Universität Erfurt

Universität Erfurt

DAAD fördert Projekt zur interkulturellen Germanistik mit 25.000 Euro: 28. Januar 2016

Prof. Dr. Csaba Földes
Prof. Dr. Csaba Földes

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert das Projekt „Interkulturelle Germanistik: Impulse für Forschung und Lehre zu Wort und Text“ an der Universität Erfurt in diesem Jahr mit 25.000 Euro. Projektleiter ist Csaba Földes, Professor für Germanistische Sprachwissenschaft an der Uni Erfurt, Partner sind der Lehrstuhl für deutsche Sprache an der Staatlichen Pädagogischen Universität Moskau und die Abteilung für Deutsch und Französisch an der Sozial- und Geisteswissenschaftlichen Universität Kolomna.

Das Projekt ist 2014 im Rahmen einer Germanistischen Institutspartnerschaft entstanden und verfolgt hauptsächlich zwei Ziele: Zum einen die germanistisch-linguistische Forschung im Bereich der Interkulturalitätsaspekte des deutschen Wortschatzes, also wie sich Kultur und Interkulturalität auf die Lexik (= Wörter) und Phraseologie (= Redewendungen) der deutschen Sprache auswirken. Dabei kommt auch den deutsch-russischen Sprachkontakten und dem Sprachvergleich eine große Rolle zu. Und zweitens die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in diesem Bereich, genauer gesagt die gemeinsame Betreuung von Promovierenden, Doppelpromotionen Erfurt-Moskau und Forschungsaufenthalte russischer Nachwuchswissenschaftler in Erfurt. Ein weiteres Ziel besteht im akademischen Austausch zwischen der Germanistik in Erfurt, in Moskau und in Kolomna und damit in der Unterstützung der sogenannten Auslandsgermanistik in Russland.

„Wir kooperieren in diesem Projekt mit Moskau und Kolomna einerseits im Interesse der Förderung der deutschen Sprache und der Germanistik in Russland, andererseits aber auch zur Vertiefung des Dialogs zwischen den zwei Ausprägungstypen der Germanistik: der sogenannten Inlandsgermanistik und der sogenannten Auslandgermanistik“, erläutert Prof. Dr. Földes. „Unsere Partneruniversität in Moskau ist eine große Forschungsuniversität und hat u.a. die Aufgabe, Promotions- und Habilitationsverfahren im Bereich der germanistischen Sprachwissenschaft für die ganze Russische Föderation durchzuführen.“

Die nun vom DAAD zur Verfügung stellten Fördermittel sollen einerseits für gegenseitige Besuche der beteiligten Forscherinnen und Forscher, vor allem aber für die Finanzierung von Aufenthalten russischer Doktoranden in Erfurt verwendet werden. Darüber hinaus soll eine gemeinsame wissenschaftliche Tagung in Moskau finanziell unterstützt werden.

Navigation

Werkzeugkiste

Nutzermenü und Sprachwahl