Universität Erfurt

Studierendenrat

Anwesenheitspflicht?!: Aktionsseite mit Meldungen, Beschlüssen und Downloads

Stellungnahme der studentischen SenatorInnen

Liebe Studierende,

zu Eurer Information haben die studentischen SenatorInnen eine Stellungnahme zur Neureglung der Anwesenheitspflicht und Abstimmung im Senat vom 01.02.2017 verfasst.

Stellungnahme Nadin Weber

Stellungnahme Enrico Neumann

Stellungnahme des Studierendenrates: Senat beschließt teilweise Wiedereinführung einer Anwesenheitspflicht

Liebe Studierende,

zu Eurer Information hat der Studierendenrat eine Stellungnahme zur Neureglung der Anwesenheitspflicht verfasst. Dort findet ihr den neuen Wortlaut der Prüfungsordnung zur Anwesenheitspflicht und weitere Information zum Beschluss des Senats.

 

Die vollständige Stellungnahme des StuRa findet ihr hier zum download.

 

Die wichtigsten Punkte in der Übersicht:

  • Konkret bedeutet die neue Regelung: Für Exkursionen, Sprachkurse, Praktika, künstlerischen Einzel- und Gruppenunterricht sowie praktische Übungen besteht Anwesenheitspflicht. Für andere Lehrveranstaltungen entscheidet der Fakultätsrat oder ein Untergremium, ob eine Anwesenheitspflicht besteht. Die Lehrenden müssen eine ausführliche Begründung abgeben, warum sie eine Anwesenheitspflicht für gerechtfertigt halten.
  • Die Regelung gilt erst ab dem Wintersemester 2017/18.

  • Der Studierendenrat kritisiert, dass von der professoralen Mehrheit des Senats die Ergebnisse der Abstimmung vom Dienstag, den 31.01.2017, ignoriert wurden. Obwohl gerade die Studierenden in erster Linie von der Neuregelung betroffen sind, hat deren Meinung für die Mehrheit des Senats offensichtlich keine Rolle bei der Beschlussfindung gespielt.

  • Der StuRa wird sich an der Ausarbeitung des Kriterienkatalogs beteiligen, um möglichst hohe Hürden zu schaffen.

  • Darüber hinaus wird der Studierendenrat seine Gespräche zum Thema Anwesenheitspflicht mit dem Thüringer Wissenschaftsministerium und den Fraktionen des Thüringer Landtags fortsetzen.

Ergebnisse der Abstimmung zur Anwesenheitspflicht

Am Dienstag, 31.01.2017 stimmten die Studierenden der Universität Erfurt über eine mögliche Neuregelung der Anwesenheitspflicht an der Universität ab. Stimmberechtigt waren alle der rund 5.700 Studierenden der Universität.

 

Das Ergebnis fiel deutlich aus: 71,25% der Abstimmenden sprachen sich gegen den zur Abstimmung stehenden Kompromissvorschlag aus. Der Anteil der Ja-Stimmen fiel mit 27,41% deutlich geringer aus, der Stimme enthielten sich 1,34% der Wählerinnen und Wähler. Insgesamt beteiligten sich 1.208 Studierende an der Abstimmung. Die Wahlbeteiligung fällt mit 21,14% vergleichsweise hoch aus.

 

Zur Abstimmung stand ein Kompromissvorschlag der Hochschulleitung zu einer Neuregelung der Anwesenheitspflicht. Dieser ist Beschlussvorlage für eine Sitzung des akademischen Senats der Universität Erfurt am Mittwoch, 01.02.2017.

Ausführliche Ergebnisse findet ihr hier.
Übersichtliche Aufbereitung (Bild) zum Download

Pressemitteilung zu den Abstimmungsergebnissen

Abstimmung zur Anwesenheitspflicht

25. Januar 2017 – Abstimmung aller Studierenden zur Anwesenheitspflicht

Der Studierendenrat hat auf seiner 22. Sitzung am 25.01.2017 beschlossen, am Dienstag, 31.01.2017 eine Abstimmung aller Studierenden zu folgender Frage durchzuführen:

"Befürwortest Du die Aufnahme folgender Regelung in die Rahmenprüfungsordnungen (B-RPO, M-RPO, MEd-RPO)?:

