Universität Erfurt

Theologisches Forschungskolleg

Dr. Petr Štica: Gast-Postdoktorand

Kirche in der Diaspora: Theologisch-ethische Reflexion der Beziehung von Kirche und Gesellschaft im Spannungsfeld der Öffentlichkeit am Beispiel der katholischen Kirche in Tschechien nach 1989

Ziel des Projekts ist die theologisch-ethische Reflexion der Beziehung von Kirche und Gesellschaft in einer spezifischen religiösen und sozialen Situation – in einer stark säkularisierten Gesellschaft. Die tschechische Gesellschaft gilt seit langem als eine Gesellschaft mit geringem Interesse an institutionalisierter und organisierter Religion und wird zusammen mit der Region der ehemaligen DDR als „die atheistischste Region Europas“ bezeichnet. Der Schwerpunkt der Forschung liegt auf der katholischen Kirche in Tschechien. Untersucht wird, welche Rolle die katholische Kirche in der Öffentlichkeit in Tschechien nach 1989 gespielt hat, welche Rolle sie aktuell spielt und welche Rolle sie zukünftig übernehmen kann. Es wird gefragt, wie – mit welchen Mitteln und mit welchem Dispositiv – sich die katholische Kirche am gesellschaftlich-politischen Diskurs beteiligt und wer von den kirchlichen Akteuren sich in dieser Periode als politisch-relevanter Akteur profiliert hat. Für die Datenerhebung und Datenauswertung ausgewählter diskursiver Felder wird die Methode der Diskursforschung angewandt. Es sollen theologisch-ethische Kriterien entwickelt werden, welche für das Handeln der Kirche von heute, die in einer stark säkularisierten Umgebung wirkt, von grundlegender Bedeutung sind.

Nach oben

Navigation

Werkzeugkiste

Nutzermenü und Sprachwahl