Universität Erfurt

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Fotowettbewerb der Romanistik der Universität Erfurt: 31. März 2015

Fotoapparat (Foto: Michael Grabscheit  / pixelio.de)

"Ombre et lumière, luci ed ombre, luces y sombras" ist der Titel eines Fotowettbewerbs der Romanistik der Universität Erfurt, dessen Beiträge ab dem 10. April in der Universitätsbibliothek zu sehen sind. Eine Jury aus Lehrkräften und Studierenden wird dabei Preise vergeben, aber auch die Besucher sind aufgefordert, ihren Publikumsliebling zu benennen und einen Preis zu verleihen, indem sie die Nummern der beiden Fotos, die ihnen am besten gefallen, auf einem Stimmzettel eintragen, den sie dann in die dafür vorgesehene Urne einwerfen. Bei den nicht nummerierten Bildern handelt es sich um Bilder von Mitarbeitern, die außerhalb des Wettbewerbs gezeigt werden.

Was ist eine Fotografie? Geht man dem Ursprung des Wortes nach – es kommt aus dem Altgrieschichen und setzt sich aus phos-Licht und graphein-zeichnen, malen, schreiben zusammen – so bedeutet Fotografieren, mit Licht zu malen oder anders ausgedrückt: Es ist das Wechselspiel von Licht und Schatten, das in einer Fotografie die Wirklichkeit entstehen lässt. Denn Licht und Schatten sind unzertrennlich. Sie ergänzen und bedingen sich gegenseitig. Studierende und Mitarbeiter des Fachgebiets Romanistik an der Uni Erfurt haben nun versucht, dieser Interaktion von Licht und Schatten nachzugehen und in ihren Fotografien festzuhalten. Die Ergebnisse ihrer Spurensuche sind jetzt zu sehen.

Durch den Kontrast von Licht und Schatten wird die Wirklichkeit offenbart. So wird der Fotograf durch seinen Schatten präsent, Konturen von Bäumen oder Menschen heben sich vor einem lichtdurchfluteten Hintergrund ab. Andererseits werden Wanderer durch die letzten Sonnenstrahlen beleuchtet, am Ende dunkler Gänge erscheinen hell eine Tür, eine rote Lampe, ein Gebäude…

Aber auch die Wirklichkeit selber, die manche der Fotografien zeigen, hat ihre Sonnen- und Schattenseiten. Der Bürgerkrieg in Burundi hinterlässt seine Spuren, Frauen sind gezwungen, auf dem Schwarzmarkt Fleischspieße zu verkaufen, am Ufer der Seine in Paris treffen Spaziergänger, die einen sonnigen Nachmittag genießen, auf Obdachlose, die unter einer Brücke Zuflucht gefunden haben.

Die Ausstellung ist bis zum 13. Mai zu den Öffnungszeiten der Bibliothek zu sehen.

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