1. Dez 2020, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr | Max-Weber-Kolleg, SPF Religion. Gesellschaft. Weltbeziehung.

Death and Burial in Early Modern Europe: Religious, Urban and Courtly Perspectives

Veranstaltungsort
Hörsaal 2 sowie online
Reihe
Ringvorlesung: Religion und Urbanität in Zeit und Raum / Religion and Urbanity Across Time and Space
Veranstalter
Kollegforschungsgruppe "Religion und Urbanität" (Max-Weber-Kolleg)
Referent(en)
Dr. Martin Christ (Max Weber Kolleg | KFG "Religion and Urbanity")
Veranstaltungsart
Vortrag
Publikum
öffentlich

Die Kollegforschungsgruppe "Religion und Urbanität" an der Universität Erfurt lädt im Wintersemester 2020/21 zu einer Vorlesungsreihe unter dem Titel "Religion und Urbanität in Zeit und Raum" ein. Dritter Vortrag der Reihe von Dr. Martin Christ (Max Weber Kolleg | KFG "Religion and Urbanity").

Der Vortrag befasst sich mit den Auswirkungen, die Tod, Sterben und Erinnerungskulturen auf städtische Gemeinschaften im frühneuzeitlichen Europa hatten. Er konzentriert sich auf die Zeit von der Reformation bis zu den weitreichenden Verlegungen von Friedhöfen in der Mitte des 19. Jahrhunderts und der damit verbundenen Einführung von Krematorien. Der Vortrag konzentriert sich auf große städtische Zentren wie London und München, um zu veranschaulichen, wie die Toten die städtischen Gemeinschaften beeinflussten und wie sich in dieser Zeit dynamische Veränderungen in einer Reihe von Bereichen vollzogen, darunter die Begräbnisorte, die Verwaltung der Toten und die Bestattung verschiedener Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner. Der Vortrag konzentriert sich insbesondere auf Residenzstädte (Städte, in denen ein Herrscher residierte), um festzustellen, wie sich Initiativen des Hofes, von Bürgerinnen und Bürgern und religiöser Akteursgruppen gegenseitig verstärkten oder miteinander konkurrierten. Auf diese Weise veranschaulicht der Vortrag, wie Religion und Urbanität im dichten städtischen Umfeld des frühneuzeitlichen Europas zusammenwirkten.

Religion und Urbanität sind weltweit weit verbreitete und seit langem etablierte Strategien für den Umgang mit und die Förderung von menschlicher Sozialität. In einer Welt, in der mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Städten lebt und Religion weit davon entfernt ist, zu verschwinden oder ins Private verbannt zu werden, ist die Frage, wie sie historisch miteinander verflochten sind, ein kritisches Thema, das noch einer weiteren und genaueren Untersuchung bedarf. Die Vortragsreihe, die als gut sortierte und konsistente Vortragsreihe mit 15 Vorträgen geplant ist, stellt solche Zusammenhänge anhand konkreter Beispiele mediterraner, nordeuropäischer, nordamerikanischer und asiatischer Städte von der Entstehung des Urbanismus bis zur Gegenwart vor.

Hinweise zum Ablauf:

Die Vorträge finden dienstags von 18.00 bis 20.00 Uhr auf dem Campus der Universität Erfurt, Hörsaal 2 (KIZ), statt. Die persönliche Teilnahme ist begrenzt.

Sie können die Veranstaltung auch im Live-Stream verfolgen: https://youtu.be/lvekBc1EmqI