Universität Erfurt

Universitätssportverein Erfurt e.V.

Vierfacher Marathon hintereinander: USV-Läufer Becker und Panse starten beim erstem Rennsteig-Nonstop-Lauf

Vierfacher Marathon hintereinander

Wenn am Freitag (30. August 2013) um 18 Uhr in Blankenstein der Startschuss für den Rennsteig-nonstop-Lauf fällt, sind auch zwei Erfurter Läufer im Starterfeld. Frank Becker und Jens Panse vom USV Erfurt wollen es sich nicht entgehen lassen, beim ersten Nonstop-Lauf über die gesamte Länge des Rennsteigs von insgesamt 168 Kilometer dabei zu sein. „Einmal den Rennsteig auf seiner gesamten Länge zu bezwingen, war schon immer ein großer Traum“, sagt Jens Panse, der schon insgesamt 28 Mal beim Rennsteigmarathon oder Supermarathon mitgelaufen ist. Jetzt gibt es erstmals die Gelegenheit.

Gunter Rothe hat mit seinen Mitstreitern vom Lauffeuer Fröttstädt den „Lauf unter Freunden“ organisiert. „Der Rennsteig-nonstop ist ein Lauf von Läufern mit Läufern für Läufer“, sagt der Organisationschef des Thüringen Ultra. Da es keine öffentliche Veranstaltung sei, müsse man es wie eine „private Verabredung zum Laufen“ verstehen. 120 Läuferinnen und Läufer aus ganz Deutschland haben sich nun am Wochenende zum ersten Mal „verabredet“, gemeinsam, aber am Ende doch jeder für sich, den Höhenzug des Thüringer Waldes zu bezwingen. Maximal 28 Stunden Zeit haben sie für die Bewältigung der Strecke Zeit. Deshalb müssen sie die Nacht vom Freitag zum Samstag durchlaufen und versuchen, vor Anbruch der 2. Nacht um 22 Uhr das Ziel in Hörschel an der Werra zu erreichen.

Während Frank Becker schon Erfahrungen mit solchen Streckenlängen hat und sich eine Zeit von etwa 20 Stunden vorgenommen hat, stößt Panse mit dem vierfachen Marathon in einen neuen persönlichen Grenzbereich vor. Ähnlich wie beim Lauf um den Mont Blanc in Frankreich sind die Ultramarathonläufer weitgehend auf sich gestellt. Becker und Panse werden sich ohne Begleittross auf die Strecke begeben. Alles Notwendige an Ausrüstung und Verpflegung wird im Rucksack mitgeführt. Alle 20 Kilometer gibt es eine Nachfüllstation. „Vielleicht begleitet mich mein Sohn auf den letzten Kilometern mit dem Fahrrad, wenn er mich nicht vorher schon irgendwo abholen muss“, scherzt der USV-Präsident Jens Panse. Allerdings hat er in mehr als 35 Läuferjahren bislang nur einmal einen Lauf aufgeben müssen. Ein vorzeitiger Wintereinbruch, der ihn im letzten Jahr am Mont Blanc zur Aufgabe zwang, ist aber auf dem Rennsteig nicht zu befürchten. „Die Wetterprognosen sind ideal“, freut sich Panse auf das Abenteuer. Nach dem erfolgreichen Rennsteigsupermarathon (72 Kilometer) und dem Thüringen Ultra (100 Kilometer) wäre es für ihn in diesem Jahr das I-Tüpfelchen der Laufsaison, wenn er am Samstagabend den Zielstrich in Hörschel an der Werra erreicht. „Schön wäre es, wenn es noch vor 18 Uhr gelänge und ich unter der 24 Stunden-Marke bleiben würde. Aber eigentlich ist mir die Zeit ganz egal. Gesund ankommen – das ist diesmal Ziel“, sagt der 47-jährige Langstreckenläufer.

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