"Eine verpflichtende Teilnahme der Studierenden an Lehrveranstaltungen darf als Voraussetzung für die Zulassung zu Prüfungen nicht geregelt werden. Für Exkursionen, Sprachkurse, Praktika, künstlerischen Einzel- und Gruppenunterricht sowie praktische Übungen besteht Anwesenheitspflicht. Darüber hinaus kann ausnahmsweise eine verpflichtende Teilnahme geregelt werden, wenn das mit der Lehrveranstaltung verfolgte Lernziel nur durch die Teilnahme des Studierenden, und nicht auf andere Weise, erreicht werden kann. Die Begründung hierzu ist zusammen mit der Lehrveranstaltungsanmeldung für das Vorlesungsverzeichnis einzureichen. Die Prüfung und Entscheidung über die Ausnahme obliegt dem Fakultätsrat. Damit dieser noch in seiner letzten ordentlichen Sitzung im Planungssemester entscheiden kann, muss die Begründung spätestens bis zu einem von der Fakultät festgelegten Termin eingereicht sein (Ausschlussfrist). Wenn ein Studierender in einer Lehrveranstaltung, die mit der Pflicht zur Teilnahme verbunden ist (S. 2 und 3), nachweislich mehr als drei Sitzungen bzw. mehr als ein Viertel der Präsenzstunden eines Blockseminars bzw. bei einem Praktikum 3 Arbeitstage unentschuldigt versäumt, gilt die Lehrveranstaltung als nicht erfolgreich abgeschlossen.""

Diese Formulierung wird dem Senat der Universität Erfurt am Mittwoch, 01.02.2017 zur Aufnahme in die Rahmenprüfungsordnungen der Universität zum Beschluss vorgelegt werden (entsprechende Absätze gelb markiert). Die Formulierung soll an Stelle der Regelung zur Anwesenheitspflicht treten, die 2015 ersatzlos gestrichen wurde.

Sollte es zu einer Annahme dieser Formulierung im Senat kommen, bedeutet das: In bestimmten Lehrveranstaltungen (Exkursionen, Sprachkurse, Praktika, künstlerischer Einzel- und Gruppenunterricht sowie praktische Übungen) gibt es wieder eine Anwesenheitspflicht. Bei anderen Lehrveranstaltungen entscheidet der Fakultätsrat, ob für die Lehrveranstaltung eine Anwesenheitspflicht verlangt werden kann.

Die Abstimmung wird voraussichtlich am Dienstag, 31.01.2017 in der Zeit von 9:30 – 16:30 an der Glasbox durchgeführt. Alle Studierenden sind dazu aufgerufen, sich an der Abstimmung zu beteiligen! Die neuesten Informationen zur Abstimmung gibt es auf facebook.

Forum zur Anwesenheitspflicht

17. Januar 2017 – Forum zur Anwesenheitspflicht

Am Dienstag, 17. Januar 2017 fand auf Einladung des Präsidiums und des Studierendenrates der Universität ein Forum zum Thema Anwesenheitspflicht im Café Hörsaal 7 statt. Alle Studierenden und Lehrenden der Universität waren zu dieser Versammlung eingeladen. Nach kontroverser Diskussion konnte sich jedoch nicht auf eine konkrete Neuformulierung geeinigt werden. Auch die am Folgetag stattfindende Sitzung des Studienausschusses blieb zunächst ergebnislos.

Im Vorfeld des Forums hatte der Studierendenrat für den 12. Januar zu einer studentischen Vollversammlung geladen.

Neuregelung gefordert!

02. November 2016 – Studienausschuss fordert Neuregelung der Anwesenheitspflicht

Am 02.11.2016 tagte der Ausschuss für Studienangelegenheiten der Universität Erfurt. Lehrende forderten eine Neuregelung der Anwesenheitspflicht, da im Zuge der ersatzlosen Streichung der Sanktionsregelungen eine Auswertung nach etwa einem Jahr vereinbart wurde. Nach kontroverser Diskussion beschloss der Ausschuss – mit den Gegenstimmen der Studierenden – folgende Formulierung zur Neuregelung der Anwesenheitspflicht:

"Eine verpflichtende Teilnahme der Studierenden an Lehrveranstaltungen darf als Voraussetzung für die Zulassung zu Prüfungen nicht geregelt werden; es sei denn, es handelt sich um eine Exkursion, einen Sprachkurs, eine Projektgruppenarbeit, ein Blockseminar, ein Praktikum beziehungsweise eine praktische Übung oder eine vergleichbare Lehrveranstaltung, deren Lernerfolg durch die Studierenden nur bei Anwesenheit erzielt werden kann."

