Universität Erfurt

Universität Erfurt

Prof. Dr. Jörg Seiler

Professor für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der Katholisch-Theologischen Fakultät

Der 1966 in Stuttgart - Bad Cannstatt geborene Theologe studierte an der Universität Würzburg Katholische Theologie und Geschichte und wurde dort auch promoviert. Später war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Kirchengeschichte der Universität Frankfurt und wurde 2003 Juniorprofessor für Kirchengeschichte an der Universität Koblenz. Am Gymnasium Oberursel war er zudem Lehrer für Religion, Geschichte und Latein. Zuletzt war er als Leiter des Amtes für katholische Religionspädagogik, Frankfurt, tätig, bevor er im April 2015 an die Universität Erfurt kam. Seit Juni 2015 hat er die Professur für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit inne, die er zuvor bereits an der Katholisch-Theologischen Fakultät vertreten hat.

Forschung

Zu den Forschungsschwerpunkten Jörg Seilers gehören die Kirchengeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, die Geschichte des Deutschen Ordens im Reich, Kirchengeschichte in kulturwissenschaftlicher Perspektive und Historische Friedensforschung / Kirche im Krieg. 

Lehre

Die Lehrveranstaltungen im Bereich der Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit versuchen, diesen etwa 1500-jährige Zeitraum in thematischen Überblicksvorlesungen zu erschließen. Im weiterführenden Studium bildet die kirchliche Zeitgeschichte einen besonderen Schwerpunkt. Das Studium Fundamentale bietet die Möglichkeit, kirchengeschichtliche Themen (auch die vermeintlichen "Skandalgeschichten" des Christentums) für einen größeren Hörer/innen-Kreis mit weitgehend areligiöser Herkunft zu erörtern. Forschungsprojekte und -fragen werden an drei Blockterminen im Semester im Rahmen eines Oberseminars erörtert.

Ausgewählte Publikationen

  • Der Deutsche Orden in Frankfurt. Gestalt und Funktion einer geistlich-ritterlichen Institution in ihrem reichsöffentlichen Umfeld (Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens 61), Marburg 2003.          
  • Hg. v.: Matthias Laros (1882-1965). Kirchenreform aus dem Geiste Newmans (Quellen und Studien zur neueren Theologiegeschichte 8), Regensburg 2009.
  • Priesterseminare als theologische Lehranstalten: Trier und Mainz, in: Katholische Theologie im Nationalsozialismus Bd. 1/1: Institutionen und Strukturen, hg. v. Dominik Burkard/Wolfgang Weiß, Würzburg 2007, 605–646.
  • Der Musealisierung zum Opfer gefallen? Historisch-theologische Reflexionen zur Kirchengeschichte in Ausstellungen und Museen, in: Zeitschrift für Kirchengeschichte 118 (2007), 81–105.
  • Maria und der Friede. Begriffsgeschichtliche Beobachtungen auf der Grundlage päpstlicher Marienenzykliken 1854-1954, in: „Friede auf Erden“. Religiöse Semantiken und Konzepte des Friedens im 20. Jahrhundert (Frieden und Krieg 12), hg. v. Helke Stadtland, Essen 2009, 65–102.
  • Kameradschaft als Widerstand? Der Bamberger Regens Johann Schmitt und priesterliche Identität im Krieg, in: Geistliche im Krieg, hg. v. Franz Brendle/Anton Schindling, Münster 2009, 313–342                
  • Die katholische Kirche und die Entwicklung der evangelischen Kirche im Rheinland 1914–1948, in: Krise und Neuordnung im Zeitalter der Weltkriege: 1914–1948 (Evangelische Kirche im Rheinland 4 VRKG 173), hg. v. Thomas Martin Schneider, Bonn 2013, 392–436.

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