Universität Erfurt

Literatursuche

8.1 Zwei Situationen: Thema vorläufig oder bereits konkret?

Wie weit bist Du mit der Themenfindung und -konkretisierung bereits fortgeschritten?

Hast du im Moment eine erste thematische Idee? Oder weißt Du bereits genau, welches Thema Dein wissenschaftliches Projekt haben wird?

Aus beiden Situationen erwächst ein unterschiedliches Verhalten bei der Literatursuche.

Fall 1: Das Thema ist vorläufig. (Eine erste thematische Idee ist vorhanden.)

Du kannst die Literatursuche dafür nutzen, um Dich von den Suchergebnissen zu einer Themenkonkretisierung anregen zu lassen. – Ist wissenschaftliche Literatur zum Themenfeld erschienen? In welchen Sprachen? Seit wann? Welche Gegenstände sind innerhalb des Themenfeldes untersucht worden? Fallen Dir solche aufgrund der Titel, Untertitel, Schlagwörter, evtl. elektronischen Inhaltsverzeichnisse und Zusammenfassungen auf? Wecken einige Bücher u. a. Texte, die Du findest, Dein besonderes Interesse?

Lass Dich von der Literatursuche zu einer thematischen Entscheidung anregen.

Schau unbedingt in das eine oder andere Buch hinein. Mache Dich über das Thema grob kundig. (Ohne Wissen über ein Thema, wirst Du kaum eine fundierte Entscheidung fällen können, ob Du das Thema weiter konkretisieren und schließlich bearbeiten solltest oder nicht.) Frage Dich auch, ob es Dir Spaß machen würde, langfristig an genau diesem Thema zu arbeiten.

Am Ende dieser Findungsphase würdest Du konkret wissen, welches Thema Du bearbeiten willst.

Fall 2: Das Thema steht fest.

Du hast Dich thematisch entschieden! Du weißt genau, was Du in den Mittelpunkt Deines Forschungsprojekts rücken möchtest. Vielleicht hast Du das Thema auch schon so weit verwissenschaftlicht, dass Du Untersuchungsgegenstand, Erkenntnisinteresse und Forschungsmethode(n) skizzieren kannst.

Die Literatursuche würdest Du dafür nutzen, um genau die Literatur, die Du für Dein Projekt benötigst, zielgerichtet zusammenzusuchen.

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Informationsbedarf bestimmen

Folgende Fragen können Dir helfen, Deinen Informationsbedarf zu ermitteln:

  • Zu welchem Thema benötigst Du Material?
  • Auf welche Fragen benötigst Du Antworten?
  • Gibt es dazu Bücher? Aufsätze? Oder steht das nur in einem Abschnitt innerhalb eines Textes? In welchen Publikationen könnte es stehen?
  • Benötigst Du einführende Darstellungen oder Spezielles?
  • Zu welchen Forschungsmethoden benötigst Du Literatur?
  • Wann soll das Material veröffentlicht worden sein? (Veröffentlichungszeitraum)
  • In welchen Sprachen soll das Material geschrieben sein?
  • Welche Quellenarten brauchst Du?

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Während Du recherchierst, dokumentierst Du mit, wo, wann und wie Du nach Literatur gesucht hast. Ein Rechercheprotokoll entsteht.

Alle Suchergebnisse, die Dir für die Bearbeitung Deines Projekts nützlich sind bzw. scheinen, nimmst Du mit allen bibliographischen und Inhaltsdaten in die Arbeitsbibliographie auf. (Zu den bibliographischen Daten gehören u. a.: Autor, Titel, Untertitel, Auflage, Erscheinungsort, Verlag, Erscheinungsjahr, Serie. Zu den Inhaltsdaten gehören u. a.: Schlagwörter und Notation.)

