Forschung in Corona-Zeiten an der Uni Erfurt

Forschung im Erfurt Laboratory of Empirical Research

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen sowie FAQ und Ansprechpartner*innen der Hochschule zu Corona-bedingten Einschränkungen oder Maßnahmen für alle an der Uni Erfurt forschenden Personen.

Bitte beachten Sie neben unseren allgemeinen Informationen zum Umgang mit Corona auch die gesonderten Schutzkonzepte einzelner (Forschungs-)Einrichtungen (z.B. Sporthalle, Universitätsbibliothek, Forschungsbibliothek Gotha, Gebäude der Katholisch-Theologischen Fakultät in der Domstraße, ErfurtLab und das Internationale Begegnungszentrum).

News

Zum Beginn des Sommersemesters 2022 hat der Vizepräsident für Studienangelegenheiten zusammen mit dem Dezernat 1: Studium und Lehre einen Leitfaden erstellt, der darüber informiert, wie die Lehre ab dem 4. April an der Uni Erfurt erfolgen soll.

Die Universität Erfurt hat ihr Infektionsschutzkonzept an die neuen Gegebenheiten und Corona-Regelungen des Landes Thüringen und auf Bundesebene angepasst.

FAQ

Grundsätzliche Fragen

Informationen sowie FAQ zum Hygienekonzept, zum Umgang mit Verdachtsfällen und grundsätzlichen Fragen finden Sie auf unserer allgemeinen Corona-Informationsseite.

Informationen der Hochschule zum Umgang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2

Forschung und Lehre

Wie reagieren die Forschungsförderer auf die Corona-Krise?

Im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie haben die großen deutschen Institutionen der Wissenschaftsförderung sowie die EU Maßnahmen und Regelungen vorgelegt, um ihr Förderhandeln möglichst uneingeschränkt fortzuführen und mögliche Nachteile für die Geförderten zu begrenzen. Die DFG hat bei einer Reihe laufender Ausschreibungen die Teilnahmefrist verlängert und angekündigt, zeitliche und finanzielle Auswirkungen der Covid-19-Krise auf bereits geförderte Projekte sowie für Empfänger von Stipendien und Fellowships abzufedern. Der DAAD bietet seinen deutschen Stipendiaten im Ausland bei Kostenübernahme durch den DAAD die Rückreise nach Deutschland an. Alle Auswahlsitzungen mit persönlicher Vorstellung sind zudem bis auf Weiteres ausgesetzt. Bei der Humboldt-Stiftung soll die Bearbeitung und Begutachtung von Förderanträgen mit kleinen Einschränkungen weitergehen; für einige Alumni-Fördermaßnahmen können gegenwärtig allerdings keine neuen Anträge angenommen werden. Die EU-Kommission hat Antragsfristen in den Förderprogrammen Erasmus+ und Horizon 2020 verlängert. In Erasmus+ geförderte Einzelmobilitäten und Projekte können sich zudem auf „force majeure“-Regelungen berufen.

Können Corona-bedingt Promotionsstipendien und -laufzeiten verlängert werden?

Stipendien

Das Präsidium und die Stabsstelle Forschung und Nachwuchsförderung haben sich mit der Problemlage der Promovierenden und auch mit der Frage möglicher Stipendienverlängerungen intensiv beschäftigt. Als Ergebnis konnten die Stipendienlaufzeiten zunächst verlängert werden, insbesondere für diejenigen, die ihre bereits begonnenen Promtionsvorhaben Corona-bedingt nicht in der geplanten Zeit beenden konnten.

Für Kohorten von Promotionsstipendiat*innen ab 2020 bzw. für diejenigen, die noch kein Stipendium in Anspruch genommen haben, gibt es jedoch keine Verlängerungsoption mehr. Stipendiat*innen in der Promotionsförderung sind stattdessen grundsätzlich gehalten, die Zeit, die für eventuell pandemiebedingt nicht durchführbare Vorhaben eingeplant war, für die Bearbeitung anderer Fragestellungen bzw. Aspekte des Dissertationsvorhabens zu nutzen bzw. zu prüfen, ob sich die Arbeitspläne für das einzelne Promotionsvorhaben umstellen lassen.

