Universität Erfurt

Universität Erfurt

apl. Prof. Dr. Alexander Thumfart

apl. Professor für Politische Theorie an der Staatswissenschaftlichen Fakultät

Nach dem Studium der Philosophie, Politikwissenschaft und evangelischen Theologie in München und Augsburg wurde Alexander Thumfart 1991 in Philosophie an der Universität Augsburg  promoviert. 2000 erfolgte die Habilitation in Politikwissenschaft an der PH Erfurt. Seit 2011 ist Alexander Thumfart außerplanmäßiger Professor (apl. Prof.) für Politische Theorie an der Universität Erfurt. Seit 2005 fungiert Alexander Thumfart als Mitglied des Beirates des Forschungszentrums Gotha der Universität Erfurt und seit 2009 als Präsidiumsbeauftragter für das Studium Fundamentale.

Im Wintersemester 2017/18 wurde Thumfart mit zwei Lehrpreisen (Preis der guten Lehre) der Staatswissenschaftlichen Fakultät ausgezeichnet: dem 1. Platz im in der Kategorie "große Lehrveranstaltung" für "Einführung in sozialwissenschaftliche Theorien" sowie den 2. Platz in der Kategorie "Kleine Lehrveranstaltungen" für das Seminar "Thüringer Produkte im Umbruch".

Forschung

Zu den Forschungsschwerpunkten von Alexander Thumfart gehören die klassische und moderne politische Theorie, der europäische Bürgerhumanismus der Renaissance, der klassische wie neuzeitliche Republikanismus und die sozialwissenschaftliche Transformationsforschung sowie eine Politik der Nachhaltigkeit. Projektleiter des Teilprojekts "Treff-Orte und Gegen-Orte in Erfurt" im Rahmen des BMBF-geförderten Verbundprojekts "Diktaturerfahrung und Transformation: Biographische Verarbeitungen und gesellschaftliche Repräsentationen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren" von Universität Erfurt, Universität Jena und Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Lehre

In der Lehre bietet Alexander Thumfart Veranstaltungen an zu den klassischen Themen der politischen Theorie, also etwa Seminare und Vorlesungen zu Platon, Aristoteles, Niccolò Machiavelli, Thomas Hobbes und Jürgen Habermas, aber auch Veranstaltungen zu spezifischen Themen und Politikfeldern, also etwa Gerechtigkeitstheorien und empirische Gerechtigkeitsforschung, Umweltpolitik und Kommunalpolitik. Im MA-Studiengang hält Alexander Thumfart Veranstaltungen zu Institutionentheorien, zur Gewaltenteilung und dem Republikanismus, zur Demokratisierung bzw. transitions to democracy und zu failing states. Im Bereich des Studium fundamentale hat Alexander Thumfart mehrere öffentliche Ringvorlesungen der Universität Erfurt in Kooperation mit der Stadt Erfurt und der FH Erfurt organisiert zu Themen wie „Das Fremde. Faszination und Bedrohung“, „Erfurter Gesellschaftsbilder“ oder „Auf dem Weg in eine andere Gesellschaft. Was kommt nach dem Wachstum? “ Regelmäßig bietet er hier auch Lehre an mit Kolleginnen und Kollegen zur „Globalisierung“, zu „Gewalt“, aber auch zur „Kur“, zum „Humanismus“ und zu „Kunst und Protest“. Alexander Thumfart fungiert als Betreuer für das von Studierenden selbst organisierte und mehrfach ausgezeichnete Seminar „sustainability“. Alexander Thumfart hat fünf Preise für gute Lehre erhalten.

Ausgewählte Publikationen

  • Giovanni Botero, in: Winfried Böttcher (Hrsg.), Europas vergessene Visionäre. Rückbesinnung in Zeiten akuter Krisen, Baden-Baden 2019, S. 69-76.
  • Federico Chabod, in: Winfried Böttcher (Hrsg.), Europas vergessene Visionäre. Rückbesinnung in Zeiten akuter Krisen, Baden-Baden 2019, S. 441-449.
  • Von Dieben und Räuberbanden: Wiedergänger in der politischen Theorie der Moderne, in: Andreas Gerlach/Dorothee Kimmich (Hrsg.), Diebstahl! Zur Kulturgeschichte eines Gründungsmythos, Leiden-Boston (Fink-Verlag) 2018, S. 41-65.
  • Nachhaltige Städte. Städte und Nachhaltigkeit, in: Evamarie Blattner/Wiebke Ratzeburg (Hrsg.), Hinter der Fassade. Tübinger Altstadtgeschichten, Tübingen 2016, S. 34-47.
  • Dort ist der Verrat, und hier ist das Volk. Warum gibt es so viel Rechtspopulismus in den neuen Bundesländern? in: Süddeutsche Zeitung vom 18. Juli 2016, S. 9.
  • Dialog als Lebensform – Literarische Verständigungsdiskurse bei Petrarca, Bracciolini, Pico della Mirandola und Giannotti, in: Oliver Hidalgo/Kai Nonnenmacher (Hrsg.), Politisches Denken und literarische Form, Wiesbaden (VS-Verlag Springer) 2015, S. 181-202.
  • Politische Macht, in: Manuel Knoll/Michael Spieker (Hrsg.), Michael Walzer: Sphären der Gerechtigkeit. Ein kooperativer Kommentar, Stuttgart (Steiner Verlag) 2014, S. 225-242.
  • Giovanni Pico della Mirandola, in: Winfried Böttcher (Hrsg.), Klassiker des europäischen Denkens. Friedens- und Europavorstellungen aus 700 Jahren europäischer Kulturgeschichte, Baden-Baden (Nomos Verlag) 2014, S. 96-109.

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