektieren

Technik des wissenschaftlichen Arbeitens. Du erfasst Inhalt und/oder Form eines Textes.

Konspekt, der

Ergebnis des Konspektierens. Überblick über Inhalt und/oder Form eines Textes.

Lehre, die

Unterrichtende Vermittlung des durch Forschung gewonnenen Wissens, insbesondere an Hochschulen (z. B. der Universität). Erfolgt geplant, zielgerichtet und systematisch. Lehrformen sind u. a. Vorlesung, Seminar, Kolloquium, Übung, Tutorium. Neben Forschung, Publizieren (Veröffentlichen) und Dokumentation Teil der Wissenschaft. Personen, die sich das Wissen aneignen, studieren (Studium).

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Lemma, das

Stichwort in einem Nachschlagewerk; Wort, unter dem der Eintrag in einem Nachschlagewerk zu finden ist.

Literaturnachweis, der

Formale Beschreibung der Literatur; garantiert, dass die Quelle (in diesem Falle: die Literatur) indentifizierbar und auffindbar bleibt. Für ein Buch, das von einem Autor geschrieben worden ist, gibst Du in der Regel folgende Daten an: Autor: Titel, Untertitel, Auflage, Verlagsort, Verlagsname, Erscheinungsjahr. Beispiel: Rösing, Ina: Intelligenz und Dummheit, wissenschaftliche Konzepte, Alltagskonzepte, fremdkulturelle Konzepte, ein Werk- und Denkbuch, Heidelberg, Asanger, 2004.

Literaturnachweisdatenbank, die

Bibliographie

Literaturverzeichnis, das

Geordnete Nachweisliste der Literatur, die Du für die Anfertigung Deiner Seminarfacharbeit verwendet hast. Das Literaturverzeichnis enthält nicht nur die zitierte Literatur, sondern sämtliche Literatur, die Du zum Zwecke der Erstellung der Seminarfacharbeit gelesen und zur Kenntnis genommen hast. Wissenschaftliche Veröffentlichungen haben in der Regel am Ende ein Literaturverzeichnis.

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Mediothek, die

Sammlung von nicht gedruckten, und zwar von elektronischen, auditiven u. a. Medien (z. B. DVDs, CD-ROMs, Audio-CDs). Separater Raum/Funktionsbereich in der UB Erfurt, ausgestattet mit entsprechender Abspiel-/Nutzungstechnik. Ein Standort.

Methode, die

Herangehensweise; Vorgehen; Verfahrensweise – stets planmäßig und zielgerichtet; im Kontext des wissenschaftlichen Arbeitens kurz für  Forschungsmethode.

Methodenbücher

Wissenschaftliche Veröffentlichungen, in denen erklärt wird, wie die Forschungsmethoden funktionieren, was sie ausmacht, was sie untersuchen und wofür sie nicht geeignet sind. Du erfährst aus diesen Büchern, wie Du die beschriebenen Methoden in Deinem wissenschaftlichen Forschungsprojekt einsetzen könntest. Für Methodenbücher gibt es "Schubladen" innerhalb der Regensburger Verbundklassifikation (RVK), nach der die UFB Erfurt/Gotha ihre Bestände erschließt. Bücher, die z. B. empirische Forschungsmethoden vorstellen, findest Du u. a. unter MR 2000 (=Soziologie / Methoden der Sozialforschung / Allgemeine Werke und Lehrbücher). 

