Forschung in Corona-Zeiten an der Uni Erfurt

Forschung im Erfurt Laboratory of Empirical Research

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen sowie FAQ und Ansprechpartner*innen der Hochschule zu Corona-bedingten Einschränkungen oder Maßnahmen für alle an der Uni Erfurt forschenden Personen.

Bitte beachten Sie neben unseren allgemeinen Informationen zum Umgang mit Corona auch die gesonderten Schutzkonzepte einzelner (Forschungs-)Einrichtungen (z.B. Sporthalle, Universitätsbibliothek, Forschungsbibliothek Gotha, Gebäude der Katholisch-Theologischen Fakultät in der Domstraße, ErfurtLab und das Internationale Begegnungszentrum).

News

Interne Serviceseiten

Was geschieht im Fall einer bestätigten Corona-Infektion an der Universität Erfurt?

Angesichts der aktuell rasant steigenden Corona-Infektionen hat der Kanzler der Universität Erfurt, Dr. Jörg Brauns, heute in einem Schreiben an die Fakultäten und Einrichtungen über die Vorgehensweise im Falle einer bestätigten Corona-Infektion an…

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Forschung

"Jetzt kommt die große Bewährungsprobe!"

Der Präsident der Universität Erfurt, Prof. Dr. Walter Bauer-Wabnegg, hat in einem Brief alle Studierenden und Beschäftigten im Wintersemester willkommen geheißen und sie auf die Corona-bedingten Herausforderungen eingestimmt. Der Brief im…

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FAQ

Grundsätzliche Fragen

Informationen sowie FAQ zum Hygienekonzept, zum Umgang mit Verdachtsfällen und grundsätzlichen Fragen finden Sie auf unserer allgemeinen Corona-Informationsseite.

Informationen der Hochschule zum Umgang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2

Forschung und Lehre

Wie reagieren die Forschungsförderer auf die Corona-Krise?

Im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie haben die großen deutschen Institutionen der Wissenschaftsförderung sowie die EU Maßnahmen und Regelungen vorgelegt, um ihr Förderhandeln möglichst uneingeschränkt fortzuführen und mögliche Nachteile für die Geförderten zu begrenzen. Die DFG hat bei einer Reihe laufender Ausschreibungen die Teilnahmefrist verlängert und angekündigt, zeitliche und finanzielle Auswirkungen der Covid-19-Krise auf bereits geförderte Projekte sowie für Empfänger von Stipendien und Fellowships abzufedern. Der DAAD bietet seinen deutschen Stipendiaten im Ausland bei Kostenübernahme durch den DAAD die Rückreise nach Deutschland an. Alle Auswahlsitzungen mit persönlicher Vorstellung sind zudem bis auf Weiteres ausgesetzt. Bei der Humboldt-Stiftung soll die Bearbeitung und Begutachtung von Förderanträgen mit kleinen Einschränkungen weitergehen; für einige Alumni-Fördermaßnahmen können gegenwärtig allerdings keine neuen Anträge angenommen werden. Die EU-Kommission hat Antragsfristen in den Förderprogrammen Erasmus+ und Horizon 2020 verlängert. In Erasmus+ geförderte Einzelmobilitäten und Projekte können sich zudem auf „force majeure“-Regelungen berufen.

Können Corona-bedingt Promotionsstipendien und -laufzeiten verlängert werden?

Stipendien

Das Präsidium und die Stabsstelle Forschung und Nachwuchsförderung haben sich mit der Problemlage der Promovierenden und auch mit der Frage möglicher Stipendienverlängerungen intensiv beschäftigt. Als Ergebnis möchten wir Ihnen Folgendes an Informationen weitergeben.

Stipendiat*innen in der Promotionsförderung sind – das ist uns wichtig – grundsätzlich zunächst gehalten, die Zeit, die für eventuell pandemiebedingt nicht durchführbare Vorhaben eingeplant war, für die Bearbeitung anderer Fragestellungen bzw. Aspekte des Dissertationsvorhabens zu nutzen. Kurz gesagt: Wir bitten in jedem Fall darum, dass geprüft wird, ob sich die Arbeitspläne für das einzelne Promotionsvorhaben nicht umstellen lassen.

Und: Die Geldmittel für Verlängerungen der Laufzeiten von Promotionsstipendien müssen aus den für Stipendien in den kommenden Jahren eingeplanten Finanzmitteln entnommen werden. Die Genehmigung von Verlängerungsanträgen bedeutet somit, dass die Zahl neuer Stipendien geringer ausfallen wird als geplant. Daher bitten wir alle betreffenden Stipendiat*innen, Verlängerungen nur in dem Umfang zu beantragen, der wirklich notwendig ist.