Auf der Basis der gefundenen Literatur arbeitest Du Dich grundlegend ins Thema ein. Nachdem Du Dich eingearbeitet hast, schreibst Du das Forschungsexposé, welches Du bei der Lehrerin oder dem Lehrer einreichst, die/der infrage kommt, Dein Projekt zu betreuen. Auf der Grundlage des Exposés diskutierst Du mit ihm/ihr Dein Projekt. Du überarbeitest das Forschungsexposé mehrfach und reichst es schließlich bei der Prüfungskommission Deiner Schule mit der Bitte um Projektgenehmigung fristgerecht ein.

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8.2 Recherchehilfsmittel

Folgende Hilfsmittel kannst Du in genannter Reihenfolge nutzen:

  1. Klassifikation der Bibliothek (Regensburger Verbundklassifikation – RVK)
  2. Katalog der Bibliothek (Online-Katalog der UFB Erfurt/Gotha)
  3. Fernleihkatalog (Gemeinsamer Verbundkatalog – GVK)
  4. Metakatalog KVK (Karlsruher Virtueller Katgalog)
  5. Aufsatzbibliographien und Fachbibliographien im Datenbankinformationssystem
  6. Weitere Hilfsmittel:

Erläuterungen zu den Hilfsmitteln 1 bis 5:

zu 1: Klassifikation der Bibliothek (Regensburger Verbundklassifikation – RVK)

Mit diesem Hilfsmittel kannst du Dir schnell einen Überblick verschaffen, welche Nachschlagewerke pro Wissenschaftsfach existieren und wo diese im Lesesaal der UB Erfurt stehen sowie ob es für Dein spezielles Thema eine "Schublade" (Notation) in der Klassifikation gibt und – wenn ja – ob Bücher in dieser "Schublade" vorhanden sind.

zu 2: Katalog der Bibliothek (Online-Katalog der UFB Erfurt/Gotha)

Hiermit erfährst Du, welche Literatur in der UB Erfurt vorhanden ist, welche Werke Du ausleihen und welche Du evtl. nur in der Bibliothek nutzen kannst.

zu 3: Fernleihkatalog (Gemeinsamer Verbundkatalog – GVK)

Literatur, die nicht im Katalog der UFB Erfurt/Gotha bzw. im Katalog der Bibliothek der FH Erfurt nachgewiesen ist (somit weder in der UFB Erfurt/Gotha noch in der Bibliothek der FH Erfurt vorhanden ist), kannst Du per Fernleihe via Fernleihkatalog für EUR 1,50 je Bestellung aus anderen Bibliotheken anfordern. In der Regel trifft per Fernleihe bestelltes Material innerhalb von 2 bis 3 Wochen in der UFB Erfurt/Gotha ein. Du kannst das Material in der Regel 28 Tage nutzen. Aufsätze werden als Papierkopien geliefert. Zwanzig DIN-A4-Kopien sind in der Bestell-Gebühr von EUR 1,50 enthalten.

zu 4: Metakatalog KVK (Karlsruher Virtueller Katalog)

Mit diesem Hilfsmittel kannst Du mehrere Kataloge in Deutschland und im Ausland zugleich durchsuchen. Für das Material, das Du hier findest, prüfst Du ab,

  1. ob es am Ort vorhanden ist, also im Online-Katalog der UFB Erfurt/Gotha bzw. im Katalog der Bibliothek der FH Erfurt nachgewiesen ist;
  2. wenn es dort jeweils nicht vorhanden ist, ob es via Fernleihkatalog bestellbar ist.

zu 5: Aufsatzbibliographien und Fachbibliographien im Datenbankinformationssystem

In Aufsatzbibliographien kannst Du ermitteln, ob und welche Aufsätze zu Deinem Thema in welchen wissenschaftlichen Zeitschriften erschienen sind. Nutze z. B. die Internationale Bibliographie der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Zeitschriftenliteratur (IBZ).