Notation, die

Codierung für eine Klasse innerhalb der Bibliotheksklassifikation. Stellvertreter, Zuordnungsanker, der anzeigt, in welche Rubrik bzw. "Inhalts-/Formschublade" die Bibliothek eine von ihr gesammelte Veröffentlichung gesteckt hat. Zugleich codierter Ausdruck für den Inhalt der Veröffentlichung (z. B. Moderner Bühnentanz; Frankreichs Geschichte des Mittelalters) und/oder deren Publikationsart (z. B. Lexikon, Lehrbuch). Die Notationen der Regensburger Verbundklassifikation (RVK) bestehen aus zwei Buchstaben und einer Zahl. Nach den Codierungen kannst Du auch im Katalog der UFB Erfurt/Gotha suchen; sie werden im Katalog zu jedem verzeichneten Werk angezeigt. Beispiele: CB 3500 = Philosophie / Lexika, Nachschlagewerke, ... / Philosophische Nachschlagewerke und Wörterbücher allgemeiner Art; MR 2000 = Soziologie / Methoden der Sozialforschung / Allgemeine Werke und Lehrbücher; NR 6560 = Geschichte / Landes- und Stadtgeschichte / Deutsche Landesgeschichte / Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt / Stadtgeschichte / Einzelne Städte / Erfurt.

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Phrasensuche, die

Variante des Suchens, Gegenteil zur Einzelwortsuche. Wenn Du in elektronischen Bibliothekskatalogen und Bibliographien nach Literatur suchst, kannst Du in die Eingabezeile dieser Recherchesysteme Phrasen oder Einzelwörter eintragen. Die Phrasensuche ist eine spezielle Art der Suche in elektronischen Recherchesystemen. Unter Phrasen versteht man im Kontext des elektronischen Recherchierens Zeichenfolgen, in denen die Leerzeichen, die zwischen den einzelnen Wörtern stehen, mitgesucht werden. Die Reihenfolge der Einzelwörter wird bei einer Phrasensuche exakt festgelegt. Um Einzelwörter zu Phrasen zusammenzufügen, musst Du die feste Wortfolge in doppelte Anführungszeichen einschließen. Beispiele: "DIN 1505", "5 kg", "MR 2000", "Erfurter Stadtfest", "Europäische Enzyklopädie zu Philosophie und Wissenschaften", "alla marcia", "New York", "oral history".

Plagiat, das

Vortäuschung eigener Autorschaft. Texte, Ideen und Konzepte anderer werden als die eigenen ausgegeben. Ein Plagiat würdest Du beim wissenschaftlichen Arbeiten anfertigen, wenn Du Textstellen anderer nicht zitiertest, sondern ungekennzeichnet in Deine Seminarfacharbeit übernähmest, somit als Deine eigenen Gedanken ausgeben würdest.

Präsenzexemplar, das

Ein Exemplar eines Buches, einer Zeitschrift oder eines anderen Mediums, welches die Bibliothek an niemanden nach Hause entleiht. Ein solches Exemplar verbleibt immer in der Bibliothek. Du kannst also Präsenzexemplare stets nur in der Bibliothek nutzen! In der UB Erfurt sind die Präsenzexemplare mit einem roten Aufkleber "Keine Ausleihe" gekennzeichnet.

Primärliteratur, die

Texte, die den Untersuchungsgegenstand unmittelbar, direkt enthalten oder die Du als  Untersuchungsgegenstand ausgewählt hast. Texte, die Du untersuchst. Der Roman "Effi Briest" von Theodor Fontane (1819 – 1898) ist Primärliteratur; wissenschaftliche Texte über diesen Roman sind hingegen Sekundärliteratur. Wenn Du Schulbücher untersuchst, sind sie Primärliteratur. Texte über Schulbücher sind hingegen Sekundärliteratur.

Primärquelle, die

Quelle, die einer Sekundärquelle vorausgeht. Erstquelle. Quelle, die den Untersuchungsgegenstand enthält oder die Du zum Untersuchungsgegenstand bestimmst. Primärliteratur gehört zu den Primärquellen.

