14. Feb 2022, 13:00 Uhr - 16. Feb 2022, 13:15 Uhr

Internationale und interdisziplinäre Tagung: Geschlecht und Gewalt in Geschichte und Gegenwart

Veranstaltungsort
Senatssaal der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg, Geb. 5 (potentiell online)
Veranstalter
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Veranstaltungsart
Tagung/Kongress
Publikum
Öffentlich, mit Anmeldung

Das DFG-Projekt "Armed Self-Defense in Recent America. Intersectional Perspectives" am Lehrstuhl für Nordamerikanische Geschichte wird an der Tagung "Geschlecht und Gewalt in Geschichte und Gegenwart" der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg teilnehmen.

Kein Tag vergeht, an dem die Medien nicht von Gewalttaten in unterschiedlichsten Kontexten berichten. Auch in den Humanwissenschaften wird über Gewalt unter verschiedensten Perspektiven und mit vielfältigen Ansätzen diskutiert. Um bisherige Forschungsschwerpunkte und -blickrichtungen kritisch zu beleuchten und zu erweitern, hat sich die Tagung „Geschlecht und Gewalt in Geschichte und Gegenwart“ zum Ziel gesetzt, transdisziplinär und über sechs Jahrhunderte hinweg zu erforschen, wie Gewalttaten im Kontext von Geschlechtszugehörigkeiten bis heute konstruiert und von wem sie in welcher Form verübt werden. Gleichzeitig will sie beleuchten, wie sich historischer Wandel im Verständnis von Gewalt und in der Gewaltpraxis vollzogen hat. Mit einem multiperspektivischen Blick auf die Verschränkungen von Geschlecht und Gewalt in unterschiedlichen Räumen und Zeiten sollen die Teilnehmer:innen zum einen mit der großen Bandbreite an Kontexten, Formen, Praktiken und Wahrnehmungen der Jahrhunderte lang erfahrbaren und ausgeübten Gewalt konfrontieren werden. Zum anderen ist es Anliegen der Tagung, Fragen nach Kontinuitäten bis in die Gegenwart, nach Brüchen, Gleichzeitigkeiten, Widersprüchen und den historischen Vergleich zu provozieren. Angelegt ist damit sowohl eine explizite Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen, ihre Verortung im historischen Gewaltgeschehen als auch der Blick auf Möglichkeiten, Mechanismen und bewusste Strategien der Veränderung. Zugleich werden jene Schwachstellen und Anreize präsent, die immer wieder neuartige Gewaltphänomene ermöglichten und bis heute hervorbringen.

Es wird um verbindliche Anmeldung bis zum 1. Februar 2022 gebeten:
E-Mail: yvonne.haensch@ovgu.deoder telefonisch: 0391/6756677
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist vorab erforderlich.