In Fachbibliographien kannst du Fachliteratur (z. B. Fachbücher, Aufsätze in Fachbüchern, Aufsätze in wissenschaftlichen Zeitschriften) ermitteln. Für jedes Fachgebiet gibt es eine oder mehrere Fachbibliographien, die Du unbedingt konsultieren solltest, wenn Du in diesem Fachbereich ganz spezielle und aktuelle Literatur suchst. Eine der wichtigen Fachbibliographien z. B. für das Fach Pädagogik ist die FIS-Bildung-Literaturdatenbank.

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Recherchekreislauf 1

Recherchekreislauf 2

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Im Informationszentrum der UB Erfurt kannst Du Dir Hilfe holen. Frag nach, wenn Du wissen willst, welche Recherchehilfsmittel für Dein Thema infrage kommen, wie Du die Hilfsmittel bedienen kannst, welche Publikationsformen sich mit welchem Hilfsmittel finden lassen usw.

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8.3 Suchbegriffe, -wörter und -kategorien

Wenn Menschen geistig arbeiten, gewinnen und formen sie Begriffe und operieren mit diesen; variieren diese auch in Abhängigkeit von den Erkenntniszielen. Begriffe sind Widerspiegelungen der Realität; auf Wahrnehmung, Analyse und Konstruktion beruhende Abbilder. Sie stellen Abstraktionen dar, die den Menschen dazu dienen, Aussagen über die Welt zu denken. Man kann Begriffe als Operanden in Denkprozessen ansehen; sie auch als Merkmalsherausstellungen/-hervorhebungen/-zusammenfassungen beschreiben. Begriffe sind Inhaltskonstrukte, die durch eine sprachliche Form ausgedrückt werden.

Insofern kannst Du Dich vor einer Literaturrecherche fragen, welche  Begriffe bzw. Inhaltsaspekte in Deinem Thema stecken und welche Wörter bzw. Wortkombinationen geeignet sind, um diese auszudrücken.

Themenanalyse (Bestimmen der Inhaltsaspekte)

  1. Lege zunächst die Hauptbegriffe fest.
  2. Überlege nun, ob es zu diesen Hauptbegriffen, Ober- und Unterbegriffe gibt.
  3. Fallen Dir zu den Hauptbegriffen auch assoziative Begriffe ein?

Die Inhaltsaspekte drückst Du jeweils durch entsprechende Wörter bzw. Wortkombinationen aus.

Du kannst aber auch gleich auf der Ebene der Wörter und Wortkombinationen arbeiten.

Festlegen der Suchwörter

  1. Lege zunächst die Hauptsuchwörter fest.
  2. Überlege nun, ob es zu diesen Suchwörtern, Hyperonyme und Hyponyme gibt.
  3. Fallen Dir zu den Hauptsuchwörtern Synonyme und assoziative Wörter ein?

Statt Wörtern kannst Du auch Wortkombinationen aufschreiben.

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Themenanalyse (Bestimmen der Inhaltsaspekte)

Festlegen der Suchwörter/Wortkombinationen

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Suchwörter/Wortkombinationen festlegen

Beispiel 1: Stottern im Vorschulalter

Das Thema enthält zwei Inhaltsaspekte: "Stottern" und "Vorschulalter".

Hauptsuchwörter: Stottern; Vorschulalter

Zum Hauptsuchwort 1 "Stottern":

Varianten des Hauptsuchwortes: Stotterer, stottern, Stotterin, stotternd
Hyperonyme: Logopädie, logopädisch, Sprachheilkunde, sprachheilkundlich, Sprachheilpädagogik, sprachheilpädagogisch, Sprachheilpädagoge, Sprachstörung, Sprechstörung
Synonyme und assoziative Wörter: Stottertherapie

Zum Hauptsuchwort 2 "Vorschulalter":
Hyperonym: Kind
Synonyme und assoziative Wörter: Vorschule, Vorschulkind, Vorschüler, Vorschülerin, Kindergartenalter, Kindergartenkind

Beispiel 2: Wehranlagen in Erfurt

Das Thema enthält zwei Inhaltsaspekte: "Wehranlagen" und "Erfurt".