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Quelle, die

Von Menschen Gemachtes. Wissensbrunnen. Materialisiertes und so aufbewahrbares menschliches Wissen [Artefakte, Kulturobjekte] und flüchtiges menschliches Wissen [z. B. Reden, Gespräche, Interviews, Tanz, Radiosendungen]. Durch Aufzeichnungsverfahren (z. B. Aufschreiben, Aufzeichnen, Filmen, Fotografieren) können die flüchtigen Quellen in nicht flüchtige, aufbewahrbare umgewandelt werden. Quellen enthalten Wissen. Dieses wird aus der Quelle Dir entgegen"fließen", wenn Du Dich mit ihr auseinandersetzt. Primärquellen enthalten den Untersuchungsgegenstand oder sind selbst der Untersuchungsgegenstand. Wissenschaftliche Texte über den Untersuchungsgegenstand werden als Sekundärliteratur bezeichnet, die wiederum zu den Sekundärquellen gerechnet wird.
Beispiele für Quellen: Bücher, Manuskripte, CDs, DVDs, Notendrucke, Bleistifte, Brillen, Fotografien, Autos, Schmuck, Möbel, Werbeplakate, Werkzeuge, Briefkästen, Lupen, Fahrräder, Schulzeugnisse, Briefe, E-Mails, Globen. Wenn Du ein Quellenverzeichnis anlegst, dann kannst Du alle Quellen, also nicht nur die Literatur, in diesem Verzeichnis anzeigen. Der Begriff "Quelle" wird in diesem Fall in weiter Bedeutung benutzt ("Quelle" = Quelle jeder Art, also Textquellen [z. B. Literatur], Audioquellen, Bildquellen, Audiobildquellen, Objektquellen, Mischformen). Wenn man das Quellenverzeichnis in die zwei Gruppen "Quellen" (meint Primärquellen)  und "Literatur" (meint Sekundärliteratur) gliedert, dann verwendet man beim Untergliederungspunkt "Quellen", den engen Quellenbegriff ("Quelle" =  Primärquelle).

Quellenkritik, die

Spezielle wissenschaftliche Methode. Dient der Überprüfung der Zuverlässigkeit der Quelle. Du könntest z. B. klären: Wer ist der Verfasser/Hersteller der Quelle? An wen ist die Quelle gerichtet, für wen ist sie bestimmt? Wann ist die Quelle entstanden?

Quellennachweis, der

Formale Beschreibung der Quelle; garantiert, dass die Quelle identifizierbar und auffindbar bleibt. Beispiel für die Datenreihenfolge, wenn Dir eine Audioquelle, und zwar ein  Musiktonträger der Unterhaltungsmusik, vorliegt: Interpret: Titel des Tonträgers, Untertitel, Verlagsort, Verlagsname, Erscheinungsjahr. – Art der Quelle, Bestellnummer, Label. Beispiel: Massi, Souad: Raoui, [Santa Monica, Calif.], Universal Music, 2001. – 1 CD, Bestellnr.: Wrass 061, Wrasse Records.

Quellenverzeichnis, das

Geordnete Nachweisliste aller Quellen (auch der Literatur), die Du für die Anfertigung Deiner Seminarfacharbeit verwendet hast. Im Quellenverzeichnis kannst Du Quellen aller Art aufführen: Textquellen, Audioquellen, Bildquellen, Audiobildquellen, Objektquellen, Mischformen. Selbst wenn Du nur eine Quellenart genutzt hast (z. B. Literatur), kannst Du das Gesamtverzeichnis Quellenverzeichnis nennen, weil Du den weiten Quellenbegriff („Quelle“ = jede Art von Quelle) anwendest.

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Rechercheprotokoll, das

Niederschrift/Mitschrift des Suchvorgangs. Während Du nach Literatur und anderen Veröffentlichungen für Dein Seminarfachprojekt suchst, könntest Du folgende Punkte notieren: Wann Du wo, wonach und mit welchem Ergebnis gesucht hast. Das meint: wann = Datum, evtl. Uhrzeit; wo = Hilfsmittel (z. B. Bibliotheksklassifikation, Bibliothekskatalog, Bibliographie; jeweils den konkreten Hilfsmittelnamen nennen); wonach = die Einzelwörter und Phrasen, die Du verwendet hast (Einzelwortsuche, Phrasensuche); welches Ergebnis = ob verwendbare Treffer entstanden sind: ja oder nein. Die für Dein Projekt passenden Treffer würdest Du sofort in Deine Arbeitsbibliographie aufnehmen.