Dieser Formulierungsvorschlag wurde von Teilen der Studierendenschaft kritisiert. Die entsprechenden Stellungnahmen des Studierendenrates, von Fachschaften und Hochschulgruppen sind hier zu finden: Stellungnahmenkatalog. Die Beratung des Senats über die Frage der Anwesenheitspflicht am 16.11.2016 blieb zunächst ergebnislos, es wurde jedoch vereinbart, zu einem offenen Diskussionsforum zum Thema einzuladen.

Präsident: Gute gemeinsame Praxis in Studium und Lehre in den Vordergrund rücken

Der Präsident der Universität Erfurt hat sich am 18.05.2015 in einer E-Mail zum Wegfall der Regelungen zur Anwesenheitspflicht in den Rahmenprüfungsordnungen geäußert. Wir dokumentieren die Mitteilung hier im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Studierende,

wie Sie alle aus der E-Mail unserer Stabsstelle Hochschulkommunikation vom 7. Mai 2015 bereits wissen, hat sich der Senat in seiner Sitzung am 6. Mai 2015 zum Thema Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen verständigt und mit einer Enthaltung gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 12 GO die Streichung des § 8 Abs. 3 B-RPO sowie gleichlautende Regelungen in § 9 Abs. 3 M-RPO, § 9 Abs. 3 MEd-RPO und § 9 Abs. 3 MTheol-PO beschlossen. Damit entfallen sanktionierende Regelungen zur Teilnahme der Studierenden an Lehrveranstaltungen, insbesondere auch Ausschlussregelungen für die Zulassung zu Prüfungen. Hintergrund der Befassung war das Schreiben des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft mit Schreiben vom 11. März 2015 über die Regelungen zur Anwesenheit von Studierenden in Lehrveranstaltungen an Hochschulen.

Nach unterschiedlichen Rückfragen hierzu und einigen Beschwerden von Studierenden bitte ich nachdrücklich darum, auf die bisherige teilweise sehr rigide gehandhabte Praxis der Anwesenheitskontrolle zukünftig zu verzichten und insbesondere Anwesenheitskontrollen nicht mehr als Zulassungsvoraussetzung zu Prüfungen zu handhaben. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich hier andere Verfahrenswege zur einvernehmlichen Gestaltung des Lehrbetriebs auch ohne kleingliedrige Regulierung entwickeln lassen.

Dies insbesondere deshalb, da sich aus der Befassung der Thüringer Landesrektorenkonferenz ergibt, dass dieses Thema anscheinend nur an der Universität Erfurt überhaupt ein nennenswertes Thema darstellt. Wir sollten daher jetzt das Qualitätsziel einer guten gemeinsamen Praxis in Studium und Lehre an unserer Universität in den Vordergrund rücken und nicht nach einengenden Lösungen suchen. Das setzt voraus, dass sich Studierende und Lehrende darin einig sind, die aktive Teilnahme an Lehrveranstaltungen als wesentlichen Beitrag zum Studienerfolg zu bewerten. Das gilt vor allem auch für Lehrveranstaltungen, die weit überwiegend auf den Erwerb interaktiver beziehungsweise diskursiver Fähigkeiten ausgerichtet sind und deren Qualifikationsziel in hohem Maße das Einbringen eigenständiger studentischer Beiträge erfordert, und sowieso für Lehrveranstaltungen wie Exkursionen, Sprachkurse, Projektgruppenarbeiten, Praktika, praktische Übungen und dergleichen, deren Lernerfolg nur bei Anwesenheit erzielt werden kann.

Die studentischen Senatsmitglieder haben sich hierzu eindeutig bekannt, und ich gehe davon aus, dass die Studierenden verantwortungsvoll mit dem Wegfall der Anwesenheitsregelung umgehen werden. Insofern geht es auch nicht darum, zukünftig den Besuch überhaupt nicht besuchter Lehrveranstaltungen zu bestätigen.

