30. Jun 2022, 14:00 Uhr | Max-Weber-Kolleg, SPF Religion. Gesellschaft. Weltbeziehung.

Erfurter Forum Asphaltnomad:innen

Veranstaltungsort
Erfurter Open-Air-Club "Frau Korte" am Nordbahnhof
Veranstalter
Sonderforschungsbereich "Strukturwandel des Eigentums"
Veranstaltungsart
Podiumsdiskussion/Forum
Publikum
öffentlich

Im Vorfeld der Konferenz "Nomad Properties" lädt der Sonderforschungsbereich "Strukturwandel des Eigentums" zur Kulturveranstaltung "Erfurter Forum Asphaltnomad:innen" im Erfurter Open-Air-Club "Frau Korte" am Nordbahnhof ein. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt.

Vorträge

  • "Ressourcenschonendes Leben auf dem Wagenplatz karl helga – noch immer eine juristische Grauzone?"
  • "Jenische Hausierer mit Waren und Neuigkeiten unterwegs" eine Keynote von Jakob Kronenwetter, jenischer Markthändler 
  • "Bericht vom Leben auf der Walz"


Gespräch in Kreisform (Fishbowl): Zur Situation der Vagabondage und des Fahrenden Lebens in Deutschland 

Filmprogramm:

Black Film (Crni Film), Dok YU 1971, R.: Želimir Žilnik, 14 min., OmeU

In einer Januar-Nacht liest Želimir Žilnik sechs Wohnungslose auf den Straßen Novi Sads auf und bringt sie zu sich nach Hause. Während sie sich in der Zweizimmer-Wohnung aufhalten und aufwärmen, fragt der Regisseur Offizielle und Leute auf der Straße nach möglichen Lösungen für die Not seiner Gäste.

Life In A Basket, Dok US 2003, R.: David Hogan, 33 min., engl. OV

In "Life In A Basket" berichten Wohnungslose von ihrem Leben auf der Straße. Ausgangspunkt für ihre Erzählungen sind die Einkaufswagen, die sie mit sich führen. Über die Dinge, die sich darin befinden und die Frage, wie sie den Alltag ihrer Besitzer:innen organisieren, erfahren wir zudem von deren persönlichen Hintergründen, von Auseinandersetzungen mit der Polizei und dem allgemeinen sozialen Gefüge eines Ortes, der die höchste Dichte an Wohnungslosen in den USA verzeichnet. 

Who is Bozo Texino?, Dok US 2005, R.: Bill Daniel, 56 min., engl. OV mit engl. UT

Ein Film über die seit mehr als 100 Jahren bestehende Subkultur der Hobos, US-amerikanischer Tagelöhner, die per Güterzug durchs Land reisen und die damals wie heute im Windschatten von Modernität und Establishment leben. Der Film konzentriert sich auf die Suche nach dem mythischen Helden Bozo Texino, dessen Zeichen landesweit und jahrzehntelang an Zügen zu finden war: eine schlichte, mit Wachsmalstift gefertigte Skizze eines Mannes mit Cowboy-Hut. Auf der Suche nach dem Unbekannten Bozo hat Regisseur Bill Daniel selbst über ca. 15 Jahre hinweg Güterzüge bestiegen und ist dort zahlreichen leidenschaftlichen Hobos begegnet. Dabei ist Material entstanden, das er zu einer ebenso rhythmischen wie umherschweifenden filmischen Reise verwebt.

Anmeldung und Kontakt

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im SFB 294 "Strukturwandel des Eigentums", Teilprojekt A03
(Historisches Seminar)
Mitarbeitergebäude 2, Raum 202