Register, das

Alphabetisch geordnetes Wörter- oder Wortfolgenverzeichnis oder numerisch geordnetes Zahlen-/Datenverzeichnis oder alpha-numerisches Verzeichnis jeweils mit Verweisfunktion. Vom Wort, von der Wortfolge, der Zahl, dem Datum wird auf die entsprechende(n) Vorkommensstelle(n) in einem Buch (Verweis auf Seite[n]) oder in einem elektronischen Bibliothekskatalog oder einer elektronischen Bibliographie (Verweis auf Datensatz/Datensätze [Literaturnachweis(e)]) verwiesen. Befindet sich in der Regel am Ende von Fach-, Lehr- und Handbüchern; wesentlicher Funktionsteil von elektronischen Suchsystemen, z. B. von Bibliothekskatalogen und Bibliographien. Hilfsmittel, das Dich auf die entsprechenden Seiten eines Buches oder die jeweiligen Literaturnachweise in Bibliothekskatalogen und Bibliographien lenkt.

Schlagwort, das

Wort, das den Inhalt einer Veröffentlichung erschließt und diesen so präzise wie möglich zum Ausdruck bringt. Auch eine Suchkategorie. In Bibliothekskatalogen und  Bibliographien kannst Du nach Schlagwörtern suchen. Wenn Du Veröffentlichungen zu einem bestimmten Thema/Inhalt finden möchtest, bietet sich eine Schlagwort-Suche an. Schlagwörter kommen allein (einzelnes Wort) oder in Reihung (als Schlagwortkette) vor. Im Katalog der UFB Erfurt/Gotha werden bei einem Literaturnachweis in der Regel Schlagwörter angezeigt. Wenn Du also eine Veröffentlichung findest, die so richtig gut zu Deinem Thema passt, kannst Du Dich an den Schlagwörtern, die im Katalogeintrag stehen, orientieren und genau mit diesen Schlagwörtern weitere Veröffentlichungen suchen. Von den Schlagwörtern muss man die Titelstichwörter unterscheiden. Titelstichwörter sind die Wörter, die im Titel und im Untertitel einer Veröffentlichung vorkommen. Sie können, müssen aber nicht präzise auf den Inhalt der Publikation verweisen. Beispiel 1: Buchtitel: Gespaltene Welt? Titelstichwörter: gespaltene / Welt. Schlagwörter als Schlagwortkette: Informationsgesellschaft / Chancengleichheit / Aufsatzsammlung. Beispiel 2: Buchtitel: Gefährliche Fahrten. Titelstichwörter: gefährliche / Fahrten. Schlagwörter als Schlagwortkette: Deutsch / Literatur / Kraftwagen <Motiv> / Geschiche 1886-1918. Beispiel 3: Buchtitel: Weißes Gold. Titelstichwörter: weißes / Gold. Schlagwörter als Schlagwortkette: Europa / Salzhandel / Geschichte 800-1800. Beispiel 4: Buchtitel: Weißes Gold. Titelstichwörter: weißes / Gold. Schlagwörter als Schlagwortkette: Südchinesisches Meer / Unterwasserarchäologie / China / Porzellan / Geschichte 1000-1600 / Ausstellung 1997

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Sekundärliteratur, die

Wissenschaftliche Texte über den Untersuchungsgegenstand.

Sekundärquelle, die

Von einer Primärquelle abgeleitete, eine nachfolgende Quelle. Sekundärliteratur gehört zu den Sekundärquellen.

Signatur, die

Buchstaben-, Ziffern- oder Buchstaben-/Ziffernfolge, die von der Bibliothek dem Exemplar einer Veröffentlichung zugeordnet wird, damit es im Regal wiedergefunden werden kann. Wenn Du z. B. in den Katalog der UFB Erfurt/Gotha schaust, findest Du bei jedem angezeigten Werkstück den Standort und die Signatur, damit Du weißt, wo genau das Exemplar in der UFB Erfurt/Gotha aufbewahrt wird.