Nach Ablauf eines Jahres können wir ja gern - wie ebenfalls im Senat diskutiert - prüfen und evaluieren, ob sich besondere Schwierigkeiten aus dem Wegfall der Anwesenheitsregelung ergeben haben oder ob sich nicht vielmehr tatsächlich eine neue einvernehmliche Praxis eingespielt hat. Für Zweifels- und Einzelfälle stehen wir einstweilen als Präsidium zur Verfügung.

Kollegial und freundlich grüßend

Walter Bauer-Wabnegg

Anwesenheitspflicht - Hochschulöffentlichkeit über Senatsbeschluss informiert

Die Pressestelle der Universität Erfurt hat alle Mitglieder der Hochschule über den Senatsbeschluss zur Anwesenheitspflicht informiert. Eine entsprechende Rundmail wurde einen Tag nach der Senatssitzung am 07.05.2015 verschickt. Der Inhalt der E-Mail wird hier dokumentiert:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Studierende,

Im Auftrag des Präsidiums möchte ich Sie darüber informieren, dass sich der Senat der Universität Erfurt in seiner Sitzung am 6. Mai 2015 zum Thema Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen verständigt und einstimmig gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 12 GO die Streichung des § 8 Abs. 3 B-RPO sowie gleichlautende Regelungen in § 9 Abs. 3 M-RPO, § 9 Abs. 3 MEd-RPO und § 9 Abs. 3 MTheol-PO beschlossen hat. Damit entfällt die bisherige wie folgt lautende Regelung: "Wenn ein Studierender nachweislich mehr als 2 Sitzungen einer Lehrveranstaltung unentschuldigt versäumt, gilt die Lehrveranstaltung als nicht erfolgreich abgeschlossen".

Herzliche Grüße
Carmen Voigt

Paragraph zur Anwesenheitspflicht ersatzlos gestrichen

Der Senat der Universität Erfurt hat heute beschlossen § 8 Absatz 3 aus allen Rahmenprüfungsordnungen (RPO) ersatzlos zu streichen. Damit treffen die RPO keine Aussage mehr zur Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen an der Uni Erfurt. Der Senat reagiert damit auf die Weisung des Ministeriums vom 11. März 2015.

Der Studierendenrat begrüßt den Wegfall dieser restriktiven Regelung. Zukünftig kann ein Fernbleiben von Lehrveranstaltungen nur noch in wenigen begründeten Ausnahmefällen sanktioniert werden (z.B. Exkursionen, Sprachkurse, Praktikum, praktische Übung). Genauere Regelungen wurden noch nicht getroffen.

Wenn dennoch Listen in Euren Lehrveranstaltungen ausgegeben werden, meldet Euch beim Vorstand des Studierendenrates (stura.vorstand(at)uni-erfurt.de)!

Erfurt, 06.05.15

Anwesenheitspflicht: Offener Brief an die Mitglieder des 5. Senats der Universität Erfurt

Der Studierendenrat setzt sich weiter für die Abschaffung der allgemeinen Anwesenheitspflicht an der Universität Erfurt ein. Anlässlich der Senatssitzung am 06. Mai 2015, bei der das Thema behandelt und näher geregelt werden soll, hat der Studierendenrat einen offenen Brief verfasst, der auch von den studentischen Senator*innen, den studentischen Vertreter*innen im Ausschuss für Studienangelegenheiten und der studentischen Vertreterin im Hochschulrat unterstützt wird. Der Wortlaut des offenen Briefes kann hier nachgelesen werden. Er kann auch im pdf-Format heruntergeladen werden.

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 6. Mai wird auf der Senatssitzung die Neuregelung der Anwesenheitspflicht behandelt werden. Ihnen ist die Diskussion auf den Campus und in seinen Gremien in diesem Semester sicherlich nicht entgangen. Der derzeitige Zustand einer Art Moratorium der Anwesenheitspflicht, das seit Veröffentlichung der Weisung des Wissenschaftsministeriums bis zu seiner rechtskonformen Neugestaltung der entsprechenden Rahmenprüfungsordnungen an der Uni Erfurt herrscht, sollte als Gelegenheit zur Gestaltung begriffen werden.