Hauptsuchwörter: Wehranlagen; Erfurt

Zum Hauptsuchwort 1 "Wehranlagen":

Variante des Hauptsuchwortes: Wehranlage
Hyperonym: Festungsbau, Festungsarchitektur, Architektur
Hyponyme: Stadtmauer, Feste Petersberg, Wehrkirche, Festungsmauer
Synonyme und assoziative Wörter: Festung, Feste, Wehrgebäude, Verteidigungsanlage; Geschichte, Stadtgeschichte

Zum Hauptsuchwort 2 "Erfurt":
Hyperonym: Thüringen

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Schema (Arbeitsblatt) zum Eintragen von Suchwörtern und Suchwortkombinationen (pdf)

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Die Suchkategorien

Eine Suchkategorie ist ein Schlüssel, der dem elektronischen Suchsystem vorgibt, wo das von Dir eingetragene Suchwort innerhalb der Datenbank gesucht werden soll.

Beispiele für Suchkategorien (siehe Online-Katalog der UFB Erfurt/Gotha):

Schlagwörter = SLW

findet die Wörter, die den Inhalt der Veröffentlichungen so genau als möglich beschreiben.

Titelstichwörter = TIT

findet Wörter aus den Titeln und Untertiteln.

Alle Themen = THM

findet Titelstichwörter und Schlagwörter.

Person, Autor = PER

findet Namen von Autorinnen und Autoren, Illustratorinnen und Illustratoren, Herausgeberinnen und Herausgebern und anderer mit einer Veröffentlichung verbundener Personen.

Alle Wörter = ALL

findet Titelstichwörter, Schlagwörter, Namen von Personen usw.

Beispiele für Rechercheanfragen:

PER mann, thomas UND TIT "tonio kröger"
   Thomas Mann wird als Autor gesucht in Kombination mit den Titelstichwörtern Tonio Kröger. Die Titelstichwörter sollen in exakt dieser Reihenfolge aufeinanderfolgen.

PER goethe, johann wolfgang UND TIT faust UND TIT tragödie

SLW faust und THM (wörterbuch oder lexikon oder handbuch)

Für inhaltliche Recherchen solltest Du zuerst in den Schlagwörtern [SLW] (sie bilden den Inhalt von Veröffentlichungen so genau wie möglich ab), anschließend in alle Themen [THM] (hier sind die Schlagwörter und die Titelstichwörter enthalten) und schließlich in alle Wörter [ALL] (enthält Wörter aus allen Kategorien) suchen.

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8.4 Tipps und Tricks

Verknüpfungsoperatoren

Die Verknüpfungsoperatoren dienen dazu, Suchwörter bzw. Suchkategorien miteinander zu kombinieren.

und

Operator der Eingrenzung – findet alle angegebenen Wörter

oder

Operator der Erweiterung – findet zumindest eines der angegebenen Wörter

nicht

Operator des Ausschlusses – findet nur das eine Wort, das andere jedoch nicht

Beispiele:

stottern und vorschulalter

THM logopädie und TIT lexikon

Runde Klammern

Runde Klammern strukturieren eine Suchanfrage logisch.

Beispiel:

(stottern oder sprachstörung) und (vorschulalter oder kindergartenalter)

THM (stottern oder sprachstörung) und TIT (vorschulalter oder kindergartenalter)

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Trunkierungszeichen

Trunkierungszeichen schneiden ein Wort zum Ende hin ab bzw. lassen es zum Ende hin offen. Trunkierungszeichen ersetzen 0 bis unendlich viele Zeichen.

Als Trunkierungszeichen fungiert in elektronischen Recherchesystemen oft das Sternchen [*].

