Universität Erfurt

Senatsausschuss gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF)

Hintergrund

Rassismus, aber auch Vorurteile und Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, Behinderung oder religiöser Anschauungen usw. sind entgegen dem positiven Selbstbild unserer vermeintlich "liberalen Gesellschaft" noch immer recht weit verbreitet. Sie reichen tief in die Mitte der Gesellschaft und sind keineswegs nur bei rechtsextremen Randgruppen anzutreffen. Solche Einstellungen und Handlungen machen auch vor den Hochschulen in Deutschland nicht Halt. Die Universitäten sind Teil der Gesellschaft – also teilen sie auch deren Probleme. An der Universität Erfurt hat es in den vergangenen Jahren vereinzelte Übergriffe auf Studierende gegeben. Studierende wurden unter anderem aufgrund ihres Aussehens und ihrer Hautfarbe in der Erfurter Innenstadt und anderen Teilen Thüringens angegriffen. Die Hochschule hat sich daraufhin mit menschenverachtenden Äußerungen auf dem Campus und in der Stadt auseinandergesetzt.


Die Gründung des Senatsausschusses gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist eine Reaktion auf die Tatsache, dass allgemeine Gleichheitsgrundsätze in unserer Verfassung sowie neue Antidiskriminierungsgesetze allein nicht ausreichen, um die Probleme zu bekämpfen. Gesellschaftliche Institutionen müssen Einsatz und Engagement zeigen, indem sie helfen, ihre Mitglieder vor Diskriminierungen aktiver als bisher zu schützen. Die Universität will hier ein Zeichen setzen.

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