Standort, der

Ort (Gebäude, Gebäudeabschnitt, Funktionsbereich, Raum/Zimmer), wo ein von der Bibliothek gesammeltes Exemplar einer Veröffentlichung aufbewahrt wird. Wenn Du z. B. in den Katalog der UFB Erfurt/Gotha schaust, findest Du bei jedem angezeigten Werkstück den Standort und die Signatur. Mögliche Standorte in der UFB Erfurt/Gotha sind: UB Erfurt, Lesesaal; FB Gotha, Lesesaal; UB Erfurt, Mediothek; UB Erfurt, Magazin.

Studium, das

Partizipierende, aktive Aneignung des durch Forschung gewonnenen Wissens und kritische, prüfende Auseinandersetzung mit diesem; insbesondere an Hochschulen (z. B. der Universität). Erfolgt geplant, zielgerichtet und systematisch. Lernformen sind u. a. aktives Zuhören in der Vorlesung, Mitschreiben, Halten eines Kurzvortrages im Rahmen eines Seminars, Exkursion, Fallanalyse, Interpretieren, Lesen, Exzerpieren wissenschaftlicher Veröffentlichungen, Schreiben wissenschaftlicher Texte. Personen, die das Wissen vermitteln und die Wissensaneignung organisieren/fördern, sind Lehrende (Lehre).

Suchkategorie, die

Suchfeld, "Schublade" eines elektronischen Suchsystems (z. B. eines Bibliothekskatalogs oder einer Bibliographie). Die Suchkategorie enthält Wörter und andere Zeichenfolgen, nach denen Du suchen kannst. Zum Beispiel: Die Suchkategorie "Titelstichwörter" (TIT) enthält Wörter aus Titeln und Untertiteln von Veröffentlichungen. Weitere Suchkategorien sind u. a.: Schlagwörter (SLW), Personen (PER). Wenn Du mehrere Suchwörter miteinander kombinieren und diese in verschiedenen Suchkategorien suchen willst, musst Du die Suchkategorie vor dem Suchwort explizit angeben. Beispiel (gesucht im Katalog der UFB Erfurt/Gotha): PER Lessing UND TIT "Nathan der Weise".

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Synonym, das

Wort, das bzw. Wortkombination, die zu einem anderen Wort bzw. einer anderen Wortkombination bedeutungsgleich oder bedeutungsähnlich ist. Beispielsynonyme: Logopädie/Sprachheilkunde; Pianoforte/Piano/Klavier; Tisch (deutsch)/table (englisch)/tafel (niederländisch); Reif/gefrorener Tau.

Systematik, die

Klassifikatorisches Ordnungssystem. Planmäßige Darstellung von Über-, Unter- und Nebenordnungen. Ordnungsplan, hierarchisch und nebenordnend, enthält Klassen bzw. "Schubladen"; Ergebnis von abstrahierenden, Merkmale herausarbeitenden Ordnungsüberlegungen. "Schubladensystem". Im Kontext des Bibliothekswesens kurz für Bibliothekssystematik (Bibliotheksklassifikation).

Thema, das

Gegenstand des Gesprächs, der Rede, des Textes. Grund-, Hauptgedanke. Das, wovon die Rede ist, worum die Rede kreist. Das, worum es geht. Der "rote Faden". Aber auch der Hauptinhalt einer Veranstaltung, eines Kunstwerks, eines Films usw., eben jedweder menschlichen Kommunikation und der damit verbundenen Manifestationen (z. B. Text, Film, Gemälde, Radiosendung, SMS). Im Kontext des wissenschaftlichen Arbeitens kurz für wissenschaftliches Thema.

Thema verwissenschaftlichen

Wissenschaftliches Thema

These, die

Behauptung, Lehrsatz, Leitsatz, Setzung (Festsetzung); wird diskutiert und durch Argumentation geprüft, bedarf der erläuternden Bestätigung: Es werden Argumente für die Richtigkeit der These (Pros) und gegen sie (Kontras) genannt und gegeneinander abgewogen.