Als Stimme der Studierenden auf dem Campus der Universität Erfurt stellen sich die Mitglieder des Studierendenrats, die studentischen Senator*innen sowie die studentischen Vertreter*innen im Ausschuss für Studienangelegenheiten als auch im Hochschulrat hinter die Reformbemühungen bezüglich der Abschaffung der Anwesenheitspflicht. Keine Thüringer Hochschule regelt und sanktioniert die Anwesenheitspflicht bei Lehrveranstaltungen so strikt wie die Uni Erfurt.

Im vergangenen Jahr wurde in Nordrhein-Westfalen die allgemeine Anwesenheitspflicht vom ebenfalls SPD-geführten Wissenschaftsministeriums verboten. Im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft führte man nun die gleichen Argumente ins Feld, die man auch in Begründungen und Kommentaren in NRW lesen kann. Eine Novellierung des Thüringer Hochschulgesetzes wird vorbereitet. Es ist nicht ausgeschlossen, dass man dabei den Schritt, den man in NRW ging, auch in Thüringen demnächst nachholen wird. Wir bitten Sie daher, am 6. Mai im Sinne Ihrer Studierenden zu entscheiden und mit unseren drei studentischen Senator*innen bei der Abstimmung die folgende Formulierung zu unterstützen:

für § 8 Abs. 3 B-RPO / M-RPO:

"Eine verpflichtende Teilnahme der Studierenden an Lehrveranstaltungen darf als Voraussetzung für die Zulassung zu Prüfungen nicht geregelt werden, es sei denn, bei der Lehrveranstaltung handelt es sich um eine Exkursion, einen Sprachkurs, ein Praktikum, eine Projektgruppenarbeit, eine praktische Übung oder eine vergleichbare Lehrveranstaltung."

Dieser Text ist der Formulierung des Hochschulgesetzes in NRW entnommen und an zwei Stellen modifiziert. Statt "Teilnahmevoraussetzung für Prüfungsleistungen" sprechen wir von "Voraussetzungen für die Zulassung zu Prüfungen". Zudem nehmen wir "Projektgruppenarbeit" in die Aufzählung der Ausnahmen auf, um einem Spezifikum der Uni Erfurt Rechnung zu tragen.

Nicht nur Krankheit, Ehrenamt, Elternschaft, Erwerbstätigkeit, Pflege, oder andere Verpflichtungen lassen gegebenenfalls Fehlstunden anfallen. Auch ein selbstbestimmtes Lernen und die Stärkung der Eigenverantwortlichkeit der Studierenden, gehören zum Idealbild emanzipierter Studierender. Gleichzeitig lebt die universitäre Lehre vom Prinzip der Gemeinschaftlichkeit von Lehrenden und Lernenden, das nicht auf Zwang aufbauen kann. Wir sind keinesfalls gegen Anwesenheit, lediglich gegen den Zwang ihrer Durchsetzung. Darüber hinaus macht eine didaktisch hochwertige Lehre eine Pflicht für erwachsene Menschen unnötig. Was halten Sie von der Pflicht zur bloßen Präsenz, wenn Sie sich an ihre eigene Studienzeit erinnern?
Bitte schließen Sie sich dem oben genannten Formulierungsvorschlag an!


Im Namen der Studierendenschaft der Uni Erfurt
der Studierendenrat sowie die
studentischen Senator*innen
die studentischen Vertreter*innen im Ausschuss für Studienangelegenheiten
die studentische Vertreterin im Hochschulrat

Offener Brief zur Abschaffung der allgemeinen Anwesenheitspflicht (*pdf, 316 KB)

Erfurt, 04.05.15

Anwesenheitspflicht - Konstruktives Gespräch mit dem Präsidium

Heute trafen wir uns zu einem Gespräch mit dem Präsidenten, Herrn Walter Bauer-Wabnegg und dem Kanzler, Herrn Jan Gerken. Thema war u.a. die allg. Anwesenheitspflicht.

Wir unterbreiteten dem Präsidium einen Formulierungsvorschlag nach dem Vorbild der Unis in Nordrhein-Westfalen. In NRW ist seit kurzem die allg. Anwesenheitspflicht verboten. Auch dort gelten die Ausnahmen für Exkursionen, Praktika, Sprachkurse, und praktische Übungen.

Nächsten Mittwoch, den 6. Mai um 14 Uhr, wird die Anwesenheitspflicht auf der Senatssitzung behandelt. Die Senatssitzung ist hochschulöffentlich. D.h., interessierte Studierende der Uni Erfurt dürfen im 10. Stock des MG1 der Diskussion und der spannenden Abstimmung beiwohnen.