Wenn eine Bearbeitung anderer Fragestellungen und Aspekte des Dissertationsvorhabens nicht sinnvoll möglich ist, kann eine Unterbrechung der Förderung beantragt werden. Oder es kann im Rahmen einer Einzelfallprüfung  die Verlängerung des Stipendiums beantragt werden. Anträge auf Laufzeitverlängerungen von Promotionsstipendien können zunächst von der Stipendiat*innenkohorte 2017, später im Jahr 2020 von der Kohorte 2018 gestellt werden.

Eine Unterbrechung der Förderung wird direkt durch die Stabsstelle Forschung und Nachwuchsförderung sowie den Vizepräsidenten bearbeitet. Anträge auf Verlängerungen der Förderung werden durch die Mitarbeiterinnen der Stabsstelle und den Vizepräsidenten geprüft, es wird eine Empfehlung erstellt, die Anträge werden dann der Vergabekommission mit der Bitte um ein Votum zugeleitet.

Hinsichtlich von Anträgen auf Laufzeitverlängerungen von Promotionsstipendien gilt Folgendes:

a) Eine Verlängerung um zwei Monate kann unter Verweis auf die Schließung der Universitätsbibliothek Erfurt bzw. auf den Wegfall eines Arbeitsplatzes beantragt werden. Voraussetzung ist, dass der Arbeitsplatz durchgängig nicht zugänglich war bzw. Arbeitsmaterial nur in der UB Erfurt zu erhalten gewesen wäre.

b) Eine Verlängerung um bis zu vier Monate kann beantragt werden,

  • wenn die Arbeit in anderen Bibliotheken oder Archiven bzw. wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen und dementsprechend geplante Reisen bzw. Forschungsaufenthalte nicht möglich waren oder
  • wenn eine akute Erkrankung mit dem COVID19-Virus vorlag.

c) Eine Verlängerung um bis zu sechs Monate kann beantragt werden,

  • wenn empirische Untersuchungen bzw. Studien oder Untersuchungen, für die Forschungsaufenthalte im Ausland notwendig waren bzw. sind nicht durchgeführt werden konnten oder
  •  wenn Promovierende Kinder betreuen mussten/müssen, die unter zehn Jahre alt sind und nicht in Kindertagesstätten oder Grundschulen gehen können/konnten bzw. für die keine Notbetreuung in Anspruch genommen werden konnte/kann.

Bitte nutzen Sie das Formular, das wir Ihnen per E-Mail geschickt haben, für die Beantragung. Die Stabsstelle Forschung und Nachwuchsförderung und der Vizepräsident werden sich um eine zügige Bearbeitung der Anträge kümmern.

Wir hoffen, dass mit der Möglichkeit der Verlängerung von Stipendien Promovierenden, die mit ihrem Vorhaben in der jetzigen Situation in Schwierigkeiten geraten, geholfen wird. Für Rückfragen steht der Vizepräsident für Forschung und Nachwuchsförderung, Prof. Dr. Benedikt Kranemann, gern zur Verfügung.

Zwei weitere Hinweise: Promovierende, die durch andere Geldgeber als die Universität gefördert werden, müssen bitte direkt bei den entsprechenden Einrichtungen vorstellig werden. Und: Für die Verlängerung von haushaltsfinanzierten Stellen müssen die Promovierenden sich an die jeweiligen Dienstvorgesetzten und an das betreffende Dekanat wenden.

Promotionslaufzeit

Eine Verlängerung der Promotionslaufzeit muss mit den jeweiligen Betreuerinnen und Betreuern abgesprochen werden und kann nicht durch das Präsidium geregelt werden, das aber gern für unkomplizierte Lösungen in den verschiedenen Gremien und Konferenzen wirbt.

Können Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (Mittelbaustellen) verlängert werden?

Wir haben als Universität frühzeitig reagiert und die Möglichkeit eröffnet, dass nach einer Einzelfallprüfung die Verlängerung von Promotionsstipendien, die von der Universität verantwortet werden, möglich ist: Uns ist wichtig, dass laufende Qualifikationsarbeiten durch die Pandemie nicht beeinträchtigt werden, und wir wollen keine aufwendigen bürokratischen Verfahren, um solche Verlängerungen zu beantragen. Zugleich sind unsere Haushaltsmittel sehr begrenzt, weshalb die Finanzierung der Verlängerungen aus dem Budget der Forschungsförderung finanziert wird. In der Konsequenz werden wir in den nächsten zwei bis drei Jahren unter Umständen weniger Stipendien ausschreiben können.

Die Situation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht über Stipendien der Universität gefördert werden, haben wir natürlich auch im Blick. Zunächst zu denjenigen, die Stipendien aus nichtuniversitären Mitteln erhalten: Das Land Thüringen hat eine Verlängerung dieser Stipendien ermöglicht. Gegenüber anderen Geldgebern kann die Universität nicht aktiv werden. Wir sind nicht der Verhandlungspartner, sondern diejenigen, die ein solches Stipendium erhalten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Verlängerung der vom Bund finanzierten Stipendien um bis zu sechs Monate ermöglicht, und zwar auch dann, wenn die Höchstförderzeit bereits in Anspruch genommen worden ist. Bitte erkundigen Sie sich bei den jeweiligen Förderwerken oder -institutionen, wie dort verfahren wird. Sie können sich dabei gerne auf die Position von Land und Universität berufen, die ihrerseits die Förderzeiten ihrer Programme verlängert haben.

