Universität Erfurt

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Ausstellung: „Hitlers ‚Mein Kampf‘ – ein (un)gelesenes Buch?“: 4. November 2016

In der Begegnungsstätte Kleine Synagoge in Erfurt ist vom 10. November 2016 bis 26. Februar 2017 eine Ausstellung unter dem Titel „Hitlers ‚Mein Kampf‘ – ein (un)gelesenes Buch?“ zu sehen. Die Schau ist ein Kooperationsprojekt der Universität Erfurt mit dem Netzwerk „Jüdisches Leben Erfurt“. Eröffnet wird sie am Mittwoch, 9. November, um 19 Uhr. Neben einer Einführung von Prof. Dr. Christiane Kuller, Historikerin an der Uni Erfurt, wird es auch eine Führung mit den Ausstellungsmachern geben. Den musikalischen Rahmen gestaltet Reinhard Jungrichter, ebenfalls von der Universität Erfurt.

Die Publikation der Kritischen Edition von Adolf Hitlers Buch „Mein Kampf“ zu Beginn des Jahres 2016 sorgte für viel Aufmerksamkeit. Bis 2015 durfte es in Deutschland nicht publiziert werden und so entstanden zahlreiche Mythen um das Werk. Der einzige Weg, diesen Mythen zu begegnen, ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem Buch. Eine dieser Legenden besagt beispielsweise, dass es fast niemand gelesen habe. Aber trifft dies überhaupt zu? Studierende und Dozenten des Historischen Seminars der Universität Erfurt sind dieser Frage nachgegangen. In ihrer Ausstellung in der Kleinen Synagoge präsentieren sie nun Kommentare zu „Mein Kampf“ aus den 1920er- und 1930er-Jahren im In- und Ausland, und sie gehen darüber hinaus der Frage nach, wie gut das Buch nach 1945 erhältlich war.

Zur Ausstellung wird es ein Begleitprogramm geben. So findet am Dienstag, 22. November, um 19 Uhr eine Gesprächsveranstaltung mit Studierenden der Uni Erfurt statt, in dem der Frage nachgegangen werden soll, wie „Mein Kampf“ seinerzeit rezipiert wurde und wie wir heute damit umgehen. Und am 6. Dezember geht es noch einmal in einer Diskussionsveranstaltung um die Wiederauflage des Buches und die Frage, wie wir heute mit dem nationalsozialistischen Erbe in unserer Gesellschaft umgehen. Zu Gast sind an diesem Abend Vertreter der Jüdischen Gemeinde, von Kirchen, aber auch Geflüchtete und ein Mitarbeiter der Gedenkstätte Buchenwald. Beginn ist ebenfalls um 19 Uhr in der Kleinen Synagoge.

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