Beispiel:

stotter* findet:

stotterer,
stotterers,
stottern,
stottertherapie

Feste Wortfolge (Phrasensuche)

Doppelte Anführungszeichen dienen in elektronischen Suchsystem meist dazu, eine exakte Suchwortreihenfolge festzulegen. In doppelte Anführungszeichen werden sogenannte Suchphrasen eingeschlossen.

Beispiele:

"new mexico"

"new age"

"Kabale und Liebe"

"Effi Briest"

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Alle Tipps und Trick zugleich in einer Rechercheanfrage nutzen

Du kannst alle genannten Tipps und Tricks zugleich in einer Rechercheanfrage nutzen.

Beispiele für komplexe Suchanfragen:

(stotter* oder logopäd* oder sprachheil* oder sprachstör* oder sprechstör*) und (vorschul* oder kindergarten*)

(stotter* oder logopäd* oder sprachheil* oder sprachstör* oder sprechstör*) und (lexikon oder wörterbuch oder einführung oder enzyklopädie oder handbuch oder lehrbuch)

THM (stotter* oder logopäd* oder sprachheil* oder sprachstör* oder sprechstör*) und (lexikon oder wörterbuch oder einführung oder enzyklopädie oder handbuch oder lehrbuch)

THM (stotter* oder logopäd* oder sprachheil* oder sprachstör* oder sprechstör*) und TIT (lexikon oder wörterbuch oder einführung oder enzyklopädie oder handbuch oder lehrbuch)

TIT "Kabale und Liebe" und PER schiller

SLW "Kabale und Liebe" und schiller

SLW ("new mexico" oder Neumexiko) und ALL (bildung* or education* or training or schul* or school)

Rufe den Online-Katalog der UFB Erfurt/Gotha auf und gib die genannten Beispiele ein.

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Weitere Materialien

Strategien für das Recherchieren nach Fachliteratur (pdf)

Aufgaben zum Online-Katalog der UFB Erfurt/Gotha: Arbeitsblatt 1 und Arbeitsblatt 2 (pdf)

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8.5 Rechercheprotokoll

Wenn Du für Dein Projekt über einen längeren Zeitraum nach Literatur suchst (also mehrmals nach Literatur recherchierst) oder die Gruppenmitglieder Deiner Seminarfachgruppe entschieden haben, dass sich alle Gruppenmitglieder gleichermaßen an der Literatursuche beteiligen, um später die Suchergebnisse miteinander abzugleichen, lohnt es sich, ein Rechercheprotokoll zu schreiben.

Im Rechercheprotokoll dokumentierst Du, wo Du wann, wie und mit welchem Ergebnis nach Literatur gesucht hast. So behältst Du den Überblick über Dein Tun. Du kannst anhand der im Protokoll notierten Suchwörter nachprüfen, ob Du die Wörter, die Dir erst später ein- oder aufgefallen sind, tatsächlich bereits früher gesucht hattest. Wenn Du die Wörter noch nicht genutzt hattest, würdest Du eben jetzt in den jeweiligen Recherchehilfsmitteln nach den neu dazugekommenen Wörtern suchen.

Rechercheprotokoll – Beispiel (pdf)

Vorlage für ein Rechercheprotokoll (pdf)

Die für Dein Projekt relevanten Treffer nimmst Du in die Arbeitsbibliographie auf.

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8.6 Treffer speichern - Arbeitsbibliographie

Elektronische Suchsysteme bieten in der Regel die Möglichkeit, Suchergebnisse abzuspeichern.

Der Katalog der UFB Erfurt/Gotha gestattet es Dir,

  • Treffer an Deine E-Mail-Adresse zu schicken,
  • Treffer in ein Speicherset (die Zwischenablage) zu transferieren oder aber
  • Treffer auf den Bildschirm zu laden, um sie dort zu markieren und anschließend ins Textverarbeitungsprogramm, und zwar in die Arbeitsbibliographie, zu kopieren.

