Universität Erfurt

Katholisch-Theologische Fakultät - Theologie studieren und erforschen

Profil der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt

Das Studium der Theologie hat eine lange Tradition in Erfurt. Bereits vor Gründung der Universität im Jahre 1392 bescherten Erfurts Stifts- und Ordensschulen der heutigen Thüringer Landeshauptstadt einen guten Ruf als Hochschulstandort: „Wer gut studieren will, der gehe nach Erfurt!“ hieß es schon damals. Die theologische Fakultät der später gegründeten Universität umfasste neben Lehrstühlen, die von Weltpriestern besetzt waren, je einen Lehrstuhl der Augustiner, Dominikaner und Franziskaner. In den ersten hundert Jahren ihres Bestehens erhielten hier nicht weniger als fünfundfünfzig deutsche Bischöfe ihre theologische Ausbildung. Martin Luther, der an der Universität Erfurt wenigstens sieben Semester Theologie studierte, rühmte sie dadurch, dass er alle anderen im Vergleich zu ihr als „bloße Schützenschule“ bezeichnete. Mit dem finanziellen Niedergang der Stadt und der Spaltung der Konfession jedoch ging diese Blütezeit zunächst zu Ende – bis zur Neugründung der Universität im Jahr 1994.  

Seit 2003 nun ist die, bereits zu DDR-Zeit als eigenständiges Institut wiedergegründete, Katholisch-Theologische Fakultät erneut Teil der Universität Erfurt. Als einzige Katholisch-Theologische Fakultät in den östlichen Bistümern widmet sie sich heute, wie schon vor mehr als 700 Jahren, der Erforschung der christlichen Lehre. Von besonderem Interesse für die Fakultät ist dabei, schon durch ihre einmalige Lage in den ansonsten vorwiegend protestantisch geprägten neuen Bundesländern, die Ökumene. Für Studium und Forschung stehen damit elementare Fragen im Vordergrund, wie jene danach, inwiefern Glaube in einer säkularen Gesellschaft gelebt werden oder was uns das Studium der Theologie in einer zunehmend pluralen Religionsgemeinschaft lehren kann.

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