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Thesenpapier, das

Blatt Papier, welches die Thesen enthält, die aus Deinem Seminarfachprojekt erwachsen sind. Sammlung von Leitsätzen (die Leitsätze können aufeinander aufbauen). Unterstützt Dich beim mündlichen Vorstellen/Vortragen Deiner Arbeitsergebnisse. – Die Erkenntnisse, die Du im wissenschaftlichen Arbeitsprozess gewinnst, werden von Dir als Thesen formuliert, um sie von anderen in einer Diskussion argumentativ hinterfragen zu lassen. (Derartige Diskussionsrunden werden in der Regel "Verteidigung" genannt, weil Du Deine Thesen gegen eventuelle Gegenargumente verteidigen wirst. Dabei geht es nicht ums "Rechthaben", sondern um die Konstruktion begründeten, überprüfbaren, irrtumsfreien Wissens.) Das Thesenpapier umfasst die Kernaussagen aus Deiner schriftlichen Seminarfacharbeit. Es untertützt Deinen Verteidiungsvortrag und ist die Grundlage für die anschließende Diskussion. Es ist eine Verständnis-, Gesprächs- und Streithilfe für alle anderen an der Diskussion Beteiligten. Du kannst im Thesenpapier ausschließlich die Thesen mitteilen. Du kannst aber auch jeder These eine kurze und prägnante Begründung beifügen, also die Pros gleich nennen, die Deine jeweilige These stützen.

Titelstichwort, das

Wort aus dem Titel oder dem Untertitel einer Veröffentlichung. Auch eine Suchkategorie.

Trunkierungszeichen, das

Platzhalter-Zeichen. Definiertes Zeichen, das beliebig viele andere Zeichen vertreten/ersetzen kann. Ersetzt 0 bis unendlich viele Zeichen. Sehr häufig als Trunkierungszeichen zugelassen: das Sternchen (*); seltener als Ersetzungszeichen definiert: das Fragezeichen (?). Trunkierungszeichen können sehr häufig zur Rechtstrunkierung eingesetzt werden, seltener sind Links- und Mittentrunkierung möglich. Beispiel für Rechtstrunkierung: Fußball* (Das Sternchen ersetzt 0 Zeichen sowie -er, -es, -mannschaft, -s, -spiel, -spieler, -spielers, -spielerin, -spielerinnen, -stadion, -tor, -trainer, -trainerin, -weltmeisterschaft, -weltmeisterschaftsendspiel und weitere Zeichenfolgen.). Wenn Du ins Eingabefeld des elektronischen Suchsystems schreibst: Fußball*, findest Du Treffer, die das Wort "Fußball" und Wörter, die mit "Fußball" beginnen, enthalten, also: Fußball, Fußballer, Fußballes, Fußballmannschaft, Fußballs, Fußballspiel usw. Die Treffermenge wird, wenn man Trunkierungszeichen beim Suchen einsetzt, in der Regel vergrößert. Vergleiche: Fall 1 (ohne Trunkierungszeichen im Katalog der UFB Erfurt/Gotha in der Suchkategorie "Alle Themen" [THM] gesucht): Fußball. Ergebnis: 285 Treffer. Fall 2 (mit Trunkierungszeichen im Katalog der UFB Erfurt/Gotha in der Suchkategorie "Alle Themen" [THM] gesucht): Fußball*. Ergebnis: 325 Treffer. (Jeweils Stand: 31.07.2011.)

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Untersuchungsgegenstand, der

Das, was Du erforschst; das Objekt oder Subjekt, das Du untersuchst, auf welches Du Deine forschende Aufmerksamkeit richtest. Du erforschst den Gegenstand, weil Du Neues über ihn herausbekommen oder das bereits Bekannte einer Überprüfung unterziehen willst. In einigen Wissenschaftsbezeichnungen wird der Untersuchungsgegenstand sofort mitgeteilt: Die Sprachwissenschaft untersucht "Sprache", die Kunstwissenschaft "Kunst", die Musikwissenschaft "Musik", die Politologie "Politik". In Deiner Seminarfacharbeit solltest Du Dich einem klar umrissenen Untersuchungsgegenstand widmen. Beispiele: Die literarische Gestalt "Effi Briest" im Roman "Effi Briest" von Theodor Fontane (1819-1898); das derzeitige Leseverhalten der Schülerinnen und Schüler Deiner Klasse.

