Universität Erfurt

Universität Erfurt

Prof. Dr. Martin Mulsow

Professor für Wissenskulturen der europäischen Neuzeit an der Philosophischen Fakultät

und Direktor des Forschungszentrums Gotha

Martin Mulsow studierte Philosophie, Germanistik und Geschichte an den Universitäten Tübingen, Berlin und München; 1991 wurde er an der Universität München mit einer Arbeit über Renaissancephilosophie promoviert. 2000 folgte die Habilitation in Philosophie. Nach Tätigkeiten als Mitarbeiter und als Projektleiter in den SFBs 573 und 536 folgte er 2005 einem Ruf in die USA und wurde Professor für Geschichte an der Rutgers University in New Jersey. Zuvor war er 2002/3 Member des Institute for Advanced Study in Princeton gewesen. 2005 war er zudem Gastprofessor an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris. Seit 2008 ist er Inhaber der Professur für Wissenskulturen der europäischen Neuzeit an der Universität Erfurt und Direktor des Forschungszentrums Gotha. 2012/13 war Mulsow Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin, im Frühjahr 2017 am NIAS in Amsterdam. Von 2010-2014 war er Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des 18. Jahrhunderts, von 2013-2017 leitete er zusammen mit Jörg Rüpke die Kollegforschergruppe "Religiöse Indiviadualisierung" im Max-Weber-Kolleg.

Mitgliedschaften, Auszeichnungen, relevante Tätigkeiten

Mulsow ist Träger des Wissenschaftspreises der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (2011), des Thüringer Forschungspreises (2013) und des Anna-Krüger-Preises. Er ist Ordentlisches Mitglied der Sächsischen und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Forschung

Zu den Forschungsschwerpunkten von Martin Mulsow zählen die Wissens- und Kulturgeschichte des 16., 17. und 18. Jahrhunderts, clandestine Literatur und Kommunikationsstrukturen des "Untergrundes", frühneuzeitliche Hofkultur, Alchemie, Orientalistik, Numismatik und der Hof als Kommunikationsraum und Wissenskultur. Ein neues Projekt betrifft die Entwicklung einer globalen Ideengeschichte. Außerdem interessieren ihn methodologische Fragen der Konstellationsforschung, der materiellen Kulturforschung und der Modernisierung.

Lehre

In der Lehre bietet Martin Mulsow Veranstaltungen zu Themen der Kultur- und Geistesgeschichte der Frühen Neuzeit, zur Philosophiegeschichte der Renaissance und Aufklärung, zu sammlungsbezogenen Themen, zur Gelehrten- und Hofkultur an.

Ausgewählte Publikationen

  • 2018: Radikale Frühaufklärung in Deutschland 1680-1720, 2 Bde. Göttingen: Wallstein (engl. Übers. in Vorb.).
  • 2017: (Hg. mit A.C. Cremer) Objekte als Quellen der historischen Kulturwissenschaften. Stand und Perspektiven der Forschung, Köln: Böhlau.
  • 2014: (Hg. mit Ulrich Beck) Vergangenheit und Zukunft der Moderne, Berlin: Suhrkamp.
  • 2014: (Hg.) Kriminelle – Freidenker – Alchemisten. Räume des Untergrunds in der Frühen Neuzeit, Köln: Böhlau.
  • 2012: Prekäres Wissen. Eine andere Ideengeschichte der Frühen Neuzeit, Berlin: Suhrkamp (frz. Übersetzung 2018; engl. Übers. in Vorb.)

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