Promovierende, die durch andere Geldgeber als die Universität gefördert werden, müssen bitte direkt bei den entsprechenden Einrichtungen vorstellig werden. Und: Für die Verlängerung von haushaltsfinanzierten Stellen müssen die Promovierenden sich an die jeweiligen Dienstvorgesetzten und an das betreffende Dekanat wenden.

Für Rückfragen steht der Vizepräsident für Forschung und Nachwuchsförderung, Prof. Dr. Benedikt Kranemann, gern zur Verfügung.

Promotionslaufzeit

Eine Verlängerung der Promotionslaufzeit muss mit den jeweiligen Betreuerinnen und Betreuern abgesprochen werden und kann nicht durch das Präsidium geregelt werden, das aber gern für unkomplizierte Lösungen in den verschiedenen Gremien und Konferenzen wirbt.

Können Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (Mittelbaustellen) verlängert werden?

Wir haben als Universität frühzeitig reagiert und die Möglichkeit eröffnet, dass nach einer Einzelfallprüfung die Verlängerung von Stipendien für Promotionsvorhaben, die von der Universität verantwortet werden und vor 2020 gestartet sind, möglich ist. Zugleich sind unsere Haushaltsmittel sehr begrenzt, weshalb die Finanzierung dieser Verlängerungen aus dem Budget der Forschungsförderung finanziert wird. In der Konsequenz werden wir in den nächsten zwei bis drei Jahren unter Umständen weniger Stipendien ausschreiben können.

Die Situation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht über Stipendien der Universität gefördert werden, haben wir natürlich auch im Blick. Zunächst zu denjenigen, die Stipendien aus nichtuniversitären Mitteln erhalten: Das Land Thüringen hat eine Verlängerung dieser Stipendien ermöglicht. Gegenüber anderen Geldgebern kann die Universität jedoch nicht aktiv werden. Wir sind nicht der Verhandlungspartner, sondern diejenigen, die ein solches Stipendium erhalten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Verlängerung der vom Bund finanzierten Stipendien um bis zu sechs Monate ermöglicht, und zwar auch dann, wenn die Höchstförderzeit bereits in Anspruch genommen worden ist. Bitte erkundigen Sie sich bei den jeweiligen Förderwerken oder -institutionen, wie dort verfahren wird. Sie können sich dabei gerne auf die Position von Land und Universität berufen, die ihrerseits die Förderzeiten ihrer Programme verlängert haben.

Auch über die Stellenverlängerungen für alle wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Haushaltsstellen ist bereits beraten worden, Informationen dazu sind auf dieser Website zu finden:  „Eine Verlängerung der Promotionslaufzeit muss mit den jeweiligen Betreuerinnen und Betreuern abgesprochen werden und kann nicht durch das Präsidium geregelt werden, das aber gern für unkomplizierte Lösungen in den verschiedenen Gremien und Konferenzen wirbt.“ Die Verlängerung solcher Stellen ist bereits seitens der Bundesregierung durch die Modifikation des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes ermöglicht worden. Details können Sie einer Pressemitteilung des BMBF entnehmen.

Es bleibt aber dabei, dass wir als Universitätsleitung für solche Verlängerungen keine zusätzlichen Haushaltsmittel zur Verfügung stellen können. Alle Mittel sind an die Fakultäten bzw. über das Programm ProForschung 2020 ausgereicht. Stellen, die jetzt verlängert werden, können erst später neu besetzt werden. Für zusätzliche Stellenbesetzungen gibt es keinerlei finanzielle Spielräume. Deshalb: Es gibt im Rahmen des Beschriebenen die Möglichkeit, Stellenlaufzeiten zu verlängern. Bitte klären Sie das an den Professuren und innerhalb der Fakultät.