Auch über die Stellenverlängerungen für alle wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Haushaltsstellen ist bereits beraten worden, Informationen dazu sind seit längerem auf dieser Website zu finden:  „Eine Verlängerung der Promotionslaufzeit muss mit den jeweiligen Betreuerinnen und Betreuern abgesprochen werden und kann nicht durch das Präsidium geregelt werden, das aber gern für unkomplizierte Lösungen in den verschiedenen Gremien und Konferenzen wirbt.“ Die Verlängerung solcher Stellen ist bereits seitens der Bundesregierung durch die Modifikation des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes ermöglicht worden. Details können Sie einer Pressemitteilung des BMBF entnehmen.

Es bleibt aber dabei, dass wir als Universitätsleitung für solche Verlängerungen keine zusätzlichen Haushaltsmittel zur Verfügung stellen können. Alle Mittel sind an die Fakultäten bzw. über das Programm ProForschung 2020 ausgereicht. Stellen, die jetzt verlängert werden, können erst später neu besetzt werden. Für zusätzliche Stellenbesetzungen gibt es keinerlei finanzielle Spielräume. Die neue Rahmenvereinbarung ist noch nicht verabschiedet, und wir stehen vor Verhandlungen über die neuen Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit dem Land, deren finanzielle Konsequenzen wir noch nicht absehen können. Deshalb: Es gibt im Rahmen des Beschriebenen die Möglichkeit, Stellenlaufzeiten zu verlängern. Bitte klären Sie das an den Professuren und innerhalb der Fakultät.

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(Update 3. Juli 2020)

Mit der Veröffentlichung des Wissenschafts- und Studierendenunterstützungsgesetzes ist die „Corona-Regelung“ für die mögliche Verlängerung von Arbeitsverträgen der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen, die nach dem WissZeitVG befristet sind, in Kraft getreten. Inhalt der Gesetzesänderung ist eine Verlängerung der Höchstbefristungsdauer um vorerst sechs Monate. Die Möglichkeit betrifft nur die Qualifizierungsstellen, die nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG befristet sind, nicht auch Drittmittelbefristungen nach § 2 Abs. 2 WissZeitVG. Voraussetzung ist, dass

  • das Arbeitsverhältnis zwischen dem 1. März und dem 30. September 2020 besteht,
  • die Erreichung des angestrebten Qualifizierungsziels pandemiebedingt beeinträchtigt und daher eine Vertragsverlängerung notwendig ist,
  • die Verlängerung im Einzelfall beantragt und deren Notwendigkeit und Umfang entsprechend begründet wird und
  • die Verlängerung über das Stellenkontingent der Fakultät abgedeckt werden kann (freie Stelle oder entsprechende Verschiebung der Nachbesetzung).

Hinweis: Aus der Ausweitung der Höchstbefristungsgrenze folgt keine zwingende oder automatische Verlängerung der Arbeitsverhältnisse. Inwieweit von der Möglichkeit zur Vertragsverlängerung Gebrauch gemacht werden kann, ist im Einzelfall zu entscheiden. Für die Vertragsverlängerung muss ein Antrag auf Weiterbeschäftigung eingereicht werden. Dem Antrag ist wie gewohnt das „Beiblatt zur Darlegung des Befristungsgrundes nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG“ beizufügen, da eine einzelfallbezogene Begründung und Prüfung der Verlängerung erforderlich bleibt.

Finden die Veranstaltungen innerhalb des Programms „Akademische Qualifizierung und Weiterbildung“ statt?

Ja, Sie können online an den verschiedenen hochschuldidaktischen Angeboten teilnehmen. Weitere Informationen zu den Terminen sowie zur Anmeldung finden Sie hier: Akademische Qualifizierung und Weiterbildung

Organisatorisches

Können Berufungskommissionen aktuell tagen?

Seit dem 20. April finden Gremiensitzungen bzw. Berufungskommissionen wieder statt - jedoch zunächst weitgehend online per Videokonferenz. Wann kleinere Gruppen - unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelungen und entsprechenden Hygienemaßnahmen - wieder vor Ort auf dem Campus tagen können, ist abhängig von den Entscheidungen der Gesundheitsbehörden.

Kann ich meine Sprechstunden in Präsenz abhalten?

Sprechstunden sollten aktuell, wenn möglich, telefonisch oder als Video-Konferenz stattfinden, bzw. über einen Austausch per E-Mail. Sollte eine Präsenz erforderlich sein, sind die aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen unbedingt einzuhalten.

Ansprechpersonen