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Informationen für Beschäftigte zum weiteren Dienstbetrieb auf dem Campus

Das Präsidium hat am 15.04.2020 entschieden, den seit dem 20.03.2020 eingestellten Präsenzbetrieb für die Beschäftigten der Universität Erfurt vom 20.04.2020 bis 30.04.2020 noch nicht wieder vollständig aufzunehmen. Die Entscheidung über die Durchführung des Betriebs ab 04.05.2020 wird das Präsidium nach Einschätzung der Lage am 29.04.2020 treffen.

Allerdings wird es zur Vorbereitung des Semesterstarts notwendig sein, dass ab Montag wieder mehr Personal in der Administration (sowohl in der zentralen Verwaltung als auch in den Fakultäten) vorrangig vor Ort zur Verfügung steht. Dadurch soll gewährleistet sein, dass Ansprechpartner*innen für die zentrale Verwaltung und auch für Lehrende, die zur Vorbereitung der Online-Angebote für die Studierenden wieder ihre Büros nutzen, zur Verfügung zu stehen. Die Entscheidung über die Notwendigkeit der Präsenz vor Ort treffen die Fachvorgesetzten in ihren jeweiligen Bereichen in Abstimmung mit den Beschäftigten.

Der Einsatz vor Ort soll unter Einhaltung folgender Verhaltensregeln erfolgen:

  • Der Mindestabstand von 1,50 Meter muss eingehalten werden.
  • Eine gemeinsame Bürobenutzung ist nicht gestattet. Zu diesem Zweck sind ggf. eine abwechselnde Vormittags-/Nachmittagsbelegung mit Homeoffice davor oder danach oder eine tageweise Aufteilung zu organisieren.
  • Die Hygieneregeln sind weiterhin strikt einzuhalten.
  • Persönliche Kontakte sind nach Möglichkeit zu vermeiden und alternativ Telefon oder Videokonferenz (webex) mit der Möglichkeit des Sharings von Dokumenten zu nutzen.
  • Teeküchen und Aufenthaltsräume dürfen nur unter Einhaltung des Mindestabstandes genutzt werden.
  • Entsprechender Nasen- und Mundschutz wird zur freiwilligen Nutzung von der Dienststelle ab nächsten Montag zur Verfügung gestellt. Natürlich kann auch selbst mitgebrachter Nasen- und Mundschutz genutzt werden.

Für Beschäftigte, die unter die Dienstvereinbarung zur flexiblen Arbeitszeit fallen, gelten bei der Arbeit vor Ort folgende Flexibilisierungen in der Gleitzeit:

  • Die Kernzeit wird aufgehoben.
  • Die Rahmenzeit wird auf 6 bis 21 Uhr erweitert.
  • Bei Vorliegen eines entsprechenden Zeitguthabens können Gleittage in unbeschränkter Anzahl in Anspruch genommen werden. Ein Gleittag ist den Gleitzeitbeauftragten bitte über die/den jeweiligen Fachvorgesetzte/n per Mail an gleitzeit@uni-erfurt.de anzuzeigen.
  • Für die nächsten zwei Wochen erfolgen bitte noch keine An- und Abmeldungen am Gleitzeitterminal. Im System wird das individuelle Tagessoll hinterlegt, sodass keine Buchungen erforderlich sind.

Beschäftigte, deren Präsenz vor Ort für die Aufrechterhaltung des Kernbetriebs erforderlich wäre, können mit ihrer/ihrem jeweiligen Fachvorgesetzten für die Zeitdauer der CoVid 19-Pandemie gleichwohl in folgenden beiden Fällen Ausnahmen von der Anwesenheitspflicht vereinbaren:

I.  Fortbestehende Schließungen von Betreuungseinrichtungen
z.B. Kindertageseinrichtungen, Schulen und Betreuungseinrichtungen für Menschen mit Behinderung und dem daraus resultierenden Betreuungsbedarf für

  • Kinder unter 12 Jahren
  • Kinder mit Behinderung, die auf Hilfe angewiesen sind, oder
  • pflegebedürftige Angehörige

Zur Abdeckung des Betreuungsbedarfs stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung, von denen in der genannten Reihenfolge Gebrauch zu machen ist:

  • Zunächst sind die o.g. Flexibilisierungen in der Gleitzeit auszuschöpfen.
  • Nutzung von Telearbeit/Homeoffice/mobilem Arbeiten

Die Instrumente Telearbeit (Ausweitung bestehender Telearbeitsvereinbarungen), Homeoffice und Mobiles Arbeiten (zur Abgrenzung und technischen Umsetzung siehe Wegweiser Telearbeit) können unter Berücksichtigung der dienstlichen Interessen flexibel eingesetzt werden, um so dem erhöhten Betreuungsbedarf Rechnung zu tragen.

