Universität Erfurt

Universität Erfurt

Detailansicht

Pest und bildende Kunst im Venedig der Renaissance 22.05.2019, 18:15 Uhr

Öffentlicher Vortrag von Prof. em. Dr. Klaus Bergdolt im Rahmen der Ausstellung "Eine göttliche Kunst. Medizin und Krankheit in der Frühen Neuzeit".

  • Ort: Forschungsbibliothek Gotha, Spiegelsaal
  • Referent(en): Prof. em. Dr. Klaus Bergdolt (Universität Köln)
  • Reihe: Zur Ausstellung „Eine göttliche Kunst. Medizin und Krankheit in der Frühen Neuzeit“
  • Veranstalter: Forschungsbibliothek Gotha, Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha e.V
  • Kategorie: Vortrag
  • Publikum: öffentlich

Moderation: Dr. Ulrike Eydinger (Stiftung Schloss Friedenstein Gotha)

Der Vortrag thematisiert die vielfältigen Spuren, welche die Erfahrung der Pest in der Malerei und Bildhauerei Venedigs über Jahrhunderte hinterlassen hat. Die großen Pestwellen 1348, 1576 und  1630 erweckten früh das Interesse weltberühmter Künstler. Die Förderung der Verehrung des Hl. Rochus, aber auch die variantenreiche Thematik tödlicher Gefahr beeinflusste die repräsentative Ikonografie, nicht nur in den Kirchen, über Jahrhunderte. Die Pest prägte die Kunst der Stadt, wie sich zeigt, keinesfalls nur am Rande. Sie war eines der wichtigsten Themen ihrer Geschichte, und damit auch der weltberühmten Kunst Venedigs.

Prof. Dr. Klaus Bergdolt ist einer der renommiertesten Medizin- und Kunsthistoriker in Deutschland. Er studierte Medizin in Tübingen, Wien und Heidelberg. Promotion Dr. med. 1975, 1981 Facharztausbildung zum Augenarzt am Universitätsklinik Heidelberg,  Von 1981 bis 1986 Studium der Geschichte, Kunstgeschichte, Christlichen Archäologie und Religionswissenschaften in Heidelberg und Florenz. Promotion Dr. phil. 1986. Habilitation 1989 in Würzburg zum Thema „Arzt und Krankheit bei Petrarca“. Von 1990 bis 1995 war Bergdolt Direktor des Deutschen Studienzentrums in Venedig, von 1995 bis 2014 ordentlicher Professor für Geschichte und Ethik der Medizin und Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin an der Universität zu Köln.

Vor dem Vortrag findet um 17 Uhr eine Sonderführung durch die Ausstellung statt.

Der Eintritt ist frei.

 

 

Downloads

Navigation

Werkzeugkiste

Nutzermenü und Sprachwahl