Universität Erfurt

Universität Erfurt

Prof. Dr. Hartmut Rosa

Direktor des Max-Weber-Kollegs für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien an der Universität Erfurt

Hartmut Rosa studierte an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau Politikwissenschaft, Philosophie und Germanistik. Er wurde 1997 an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Dr. rer. soc. promoviert. Seit 1988 war Rosa mehrmals zu Studienzwecken in den USA; unter anderem arbeitete er 1995 als Forschungsassistent im Department of Government/Center for European Studies der Harvard University. Außerdem erhielt er ein Feodor-Lynen Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung 2001/02 für die Arbeit als Gastprofessor an der New School University in New York. Seit 2002 ist er dort als Gastprofessor affiliiert. Des Weiteren war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politische Wissenschaft III der Universität Mannheim und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 2004 habilitierte er sich dort mit der Studie Soziale Beschleunigung. Im Sommersemester 2004 vertrat er einen Lehrstuhl für Politikwissenschaft/Politische Theorie an der Universität Duisburg-Essen und im Wintersemester 2004/2005 sowie im Sommersemester 2005 hatte er die Lehrstuhlvertretung für Politische Wissenschaft an der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg inne. Seit 2005 ist Hartmut Rosa Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 2006 erhielt er den Forschungspreis für Grundlagenforschung des Landes Thüringen. Seit Oktober 2013 ist Rosa Direktor des Max-Weber-Kollegs für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt. 2016 erhielt er den Tractatus-Preis.

Forschung

Zu den Forschungsinteressen von Hartmut Rosa zählen unter anderem zeitsoziologische und moderne theoretische Untersuchungen zum Thema soziale Beschleunigung und Resonanz; die „Kommunitarismus-Debatte“, zu der auch seine Dissertation über den kanadischen Philosophen Charles Taylor gehört; die kritische Sozialtheorie sowie die Metatheorie in der Wissenschaftstheorie der Sozialwissenschaften aus einer ideengeschichtlichen Perspektive heraus.

Ausgewählte Publikationen

  • Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung; Berlin: Suhrkamp 2016
  • Alienation and Acceleration. Towards a Critical Theory of Late-Modern Temporality, Malmö/Arhus: NSU Press 2010.
  • Theorien der Gemeinschaft (mit Lars Gertenbach, Henning Laux und David Strecker), Hamburg: Junius Verlag 2010.
  • (Hg. mit L. Gertenbach, H. Kahlert, S. Kaufmann und C. Weinbach): Soziologische Theorien, Reihe UTB - Basiswissen Soziologie, Fink: Paderborn 2009.
  • Soziologie, Kapitalismus, Kritik. Eine Debatte (mit Klaus Dörre und Stephan Lessenich), Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2009.
  • (Hg. mit W. Scheuerman): High-Speed Society: Social Acceleration, Power and Modernity, Penn State University Press 2009.

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