Der Studierendenrat der Universität Erfurt 

Erfurt, 29.05.15

Anwesenheitspflicht: Für Freiwilligkeit! Gegen Listen!

Diese Woche befasste sich der Studienausschuss unter anderem mit dem Thema Anwesenheitspflicht bei Lehrveranstaltungen. Zwei Vertreter der Studierendenschaft stritten mit Vertretern der Lehrenden, der Hochschulleitung und der Verwaltung um eine Umsetzung der Weisung des Wissenschaftsministeriums vom 11. März. In dem Schreiben wurde klargestellt, dass es weder für Vorlesungen noch für Seminare eine Pflicht zur Anwesenheit geben darf.

Die Uni Erfurt ist nun aufgerufen ihre Prüfungsordnungen dahingehend nachzubessern. 

Wichtig dabei ist eine Formulierung zu finden, die keinen Spielraum für Willkür lässt Seminare doch als anwesenheitspflichtig zu interpretieren.“, erklärt Felix, der studentisches Mitglied im Ausschuss ist.

Wir bekräftigen jedoch ausdrücklich, dass die Weisung des Ministeriums sowie die studentischen Bemühungen um eine Reform der Prüfungsordnung bezüglich der Abschaffung der allgemeinen Anwesenheitspflicht nicht für Sprachkurse, Praktika und Kolloquien gelten. Diese Formate von Lehrveranstaltungen beruhen auf Lernzielen, für die Anwesenheit absolut nötig ist.

Studierende, die willkürlich Lehrveranstaltungen fernbleiben, ignorieren den Geist universitärer Bildung ebenso wie Lehrende, die willkürlich zur Anwesenheit verpflichten.

Der 16. Studierendenrat der Universität Erfurt

Erfurt, 25.04.15

Anwesenheitspflicht: Präsident der Universität Erfurt stellt sich hinter Klarstellung des Ministeriums

Der Präsident der Universität Erfurt, Walther Bauer-Wabnegg, hat sich mit einer Rundmail in die Diskussion um das Schreiben des Thüringer Wissenschaftsministeriums zur Anwesenheitspflicht eingemischt. Darin stellt sich Bauer-Wabnegg klar hinter die Klarstellung des Minsteriums, dass es eine Anwesenheitspflicht künftig nur noch im Einzelfall geben darf. Wir dokumentieren hier die Rundmail des Präsidenten, die an alle Lehrenden und Studierenden an der Universität Erfurt verschickt wurde:

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Studierende, liebe Alle,

in der aktuell debattierten Frage der Anwesenheitsverpflichtung für Studierende hat sich das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Digitale Gesellschaft rechtsaufsichtlich erklärt. Das entsprechende Schreiben liegt bei. Das Präsidium dankt sowohl den Studierenden für ihre Initiative als auch dem Ministerium für seine klarstellende Darlegung. Bereits in der vorhergehenden Legislatur war seitens des Wissenschaftsministeriums um eine dem Bologna-Prozess adäquate Handhabung der Anwesenheitsregelungen gebeten worden. Insofern bietet jetzt die ministerielle Note Gelegenheit, die Studien- und Prüfungsordnungen und die gelebte Praxis entsprechend anzupassen. Dieser Prozess wurde ebenfalls bereits angestoßen. Einstweilen bittet das Präsidium alle in der Lehre Tätigen, im Rahmen ihrer Lehrveranstaltungen gemäß dem anliegenden Schreiben zu verfahren. Eventuelle Streit- und Beschwerdefälle wird das Präsidium ebenfalls im Sinne dieses Schreibens behandeln. Ansonsten bemühen wir uns um eine zügige Anpassung der betroffenen Ordnungen und Regelungen.

Freundlich grüßend

Walter Bauer-Wabnegg

Erfurt, 21.04.15

Ministerium: Anwesenheitspflicht nur noch im Ausnahmefall!

Das Wissenschaftsministerium hat in einem Schreiben vom 11. März 2015 klargestellt: Eine Anwesenheitspflicht darf es nur noch in begründeten Ausnahmefällen geben!