Verknüpfungsoperatoren, die

Beim elektronischen Recherchieren: Zeichen oder Zeichenfolgen, die kombinierende, verbindende Funktion haben. Du kannst sie einsetzen, um Einzelwörter (Einzelwortsuche) miteinander zu verbinden. Die Verknüpfungsoperatoren lösen beim Suchsystem eine festgelegte, programmierte Aktion aus.
Die drei logischen Operatoren (booleschen Operatoren, boolean operators <englisch>) sind: UND, ODER, NICHT; AND, OR, NOT; + [Pluszeichen],   [Leerzeichen], – [Minuszeichen]. Beispiele: Apfel UND Birne UND Pflaume; Apfel ODER Birne ODER Pflaume; Apfel NICHT Birne NICHT Pflaume. UND (AND, +) findet alle damit verknüpften Wörter. UND schränkt also ein. ODER (OR, [Leerzeichen]) findet eines von den Wörtern, mehrere von ihnen und alle. ODER erweitert also. NICHT (NOT, –) macht, dass die entsprechend gekennzeichneten Wörter nicht gefunden werden. Nur das erste ungekennzeichnete Wort findest Du. NICHT schließt also aus. Wenn Du mehrere Verknüpfungsoperatoren anwendest, kannst Du mit runden Klammern die Beziehung der Wörter zueinander steuern. Beispiel 1: (Ringparabel ODER Parabel ODER Gleichnis ODER "Nathan der Weise") UND Lessing. Beispiel 2: Sportökonomie UND (Lehrbuch ODER Einführung). Beispiel 3: (Stotter* NICHT Stotternheim) UND Geschichte. Die Beispiele im Katalog der UFB Erfurt/Gotha in der Suchkategorie "Alle Themen" [THM] gesucht: (Ringparabel ODER Parabel ODER Gleichnis ODER "Nathan der Weise") UND Lessing; Sportökonomie UND (Lehrbuch ODER Einführung); (Stotter* NICHT Stotternheim) UND Geschichte.

Verwissenschaftlichung des Themas

Wissenschaftliches Thema

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Wissenschaft, die

Zum einen die Gesamtheit des begründeten und überprüfbaren Wissens, das zu einer bestimmten Zeit in der Menschengemeinschaft als gesichert und irrtumsfrei gilt. Zum anderen Tätigkeit des Menschen als Forschung, wissenschaftliches Publizieren (Veröffentlichen), Dokumentation und Lehre, erfolgt geplant, zielgerichtet und systematisch.

Wissenschaftliche Arbeit, die

Schriftlicher Fachtext; enthält begründetes und überprüfbares Wissen, das über das Alltagswissen hinausgeht; stellt den Untersuchungsgegenstand, das Erkenntnisziel und die eingesetzte(n) Forschungsmethode(n) vor und erläutert die gewonnenen Forschungsergebnisse. Beispiele: Seminarfach-, Bachelor-, Master-, Diplomarbeit; Dissertation (Doktorarbeit); Habilitationsschrift. Auch Du würdest in Deiner Seminarfacharbeit den von Dir gewählten Untersuchungsgegenstand, Dein Erkenntnisziel und die genutzte(n) Forschungsmethode(n) vorstellen und Deine Untersuchungsergebnisse erläutern.

Wissenschaftliche Arbeitstechniken

Einzelverfahren, die Du innerhalb des wissenschaftlichen Arbeitsprozesses (während Du Dein Seminarfachprojekt realisierst) anwendest, z. B.: Definieren, Exzerpieren, Konspektieren, Zitieren, Vergleichen, Lesen, Protokollieren, Gliedern, Beschreiben, Recherchieren nach Literatur, Nachschlagen im Lexikon, Erkennen und Unterscheiden von Textsorten.

