Universität Erfurt

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Von Gutmenschen, guten Menschen und geflüchteten Menschen. Reflexionen zur Frage, ob Geflüchtete dankbar sein sollen. 03.07.2019, 19:00 Uhr

Öffentlicher Vortrag im Rahmen der internationalen Tagung „The Shadow Side of Gratitude“ des Max-Weber-Kollegs der Universität Erfurt.

  • Ort: Steinplatz 2 (Forschungsgebäude 2)
  • Referent(en): Marie-Luise Raters (Potsdam)
  • Reihe: Internationale Tagung "The Shadow Side of Gratitude"
  • Veranstalter: Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien
  • Kategorie: Vortrag
  • Publikum: öffentlich

Viele Menschen erwarten Dankbarkeit von den Geflüchteten, die in unserem Land aufgenommen worden sind. Häufig liest oder hört man den Satz „Geflüchtete sollten dankbar sein“. Der Vortrag fragt, was dieser Satz bedeutet und ob er richtig ist. Eine Pflicht zur Dankbarkeit kann es offensichtlich nicht geben: Das gilt auch für Geflüchtete. Dankbarkeit ist vielmehr Supererogation, nämlich eine moralisch wünschenswerte Handlungsweise, die über die Pflicht hinausgeht. Aber sollte man nicht jedermann zur Dankbarkeit raten, weil Dankbarkeit ein sympathischer Ausdruck einer Tugendhaltung ist ? Wer sich dankbar für erwiesene Wohltaten zeigt, wird gemocht und geschätzt. Das gilt wiederum auch für Geflüchtete. Doch wofür genau und in welchem Umfang ist Geflüchteten Dankbarkeit anzuraten? Vor allem diese Fragen wird der Vortrag zur Diskussion stellen.

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