Künftig darf die Anwesenheit in Veranstaltungen demnach nur zum Bestehen verlangt werden, „wenn ... das Lernziel nicht auf andere („mildere“) Weise erreicht werden kann (z. B. Laborversuche, Projektkleingruppenarbeit usw.). Ein bloßer Bezug auf eine bestimmte Lehrveranstaltungsform (z. B. Seminar) genügt dagegen nicht den Anforderungen des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes.“

Die Hochschulleitung der Universität Erfurt steht hinter dem Schreiben:

"Wir begrüßen die Klarstellung des Ministeriums hinsichtlich der Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen - nicht nur formal, sondern auch inhaltlich - und haben dies auch in die Hochschule hinein kommuniziert. Darüber hinaus haben wir alle formalen Schritte, die sich daraus für die Universität Erfurt ableiten, angestoßen und stimmen unsere internen Prozesse nun darauf hin ab."

Der Studierendenrat der Universität Erfurt ermutigt alle Studierenden sich für die Umsetzung dieser Regelung einzusetzen und sie auch gegen Widerspruch von Lehrenden durchzusetzen!

Bei Fragen und Problemen könnt ihr uns jederzeit per E-Mail erreichen: stura.vorstand[at]uni-erfurt.de

Schreiben des Thüringer Wissenschaftsministeriums zur Anwesenheitspflicht (*pdf, 189 KB)


Erfurt, 13.04.15

Hoher Besuch - Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee im Gespräch mit dem StuRa der Universität Erfurt

Wissenschaftsminster Wolfgang Tiefensee hat am 06. Februar 2015 die Universität Erfurt besucht. Nach Gesprächen mit der Hochschulleitung und einer Campusführung, besuchte der Minster auch den Studierendenrat. Tiefensee nahm sich etwa eine Stunde Zeit für studentische Anliegen und Fragen. Unter anderem diskutierten die StuRa-Verteter mit ihm über die Anwesenheitspflicht und tauschten sich darüber aus, wie die bisher (intransparenten) Hochschulräte, demokratischer gestaltet werden können. Außerdem ging es um Finanzierungsfragen und das Verhältnis von Wirtschaft und Wissenschaft, da Tiefensee auch für das Wirtschaftsressort zuständig ist. Das Gespräch fand in einer offenen und freundlichen Atmosphäre statt.
Die Erwartungen an die rot-rot-grüne Landesregierung hatten die StuRa-Vertreter bereits während der Koalitionsverhandlungen formuliert. Die Stellungnahme zum Koalitionsvertrag, die die Vertreter des StuRa dem Minister nach dem Gespäch mitgaben, kann hier nachgelesen werden.

Erfurt, 06.02.2015

StuRa spricht sich einstimmig gegen Anwesenheitspflicht aus

„Der Studierendenrat der Universität Erfurt beschließt auf die Abschaffung der Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen an der Universität Erfurt hinzuwirken.“

Dieser Beschlusstext wurde auf der StuRa-Sitzung am 21.01.2015 einstimmig angenommen. Mit diesem starken Signal setzt der StuRa einen neuen Schwerpunkt in seiner Arbeit für bessere Studienbedingungen an der Uni Erfurt.

Zum Hintergrund:

Im Austausch mit acht anderen Thüringer Studierendenräten über Regelungen der Anwesenheit bei Lehrveranstaltungen wurde eines klar: Die geisteswissenschaftliche Uni Erfurt vertritt bisher noch die schärfsten Regeln zur Anwesenheitspflichten. Dazu heißt es auf der Website der Uni Erfurt, aufgrund von bisher geltenden Prüfungsordnungen: „In allen belegten Lehrveranstaltungen besteht Anwesenheitspflicht, die durch Anwesenheitslisten dokumentiert wird. Fehlt ein Studierender mehr als zweimal unentschuldigt im Semester, führt dies in der Regel zum nicht erfolgreichen Abschluss der Lehrveranstaltung (Note 5,0).“

Ganz andere Töne kommen derzeit aus NRW: Dort wurde die Anwesenheitspflicht weitestgehend abgeschafft. Weitere Infos könnt ihr hier nachlesen: http://www.blickfeld-wuppertal.de/oncampus/pro-kontra-allgemeine-anwesenheitspflicht-bei-lehrveranstaltungen

Wir bleiben für Euch dran!

Erfurt, 21.01.15

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