Um diese Funktionen einmal auszuprobieren, rufe den Katalog der UFB auf. Suche z. B. nach stotter* und vorschul*. Wenn das Suchergebnis angezeigt wird, klicke auf den Button "Speichern" und wähle anschließend die Art des Speicherns aus.

Die Arbeitsbibliographie ist ein Literaturverzeichnis, in welchem Du alle Suchergebnisse ablegst, die für die Arbeit an Deinem Seminarfachprojekt infrage kommen.

Die Arbeitsbibliographie erstellst Du am besten in einem Textverarbeitungsprogramm. Du kannst aber auch ein Literaturverwaltungsprogramm wie z. B. Zotero, Citavi, Endnote oder Bibliographix nutzen.

Die für Dein Projekt relevanten Werke nimmst Du mit ihren formalen Daten (den bibliographischen Daten: Autoren, Herausgeber, Titel, Untertitel usw.) und den Inhaltsdaten (den Schlagwörtern, Systemstellen der Klassifikation, Abstracts) auf.

Die Arbeitsbibliographie kannst Du nach Publikationsart (z. B. Bücher, Aufsätze aus Büchern, Aufsätze aus Zeitschriften) und Beschaffungsweg (Ausleihen am Ort, Fernleihen, online verfügbar) gliedern.

Werke, die Du Dir zuerst berschaffen möchtest, weil sie besonders wichtig für Dein Projekt sind, kannst Du mit einem entsprechenden Zeichen, z. B. einem Ausrufezeichen versehen. Werke, bei denen Du Dir nicht sicher bist, ob sie Dir nützlich sein können, versiehst Du mit einem Fragezeichen.

Die Arbeitsbibliographie kannst Du auch inhaltlich oder chronologisch ordnen.

Die Ordnung ist davon abhängig, welche Ordnungskriterien Dir für die Projektbewältigung am wichtigsten sind.

Arbeitsbibliographie – Beispiel (pdf)

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Impulse

  1. Ermittle mit Hilfe des Online-Katalogs der UFB Erfurt/Gotha, ob die Bibliothek grundlegende Werke zum Thema Handball hat!
  2. Gib folgende Suchfrage im Katalog der UFB Erfurt/Gotha ein (suche dabei in der Kategorie "Alle Themen [THM]"): (lexikon oder wörterbuch oder einführung oder lehrbuch oder enzyklopädie oder handbuch) und goethe.
  3. Suche zu einem selbst gewählten Thema 5 Bücher, die in der UFB Erfurt/Gotha vorhanden sind; 5 Bücher, die Du per Fernleihe bestellen musst; 5 Aufsätze aus wissenschaftlichen Zeitschriften und 1 frei zugängliches Online-Dokument! Gib zu jedem Aufsatz an, ob er in der UFB Erfurt/Gotha (bzw. in der Bibliothek der Fachhochschule Erfurt) vorhanden ist oder ob Du ihn per Fernleihe bestellen musst!
  4. Notiere ein Arbeitsthema. Welche Literatur würdest Du benötigen, um über dieses Thema schreiben zu können? (Brauchst Du Methodenbücher und/oder spezielle Fachliteratur und/oder Überblickswerke? In welchen Sprachen sollte die Literatur geschrieben sein? Welche Fragestellungen sollte die spezielle Fachliteratur abdecken? Und so weiter.) Begründe, warum Du Dich genau für diese Art von Literatur entschieden hast. Suche nun nach dieser Literatur! Erstelle ein Rechercheprotokoll und eine Arbeitsbibliographie!
  5. Recherchiere zu Deinem Seminarfachthema Literatur! – Wenn es noch  ein vorläufiges Thema ist bzw. nur eine erste thematische Idee darstellt, so notiere, zu welchen thematischen Entscheidungen Dich die Literatursuche angeregt hat. Wenn Dein Thema hingegen bereits ganz konkret ist und feststeht, so erstelle eine Arbeitsbibliographie und ein Rechercheprotokoll.

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