Neuer Beitrag im European Journal of Health-Communication (EJHC) erschienen

In diesem neu erschienen Beitrag untersuchen Nariman Sawalha und Veronika Karnowski, wie stillende Mütter Self-Tracking-Apps nutzen und wie die Nutzung solcher Apps mit dem mütterlichen Wohlbefinden (Wellbeing) zusammenhängt.

Smartphone-Apps zum Self-Tracking des mütterlichen Stillens sind zu einem beliebten Hilfsmittel geworden. Dennoch wissen wir wenig darüber, wie Mütter diese Apps nutzen und, was noch wichtiger ist, wie das Self-Tracking des Stillens mit dem mütterlichen Wohlbefinden zusammenhängt. Nach der Befragung einer Stichprobe deutscher Mütter, die entsprechende Self-Tracking-Apps nutzen (N = 234), haben wir drei Nutzungsarten identifiziert: (1) Straightforward Basic Trackers, (2) Meticulous Data Collectors und (3) Advisory-oriented Self-Trackers. Diese Nutzungstypen unterscheiden sich hinsichtlich der Daten, die sie registrieren, des algorithmischen Feedbacks, das sie abrufen, und ihrer Metakommunikation über die getrackten Parameter. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass das allgemeine Wohlbefinden der Mütter - in Bezug auf Selbstvertrauen, Stress und Selbstwertgefühl - von der unterschiedlichen Nutzung des Self-Tracking weitgehend unbeeinflusst bleibt. Betrachtet man jedoch nur das Selbstvertrauen der Mütter in Bezug auf das Stillen, so ist die Selbstwirksamkeit des Stillens bei den Müttern, die das Tracking am häufigsten nutzen, geringer und bei denen, die es am wenigsten nutzen, höher. Die Implikationen dieser Ergebnisse werden im Hinblick darauf diskutiert, ob Stilltracker das Vertrauen der Mütter in ihre Stillfähigkeiten in Abhängigkeit von der Intensität ihrer Nutzung des Self-Trackings stärken oder schwächen.

Sawalha, N., & Karnowski, V. (2022). Digital Motherhood. Self-Tracking Apps for Breastfeeding Mothers—A Study on Usage and Effects on Maternal Well-Being. European Journal of Health Communication, 3(3), 69–91.

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