(Ausleih-Laptops der UE, die nicht der weiteren Absicherung des Betreuungsbedarfs für den Einsatz im Homeoffice/für das mobile Arbeiten dienen, sollen am 20.04.2020 bis 9 Uhr im URMZ abgegeben werden. Diese werden nach Anmeldung (personal@uni-erfurt.de) gegenüber dem Dezernat 2: Personal am 20.04.2020 ab 10 Uhr im URMZ an Beschäftigte mit Betreuungspflichten für das Arbeiten im Homeoffice/mobile Arbeiten herausgegeben.)

Stündliche und tageweise Kombinationsmöglichkeiten von Präsenzarbeit und Homeoffice sind möglich.

3.   Freistellungsmöglichkeiten

Jede/r betroffene Beschäftigte erhält eine bezahlte Freistellung für maximal drei Arbeitstage, allerdings nur, wenn nicht eine Beschäftigung im Rahmen von Telearbeit/Homeoffice/mobilem Arbeiten unter Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen möglich ist. (Bereits seit Mitte März in Anspruch genommene Freistellungstage werden angerechnet.)

Darüber hinaus besteht grundsätzlich kein Anspruch auf eine Freistellung unter Fortzahlung des Entgelts.

Eine Freistellung über die o.g. drei Tage hinaus kann nur wie folgt ermöglicht werden:

  • als Urlaub (vorrangig Resturlaub aus dem Vorjahr)
  • als Sonderurlaub ohne Entgeltfortzahlung
  • als Sonderurlaub statt Jahressonderzahlung (JSZ)

Achtung: Dies gilt nur für Tarifbeschäftigte (unbefristet oder befristet für min. ein Jahr beschäftigt), die in 2020 einen Anspruch auf JSZ haben, nicht für Beamte.

Hierbei wird eine Freistellung für bis zu vier Wochen gewährt; das Entgelt wird normal fortgezahlt; die Verrechnung erfolgt im November mit der JSZ.

Die Freistellung ist im Vorfeld mit dem Dezernat 2: Personal abzustimmen!

Neu ist dabei ein Entschädigungsanspruch für Verdienstausfall bei behördlicher Schließung von Schulen und Kitas:
Der Bundesrat hat am 27. März 2020 das zuvor vom Bundestag beschlossene Maßnahmenpaket zur Abmilderung von Härten durch die Corona-Krise mit weitreichenden Notfallregelungen verabschiedet.

  • In das Infektionsschutzgesetz ist ein Entschädigungsanspruch für Verdienstausfälle bei behördlicher Schließung von Schulen und Kitas bei Kindern bis zum 12. Lebensjahr aufgenommen worden.
  • Voraussetzung ist, dass die Betroffenen keine anderweitige zumutbare Betreuung realisieren können und daher ihrer beruflichen Tätigkeit nicht nachgehen können.
  • Die Entschädigung in Höhe von 67 Prozent des Nettoeinkommens wird für bis zu sechs Wochen gewährt und ist auf einen monatlichen Höchstbetrag von 2.016 Euro begrenzt.
  • Die Auszahlung übernimmt die Universität als Arbeitgeber, der bei der zuständigen Landesbehörde einen Erstattungsantrag stellen kann.
  • Die Regelung gilt nicht für Zeiten, in denen die Einrichtung wegen der Schulferien ohnehin geschlossen wäre, und ist befristet bis Ende 2020.

Die Inanspruchnahme dieser Möglichkeit ist im Vorfeld mit dem Dezernat 2: Personal abzustimmen!

II.  Beschäftigte mit einem besonderen gesundheitlichen Risiko
Beschäftigte mit einem besonderen gesundheitlichen Risiko setzen sich bitte mit ihrem Arzt in Verbindung, um zu klären, ob und welche Maßnahmen zu ihrem Schutze ergriffen werden müssen. Im Zweifel sollen diese im Homeoffice arbeiten.

Schwangere Beschäftigte
Nach dem jetzigen Erkenntnisstand haben schwangere Frauen grundsätzlich kein höheres Risiko als die Allgemeinbevölkerung, sich zu infizieren und unterliegen auch keinem erhöhten Risiko eines schweren Verlaufs. Allerdings sind die Möglichkeiten einer Behandlung im Falle eines schweren Verlaufs bei schwangeren Frauen gegenüber der Allgemeinbevölkerung eingeschränkt.

Aus diesem Grund müssen schwangere Beschäftigte als besondere Schutzmaßnahme im Homeoffice tätig sein!

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Dezernat 2: Personal - telefonisch unter (0361) 737-5250 oder per Mail an personal@uni-erfurt.de.