Universität Erfurt

Universität Erfurt

Campus Kunstwerke

Die Universität Erfurt residiert in denkmalgeschützten Gebäuden, die überwiegend in den 1950er und frühen 1960er Jahren errichtet worden waren und mit zeitgenössischen Kunstobjekten, Wandbildern und Bauschmuck geziert sind. 

Haupteingang (1963)

Stahlskulptur

Wandplastik im Eingangsbereich von Heinz Scharr (*1924)
Metallbild im Eingangsbereich
Metallbild im Eingangsbereich

Anlässlich der Umgestaltung des Eingangsbereichs nach der Errichtung des Wohnheimes V (heute Mitarbeitergebäude 1) wurde im selben Zeitraum eine von Heinz Scharr (*1924) entworfenen Stahlskulptur errichtet, die den Eingangsbereich der Pädagogischen Hochschule auffallend prägte.

Die Gesamtkomposition ist durch deutlich konturierte Personen (was in der Natur der Technik liegt), aber auch durch starke Schwarzweiß-Kontraste geprägt. Die Figurenauffassung erinnert - gerade, was die Darstellung der Gesichter anbetrifft - deutlich an Fernand Leger. Da in dessen Werke tatsächlich Elemente eines sozialistisch-heroischen Impetus’ enthalten, ist eine Einflussnahme des Franzosen auf den Urheber der Metallplastik durchaus vorstellbar.

Auditorium Maximum (1956-1961)

Stein-Mosaiken

Mosaik rechts: Thema Lernen und Kunst
Mosaik mittig: Thema Freizeit, Freundschaft, Liebe und Familien
Mosaik links: Thema Aufbau

Im Foyer des Hörsaals sind drei von Gottfried Schüler (1923-1999) gestaltete Stein-Mosaiken angebracht. Sie thematisieren Aufbau (links), Freizeit - Freundschaft - Liebe - Familie (Mitte) und Musik - Lernen - Kunst (rechts).

Aufgrund des Materials sind sie wenig buntfarbig. Die Figuren werden eckig und abstrahierend dargestellt, so dass die Farbwahl zusammen mit den kubischen Formen entfernt an kubistische Bildfindungen denken lassen. Gleichermaßen erinnern einige - stark im Profil dargestellte - Figuren vor hellem Hintergrund an Malereien in ägyptischen Pyramiden. Eine schwarze Konturierung lässt die Figuren deutlichvor dem Hintergrund hervortreten.

Figurengruppe

Figurengruppe am Giebel, Plastik, zwei Figuren
Figurengruppe am Giebel von Helmut Braun (*1925)

Die Figurengruppe am Giebel oberhalb des neoklassizistischen Portikus wurde von Helmut Braun (*1925) entworfen, der auch an den Hochreliefs am Hörsaalanbau des Lehrgebäudes I beteiligt war.

Dargestellt sind eine weibliche und eine männliche allegorische Figur, die unbekleidet mit vor ihrer Scham verschränkten Beinen in ihrer Mitte einen Globus mit ihren Armen halten, auf dem eine Friedenstaube abgebildet ist. Die Ausführung in Kalkstein oblag dem Erfurter Steinmetzmeister Otto Lehmann.

Lehrgebäude I (1952-1954)

Friese

Nordfries am Lehrgebäude 1 von Hans Walther (1888-1961) und Helmut Braun (*1925)
Westfries am Lehrgebäude 1 von Hans Walther
Südfries am Lehrgebäude 1 von Hans Walther (1888-1961) und Helmut Braun (*1925)

Die als Hochrelief ausgeführten Friese stammen von Hans Walther (1888-1961) und Helmut Braun (*1925). Sie thematisieren Literatur, Kunst und Musik (Nordseite, von Braun und Walther geschaffen) und verschiedene Lehrsituationen (Westseite, von Walther geschaffen, Südseite, von Braun geschaffen).

Wandbild

Vor Hörsaal 3 befindet sich ein monumentales Wandbild von 1966, geschaffen von dem Erfurter Künstler Lutz Gode (*1940), das (in einem Stil, der an die Kunst der Neuen Sachlichkeit denken lässt) Studenten zeigt.

Ölgemälde

Ölgemälde "Landschaft mit Erntearbeitern" von Karl Ortelt
Ölgemälde von Lutz Gode (1990)
Ölgemälde "Industrielandschaft bei Sondershausen" von Wolfgang Taubert

Ebenfalls von Lutz Gode aus dem Jahre 1990 stammt ein Ölgemälde vor Hörsaal 4, eine leicht abstrahierte figürliche Komposition.

Auf demselben Flur hängen zwei weitere, querformatige Ölgemälde: "Landschaft mit Erntearbeitern", ein im Stil des Realismus des 19. Jahrhunderts geschaffenes Gemälde des Erfurter Künstlers Karl Ortelt (1907-1972), sowie „Industrielandschaft bei Sondershausen“ des Erfurter Künstlers Wolfgang Taubert (1909-1990), das thematisch und stilistisch ebenfalls an Werke des Realismus im 19. Jahrhundert denken lässt.

Lehrgebäude II (1958-1962)

Glasfenster

Detail Glasfenster im Lehrgebäude 2, Aufgang West
Fensterdetail 2 im Lehrgebäude II, Aufgang West
Detail Glasfenster Lehrgebäude 2

Im Treppenhaus des 1958-1962 in einer Stahlskelettkonstruktion errichteten Lehrgebäudes II befindet sich zwei nach Norden ausgerichtete, über mehrere Geschosse ausgedehnte, die Wand komplett ausfüllende Glasfenster in der Größe 6 x 10 m, die 1963 nach einem Entwurf von Otto Kayser (1915-1988) und Gottfried Schüler (1923-1999) entstanden und dessen Herstellung in Glasschliff- und Ätztechnik die Glasfertigung Magdeburg vorgenommen hatte.

Die Fenster füllen jeweils das aus zehn Einheiten bestehende "Gefache" der Wand aus. Jedes der hochrechteckigen "Gefache" ist durch Metallsprossen noch einmal in neun Flächen unterteilt. Ursprünglich hatte das Gebäude unter anderem die Fächer Mathematik und Physik aufgenommen; dieser Thematik trägt die abstrakt gehaltenen Glasfenster Rechnung, auf denen Signaturen und Formeln von Einstein, Planck und Kopernikus zu lesen sind.

Verwaltungsgebäude (1965)

Bronzebüste Dr. Theodor Neubauer

Bronzebüste von Dr. Theodor Neubauer auf dem Campus

Vor dem Verwaltungsgebäude findet sich auf einer Stele eine Bronzebüste Theodor Neubauers nebst einer Inschrift. Die Umbenennung des Pädagogischen Instituts in "Pädagogische Hochschule Theodor Neubauer" erfolgte 1965, und aus diesem Jahr stammt auch die Bronzebüste.

Geschaffen wurde sie von Walter Arnold (1909-1979), der in dieser Zeit Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden war.

Wohnheim I (1969)

Wandbild

Wandbild beim Wohnheim I, Nordgiebel

1969 wurde am Nordgiebel des Wohnheims I das Gurtgesims entfernt und stattdessen ein großflächiges Wandbild angebracht, das der Weimarer Künstler Herbert Reiher in Sgrafitto-Technik geschaffen hat.

Das Wandbild zeigt vor graugrünen, erdfarbenen und weißen geometrischen Flächen junge Menschen: ein Mann und zwei Frauen beim Sport. Die Figuren sind durch Umrisslinien gekennzeichnet und besitzen keine eigene Farbigkeit, so dass die Hintergrundfarben durch sie hindurch scheinen.

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