Wissenschaftliche Bibliothek, die

Wissensspeicher; Einrichtung, die Forschung, Studium und Lehre unterstützt, indem sie wissenschaftliche und wissenschaftsrelevante Veröffentlichungen (Sekundär- und Primärliteratur) sammelt, verzeichnet, erschließt und vermittelt. Dokumentiert das durch Forschung gewonnene Wissen.

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Wissenschaftliche Veröffentlichungen

Publikationen, die in Inhalt und Form den Konventionen der Wissenschaft(en) entsprechen. Beispiele: Ausstellungskataloge, Kongressberichte, wissenschaftliche Zeitschriften, Fachlexika, Wörterbücher, Lehrbücher, kritische Werkausgaben, Regestausgaben, Handbücher, Enzyklopädien, Statistiken, Formelsammlungen, Atlanten, Bibliographien, wissenschaftliche Aufsätze.

Wissenschaftliches Arbeiten (das)

Geplante, zielgerichtete und systematische Tätigkeit des Menschen mit außerordentlich hoher Komplexität; umfasst etliche wissenschaftliche Arbeitstechniken. Der Arbeitsprozess kann in Teilschritte gegliedert werden, z. B.: Themenfindung; Projektplanung und Verfassen des Exposés; Projektdurchführung (einschließlich Literaturbeschaffung und ‑auswertung); Anfertigung der schriftlichen Arbeit; mündliche Präsentation und Diskussion. Auch Du wirst, während Du an Deinem Seminarfachprojekt arbeitest diese oder ähnliche Phasen durchlaufen.

Wissenschaftliches Thema (das)

Ein Thema ist nicht von vornherein ein wissenschaftliches. Zu einem wissenschaftlichen wird es erst dadurch, dass der Untersuchungsgegenstand, das Erkenntnisziel und die Forschungsmethode(n) überlegt und im Exposé benannt und erläutert werden. Beispiel: "Erfurt" oder "Grünes Erfurt". Das sind beides noch Themen. (Es könnten beides aber auch schon große Untersuchungsgegenstände sein.) Doch "Erfurts Innenstadt wird grüner – Entwicklung eines Konzepts zur erweiterten Bepflanzung von Erfurts Innenstadtbereich (nebst Istzustand, Sollzustand, Begründung der Notwendigkeit einer Bepflanzung, konkreten Umsetzungsschritten, Kosten, erwarteten Vorteilen für die Zukunft, Erwägung eventueller Nachteile" wäre eine mögliche Formulierung für ein angewandtes wissenschaftliches Thema. Alle Ideen und Überlegungen, die Du nicht in einer transparenten und kurzen Themenformulierung unterbringen kannst, würdest Du im Exposé ausführen.  

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Zitieren

Technik des wissenschaftlichen Arbeitens. Texte/Inhalte anderer kannst Du in Deinen eigenen Text übernehmen, doch musst Du stets angeben, von wem und woher die Texte/Inhalte stammen. Ergebnis des Zitierens ist ein Zitat nebst Literaturnachweis. Du kannst wörtlich und nicht wörtlich zitieren.

Zitat, das

Ergebnis des Zitierens. Beleg; Auszug; Text-/Inhaltsübernahme. Text/Inhalt innerhalb Deiner Seminarfacharbeit bzw. mündlichen Präsentation, den Du von anderen übernommen hast, der also nicht von Dir stammt. Den Text/Inhalt kennzeichnest Du als von anderen stammend. Man unterscheidet wörtliche und nicht wörtliche Zitate.

Zusammenfassung, die

Ein kurzer Text, der dadurch entsteht, dass Du Daten und Informationen auswählst, zusammenführst und komprimierst. In die Zusammenfassung nimmst Du nur die Daten und Informationen auf, die Du als wesentlich, besonders wichtig, für das Verständnis notwendig einschätzt.

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