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(Update 3. Juli 2020)

Mit der Veröffentlichung des Wissenschafts- und Studierendenunterstützungsgesetzes ist die „Corona-Regelung“ für die mögliche Verlängerung von Arbeitsverträgen der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen, die nach dem WissZeitVG befristet sind, in Kraft getreten. Inhalt der Gesetzesänderung ist eine Verlängerung der Höchstbefristungsdauer um vorerst sechs Monate. Die Möglichkeit betrifft nur die Qualifizierungsstellen, die nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG befristet sind, nicht auch Drittmittelbefristungen nach § 2 Abs. 2 WissZeitVG. Voraussetzung ist, dass

  • das Arbeitsverhältnis zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. März 2021 bestanden hat,
  • die Erreichung des angestrebten Qualifizierungsziels pandemiebedingt beeinträchtigt und daher eine Vertragsverlängerung notwendig ist,
  • die Verlängerung im Einzelfall beantragt und deren Notwendigkeit und Umfang entsprechend begründet wird und
  • die Verlängerung über das Stellenkontingent der Fakultät abgedeckt werden kann (freie Stelle oder entsprechende Verschiebung der Nachbesetzung).

Hinweis: Aus der Ausweitung der Höchstbefristungsgrenze folgt keine zwingende oder automatische Verlängerung der Arbeitsverhältnisse. Inwieweit von der Möglichkeit zur Vertragsverlängerung Gebrauch gemacht werden kann, ist im Einzelfall zu entscheiden. Für die Vertragsverlängerung muss ein Antrag auf Weiterbeschäftigung eingereicht werden. Dem Antrag ist wie gewohnt das „Beiblatt zur Darlegung des Befristungsgrundes nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG“ beizufügen, da eine einzelfallbezogene Begründung und Prüfung der Verlängerung erforderlich bleibt.

Finden die Veranstaltungen innerhalb des Programms „Akademische Qualifizierung und Weiterbildung“ statt?

Ja, Sie können online an den verschiedenen hochschuldidaktischen Angeboten teilnehmen. Weitere Informationen zu den Terminen sowie zur Anmeldung finden Sie hier: Akademische Qualifizierung und Weiterbildung

Organisatorisches

Können Berufungskommissionen aktuell tagen?

Angesichts der aktuellen Corona-Lage sollten Gremiensitzungen bzw. Berufungskommissionen derzeit weitgehend online per Videokonferenz stattfinden. Wenn eine Präsenzveranstaltung unvermeidbar ist, kann dies nur unter Einhaltung der aktuellen Regelungen aus dem Infektionsschutzkonzept der Universität (Abstandsregelungen und Hygienemaßnahmen) erfolgen. Darüber hinaus gelten die kommunalen bzw. landes- und bundesweiten Regelungen und möglichen Kontaktbeschränkungen.

Kann ich meine Sprechstunden in Präsenz abhalten?

Sprechstunden sollten aktuell, wenn möglich, telefonisch oder als Video-Konferenz stattfinden, bzw. über einen Austausch per E-Mail. Sollte eine Präsenz erforderlich sein, sind die aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen unbedingt einzuhalten.

Kann ich aus Virusvarianten-Gebieten im Sommersemester 2022 einreisen?

Für Personen, die sich in sogenannten Virusvarianten-Gebieten (https://www.rki.de/covid-19-risikogebiete) mit einer besonders hohen Verbreitung von Mutationen des Virus aufhalten, sind die Beförderung nach Deutschland sowie eine Einreise gemäß CoronaEinreiseV (Corona-Einreise-Verordnung) aktuell grundsätzlich untersagt. Dies gilt auch für vollständig Geimpfte. Ausnahmen sind nur in sehr wenigen Fällen möglich, zum Beispiel für Personen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland. (https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/faqs/DE/themen/bevoelkerungsschutz/coronavirus/reisebeschraenkungen-grenzkontrollen/II-reisebeschraenkungen-uer-einreise-aus-virusvarianten-gebieten/welche-ausnahmen-vom-befoerderungsverbot-und-den-einreisebeschraenkungen-aus-virusvarianten-gebieten-gibt-es.html).

Für Studierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Virusvariantengebieten bedeutet dies, dass ein Präsenzstudium oder ein Forschungsaufenthalt in Deutschland zum Sommersemester 2022 zurzeit nicht sichergestellt werden kann. Bitte beachten Sie, dass eine Einreise auch dann nicht möglich ist, wenn von der deutschen Hochschule bereits eine Studienplatzzusage erteilt wurde: Da eine Einreise nicht möglich ist, können keine Visa ausgestellt werden, solange ein Land als Virusvariantengebiet gilt.

Bitte informieren Sie sich regelmäßig über die Risikoeinstufung Ihres Heimatlandes (siehe auch Auswärtiges Amt).

weitere Informationen

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