5. Jul 2021, 17:00 Uhr - 18:30 Uhr | Philosophische Fakultät, SPF Religion. Gesellschaft. Weltbeziehung.

Discussing Christian Orthodox Ethics: With Marcel Mauss, Max Weber and Orthodox Theology

Veranstaltungsort
online
Reihe
"Religion am Montag" – Erfurt Monday Lectures: New Topics in Religious Studies
Veranstalter
Seminar für Religionswissenschaft
Referent(en)
Maria Hämmerli (Erfurt)
Veranstaltungsart
Vortrag
Publikum
öffentlich

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Religion am Montag" – Erfurt Monday Lectures: New Topics in Religious Studies.

Diese Präsentation basiert auf einem laufenden Forschungsprojekt, das darauf abzielt, eine "orthodoxe christliche Ethik" zu finden, die einen Beitrag leisten möchte, einige "Besonderheiten" der Orthodoxie zu erklären: z.B. die starke Wechselwirkung zwischen Religion und Politik, die komplizierte Verbindung zwischen Religion und Nation/Nationalismus usw.

Methodologisch lehnt sich die Untersuchung an Max Webers Diskussion über die "protestantische Ethik" an. Dies basiert auf einem Verständnis je nach Religion spezifischer Jenseits-Vorstellungen und den daraus resultierenden Auswirkungen auf das diesseitige soziale, politische oder wirtschaftliche Leben der Gemeinschaft, die diese Religion praktiziert oder sich zumindest mit ihr identifiziert.

Der allgegenwärtige Begriff der Gabe sowohl in der orthodoxen Theologie als auch in der gelebten Religion macht es unumgänglich, den theologisch eingebetteten Begriff mit Hilfe des theoretischen Ansatzes von Marcel Mauss u.a. in eine sozialwissenschaftliche Sprache zu übersetzen. Es lässt sich argumentieren, dass die "orthodoxe Ethik" als eine Ethik der Gabe betrachtet werden kann.

Über die Referentin:

Dr. Maria Hämmerli ist Religionswissenschaftlerin, spezialisiert auf das orthodoxe Christentum. Ihre Forschungsexpertise umfasst eine Vielzahl von Themen, von der Soziologie und Geschichte orthodoxer Migrationen nach Westeuropa und orthodoxen Diasporafragen bis hin zu orthodoxer Identität und der Beziehung zwischen Orthodoxie, Ethnizität und Nationalismus.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung findet via Webex statt.

Link zur Veranstaltung